Matt †

Alkolenker verursacht tödlichen Unfall


Ein betrunkener 19-jähriger Präsenzdiener ist in der Nacht auf Freitag in Weißbach bei Lofer (Pinzgau) frontal gegen ein anderes Auto geprallt. Dabei wurde der 23-jähriger Saalfeldener Mathias Pichler getötet. 1,78 Promille Alkohol im Blut. Der 23-Jährige war bei einem 25-jährigen Bekannten mitgefahren, als der Präsenzdiener ihr Auto rammte. Das Auto des 25-Jährigen wurde auf eine Wiese neben der Pinzgauer Bundesstraße geschleudert. Der 23-jährige Beifahrer starb noch an der Unfallstelle.





Ein Freund schickt mir heute diese Nachricht, mit der Überschrift „WARUM?????“. Ich bin gespannt was sich wohl dahinter verbergen mag. Ich fange an zu lesen, und denke: „Naja, wieder mal ein Besoffener an einen Baum gefahren“. Doch ich lese weiter, und plötzlich lese ich „Mathias Pichler getötet“. Erschrocken stöhne ich auf und falle verzweifelt in mich zusammen, mein Kopf zwischen die Knie und die Hände bedecken mein Gesicht. – Nein, nicht der Matt!

Ich bin getroffen. Bilder und Gedanken schießen mir durch den Kopf. Erinnerungen an gemeinsame Abenteuer die wir mit Jesus erlebt aben. Ich bin traurig. Weinend lasse ich meinen Gefühlen freien Lauf und gehe in den Wald spazieren. Jetzt auch bei mir die Frage – Warum?


– Gott, warum? –


Matt hat einen großen Teil der Soulsaver Homepage programmiert und auch eine eigene Seite in Österreich gemacht (www.get-alive.com). Er war auch Christ wie ich, er wollte auch wie ich Menschen mit der frohen Botschaft von Jesus erreichen. Er war mit Gott unterwegs, ein Vorbild für viele. Doch plötzlich schießt mir ein Gedanke durch den Kopf. Ich werde ihn wieder sehen, im Himmel. Ja, all die vielen Dinge die ich in meinem Leben schon mit Gott erlebt habe bestätigen es – ich werde ihn wieder sehen. Was für ein Trost in dieser Trauer!


Doch was wäre gewesen, wenn Matt nicht die Rettung, die in Jesus ist, angenommen hätte, und jetzt nicht bei Jesus wäre! Ich muss an all die Menschen denken, die ich kenne, die nichts mit Jesus zu tun haben wollen. Schrecklich, diese Vorstellung, aber eine Ermutigung, weiter zu machen.


Matt, ich und alle die Soulsaver machen, haben ein einziges Ziel vor Augen – dass wir dich, lieber Leser, im Himmel bei Gott wiedersehen. Alles andere wird im Licht des Todes unbedeutend. Wofür lebst du, für was setzt du dein Leben ein und wo wirst du sein nach deinem Tod? Welchen Trost werden die Menschen haben, die du zurücklässt?


Das Leben von Mathias und die Dinge die er gemacht hat, haben Bestand und Wert in der Ewigkeit. Lass dein Leben nicht sinnlos an dir vorüberziehen, nutze die Chance Gott kennen zu lernen – jetzt, durch die Bibel.


Ich freue mich jetzt schon Matt wiederzusehen. Werde ich dich auch sehen?


Am 1. April 2002 hat Matt folgenden Artikel im Forum von www.get-alive.com geschrieben: (hier leicht gekürzt wiedergegeben -> zum Originalartikel)





life …


weißt du, was für mich wahre freiheit bedeutet? für mich persönlich. ein leben, das nicht abhängig ist von …

geld … denn es könnte sein, dass ich alles verliere.
freunden … denn ich könnte eines tages alleine sein.
liebe … denn mein herz könnte daran zu grunde gehen und was hätte ich, wenn ich alle hoffnung darauf gesetzt habe (so theoretisch ist das alles gar nicht …)

alle diese dinge wären es wert, dafür zu leben, wenn sie für immer halten würden, aber die zeit rinnt dir wie der sand zwischen den fingern davon.

wenn ich morgen tot bin, was habe ich noch?

fass es bitte nicht als missionierungsversuch auf, denn diese grundwahrheit beschränkt sich nicht auf eine religion oder lehre.

„herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“

was hättest du, wenn du krank wärst, ohne freunde und ohne familie? nur rein theoretisch gefragt. was hättest du?

hättest du etwas, was dir ruhe geben kann? eine perspektive? eine innere geborgenheit?

das ist nicht sarkastisch gemeint, oder so im sinne von „was weißt du schon“. nein, überhaupt nicht.

ich denk aber schon oft drüber nach, und der gedanke hat mich bereits einmal sehr traurig gemacht. die tatsache, abhängig von glücklichen umständen zu sein. ich hätte nichts, wenn ich all diese glücklichen dinge verlieren und gott nicht kennen würde. das ist keine floskel, sondern genau so würde MEIN persönliches leben aussehen.

was hättest du?
oder geh ich mit hypothesen und „was-sein-könnte“ zu weit?

hm, weißt du, wie wenig menschen solches glücklichen umstände genießen können (westliche welt …), wie du und ich? sehr, sehr wenige. erschreckend wenige …

denk doch ehrlich darüber nach …

schöne grüsse

matt






Kommentare

  1. Shibbi

    Hallo

    Als ich 16 Jahre alt war verlor ich mein besten Freund, meine große liebe und den liebevollsten Menschen der Welt… an Drogen.. wie sinnlos. Bis heute bin ich nicht darüber hin weg und habe über die Zeit mit ihn mit niemanden drüber geredet,es schmerzt einfach zu sehr.
    Ich bin nicht gläubig, aber der Gedanke daran das ich ihn wieder sehe wie hier geschrieben ist macht mir Mut… Danke

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