Udo – ein Gothic findet Gott

Meine Geschichte ist schnell erzählt, und ich beginne sie da, wo es Sinn macht, am Anfang. Ich wurde am 27.05.1977 in Halle geboren, einer Großstadt in der damaligen DDR. Noch während ich klein war, kamen durch eine neue Ehe meiner Mutter zwei Brüder mit in die Familie. Mit denen bin ich aufgewachsen. Als diese Ehe nach etwa vier Jahren zerbrach, zogen ihr damaliger Mann und die Brüder fort. Dies war ein Verlust, der eine heile Welt für mich zusammenbrechen ließ: Meine Brüder waren fort, der Vater war fort (wenngleich er auch nicht mein leiblicher Vater war), und meiner Mutter ging es auch nicht gerade bestens. So widersetzte ich mich ohne Vater den vergeblichen Erziehungsbemühungen meiner Mutter, verwahrloste innerlich, und rebellierte gegen sie. Ausbrüche von zu Hause, welche die Polizei beendete, waren keine Seltenheit.


Dann ging es Schlag auf Schlag: Meine Mutter hatte einen Mann in einem Dorf in Brandenburg kennen gelernt, und beschlossen dorthin zu ziehen. Damit war es ganz aus, nun war die gewohnte Umgebung auch fort. Man muss nebenbei erwähnen, dass ich damals recht schmächtig war. Im Dorf waren wir die „Zugezogenen von der Bonzenburg“, und ich war nur der Streber (nicht lange), der immer schön Klassenkeile bekam. Ich wurde zu einem Magneten für Aggressionen, und probte den Aufstand gegen meine Eltern, ich wollte sie nicht respektieren. So gab es für mich nur zwei Sorten Menschen: geduldete Feinde, und normale Feinde. Ich bekam Angst vor Menschen, die ich versuchte mit einem Feindbild zu kompensieren. Wie man sich leicht vorstellen kann, war ich demzufolge ziemlich einsam. Später, nach Abschluss eines ziemlich schlechten Abiturs (Schnitt 3,4) zog es mich von zuhause weg.


Die Suche nach Liebe jedoch blieb, und so stürzte ich mich von einer unglücklichen Frauenbeziehung in die nächste. Das verschlimmerte meinen seelischen Zustand nur noch, so dass ich gezwungen war, mangels Disziplin und Geld mein Informatikstudium nach drei Semestern abzubrechen. Dann verschlug es mich nach München. Schon während des Studiums entdeckte ich meine Liebe zu dunkler, melancholischer Musik. In München gab es nun die Möglichkeit dies auszuleben, es gab nur für diese Musik Clubs, in welchen ich mich oft einfand (Pulverturm, Loft, Feierwerk). Dort konnte ich alles in der Musik wiederfinden: Sehnsucht, Schmerz, Hass und Wut. So hielt ich mich in der Szene der landläufig Grufties genannten auf, die sich selbst jedoch als Gothic bezeichnet. Mit Äußerlichkeiten nahm ich es nie so genau, ich war nie weiß geschminkt, trug mäßig oft schwarze Kleidung, aber meine Seele war bereits dunkler als alles was ich je getragen hatte, und der Jähzorn, die Wut, die Enttäuschung über mein Leben und die Menschen fraßen sich durch den Rest meiner Seele. Und ganz allmählich dämmerte mir, dass etwas bei mir schief läuft.


Durch die Bekanntschaft mit einem Mädchen aus der Gothicszene ergab es sich, dass ich sie bei einer christlichen Veranstaltung (Feed-Your-Soul-Café) abliefern musste. Sie war 16, und ihre Mutter war dort. Ich hielt es nur für höflich, mir einmal anzuhören, was dort gesagt wurde. Bernd Meier, Ex-Junkie, berichtete von seinem veränderten Leben mit der Hilfe von Jesus Christus. Ich dachte nur „Hoffentlich nicht eine dieser Ich-war-am-Ende-doch-dann-kam-Gott-und-Hallelujah-ich-bin-geheilt-Geschichten“. Dem war glücklicherweise nicht so. Dann sagte er in seinem Vortrag „Mein Leben war ruiniert“, und ich dachte mir „Meins ist es nicht! Ich habe einen Job, eine Wohnung …“. Doch dann fragte ich mich: „Wie sieht es mit mir persönlich aus?“ Eine Stimme in mir sagte „Ist doch egal!“. Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen, und ich sagte mir: „Nein! Es war mir schon viel zu oft und viel zu lange egal gewesen. Wenn du dein Leben ändern willst, dann hast du hier und jetzt die Chance dazu. Und heule nicht später rum, wenn es schief läuft, weil du es heute vergeigt hast! Im Anschluss an den Vortrag ergaben sich Gespräche mit einigen Christen, die anders waren als ich befürchtet hatte. Man akzeptierte, dass ich damals noch ohne Gott lebte, diskutierte mich nicht in Grund und Boden und man zeigte Interesse für mich. Auch der Umgang untereinander, die gesamte Atmosphäre war freundlich und respektvoll, und als ich das merkte dachte ich mir: „So muss es sein, nicht wie es im »normalen« Leben läuft!“. So ließ mich das Thema Gott nicht locker, denn ich begriff, dass er der Schlüssel zu Freundlichkeit, Respekt und Frieden war, und ich war meiner Persönlichkeit überdrüssig.


Es ergab sich, dass ich bei einem Traugottesdienst aus der Verwandtschaft in einer Kirche war, und genoss bereits das Umfeld der Christen, und lauschte dem Chor. Bei dem Lied mit folgender Passage: „Wenn wir Gott von ganzem Herzen suchen, dann wird er sich finden lassen, er ist da!“, dachte ich mir mit geschlossenen Augen und aller Kraft „Wenn es doch nur so wäre, wenn er da wäre!“ Er war da! Er hat sich mir ganz persönlich geoffenbart, und ich wusste hinterher „Udo, ob es Gott gibt, oder nicht, die Frage stellt sich nicht. Aber willst du damit umgehen oder nicht?“. Ich genoss dieses Erlebnis, doch dann wurde alles wieder grau und dunkel, und ich fragte mich: „Was ist los?“ und dann machte mir Gott klar, ich muss mich entscheiden, mit Gott und Jesus als Herrn, Schöpfer und Erretter zu leben, oder alleine.


Ca. drei Wochen nach dem Vortrag, traf ich meine Entscheidung für Jesus, und sie hat mein Leben radikal verändert. Ich musste einsehen, dass ich nicht das Opfer meiner Eltern war, sondern auch ihnen viel Leid bewusst zugefügt hatte. Dass ich oft falsche Wege eingeschlagen hatte, und dass die Aggression kein Mittel zur Macht ist, sondern nur zu Verbitterung und Jähzorn führt. Jesus hat mich davon schon teilweise befreit, und er hilft mir auch weiterhin dabei. Er hilft, aus einem menschenhassenden Aggressionsbündel einen sich selbst prüfenden, und lieben-wollenden Menschen zu machen. Er hilft mir zu erkennen, dass Stolz unangebracht ist, dass ich nur durch seine Hilfe geheilt, und was noch viel wichtiger ist, nur durch Ihn, Jesus den Herrn, und das, was er getan hat, Errettung vor dem Gericht Gottes finden kann. Er ist der Weg meines Lebens, er zeigt mir, wofür es sich zu Leben lohnt, und er hat meinen Hass auf meine Eltern in Liebe umgewandelt, und meinen Jähzorn in Langmut, und dafür danke ich Jesus Christus, meinem Gott und Herrn!

Kommentare

  1. ali

    Wer denkt, dass er nur glaubt, ohne zu denken, merkt gar nicht, was er alles denkt, während er glaubt. Umgekehrt: Wer glaubt, dass er nur denkt, ohne zu glauben, merkt gar nicht, dass er glaubt, sobald er zu denken anfängt.

    Alles klar?

    Schauen wir uns beide Seiten einzeln an:

    Kein Glaube ohne Denken
    Kann man nicht einfach zum Glauben auffordern? „Du musst nur glauben. Alles andere kommt dann schon.“ Darin steckt sogar ein Körnchen Wahrheit. Glaube wird nicht allein durch Argumente „erzeugt“. Argumente sind hilfreich (das waren sie z. B. für meinen eigenen Weg zum Glauben), aber sie sind niemals ausreichend. Und sie sind auch nicht zwingend, jedenfalls nicht zwingend im Sinne einer strengen Beweisführung. Denn ein Beweis wäre ein Zwang und Glaube ist Vertrauen – Vertrauen lässt sich aber nicht erzwingen.

    Das Denken bleibt dennoch unerlässlich. Denn Vertrauen lässt sich ja auch nicht einfach „anordnen“ („Vertrau mir!“ – „Wem? Warum?“ – „Ist doch egal!! Los, mach schon!“). Sondern Vertrauen kann man nur „gewinnen“ – wenn uns etwas oder jemand als vertrauens-würdig begegnet. Dazu gehört auch das Zutrauen: Das, was mir da erzählt wird, das macht auch vom Kopf her Sinn. Das lässt sich begründen, lässt sich einsichtig machen.

    Das Denken lässt sich sowieso nicht einfach abschalten. Es reicht nicht zu sagen „Glaub einfach“ – weil man z. B. den Gedanken des Zweifels dadurch nicht aus der Welt kriegt. Gedanken lassen sich nicht per Knopfdruck abstellen. (Stell dir vor, ich sage zu dir: „Ich geb’ dir 10.000 Euro, wenn du zehn Minuten lang an keinen rosa Elefanten denkst.“ Und schon – schwupps – ist alles voller rosa Elefanten.)

    Deswegen also: Kein Glauben ohne Denken. Was Gott sich von uns wünscht, ist Vertrauen. Aber nicht blindes, sondern sehendes Vertrauen. Vertrauen, das sagt: Es gibt gute Gründe, um zu glauben. Es ist möglich, zu glauben und dabei den Verstand zu benutzen.

    Kein Denken ohne Glauben
    Manche Leute bestreiten das Gespräch über den Glauben mit dem Satz: „Ich glaube nur, was ich sehe.“ Ich habe dann oft Lust zu antworten: „Aha, und seit es Fernsehen gibt, glaubst du alles …“ Was aber viel wichtiger ist: Der Satz ist selbst eine Glaubensaussage:

    „Ich glaube nur, was ich sehe“ = „Ich habe das Vertrauen, dass meine Augen und mein Gehirn, das die Informationen meiner Augen verarbeitet, mir die Wirklichkeit so zeigen, wie sie ist.“

    Und das ist gar nicht so selbstverständlich. (Ich habe meinen Zivildienst in einem psychiatrischen Krankenhaus gemacht. Ich hatte dort mit Leuten zu tun, die – tragischerweise! – öfters Dinge gesehen haben, die gar nicht da waren.)

    Jede Form von Wissen und Erkenntnis steht auf der Grundlage solcher Glaubensvoraussetzungen. „Die Wissenschaft“ z. B. arbeitet mit der Voraussetzung, dass unser Gehirn, unser Denken und unsere Logik,  zumindest ansatzweise in der Lage sind, die Wirklichkeit zu erschließen. Diese Voraussetzung brauchen wir als Arbeitshypothese. Und weiter: Schon dass ich diesen Text schreibe, ist ein Glaubensakt: Ich gehe davon aus (naja: ich hoffe), dass mit Hilfe von Sprache meine Gedanken so übermittelt werden können, dass du sie einigermaßen verstehst usw.

    Es reicht nicht zu sagen: „Ich halte mich nur an das, was ich beobachten kann.“ Denn schon wie ich beobachte, bestimmt, was für Ergebnisse ich bekomme. Es macht einen Unterschied, ob ich einen Ameisenhügel mit einem Fernglas, mit dem bloßen Auge oder mit einer Lupe anschaue – oder ob ich mit den gleichen Mitteln den Mount Everest erforsche.

    Wenn Christen nun auch von Glaubensvoraussetzungen ausgehen (z. B.: „Gott beeinflusst mein Leben“ – „Jesus ist bei mir“) – sind sie also keineswegs „naiver“ oder „leichtgläubiger“ als andere Menschen. Wichtig ist nur, dass sie offen bleiben für kritische Rückfragen („Woran merkst du das denn?“ – „Was wissen wir denn überhaupt über Jesus?“ usw.). Denn wenn unser Glaube wahr ist – und davon bin ich überzeugt – dann kann er jede Anfrage aushalten. Glaube und Denken gehören zusammen. Wer hätte das gedacht …

    Matthias Clausen
    smd

  2. Timeee

    Gott, eine Definitionsfrage?

    Jeder Mensch braucht in seinem Leben Halt. Den kann man auf ganz unterschiedliche Art und Weise erlangen.
    Über Musik z.B. andere gehen in die Kirche, wieder andere führen klärende Gespräche etc. pp.
    Was du schilderst ist ein völlig normaler Denkprozess. Du hast dir Gedanken gemacht über deine Vergangenheit, die nicht rosig war. Anschließend kommst du auf den vernünftigen Trichter etwas in deinem Leben zu ändern.
    Aber was hat das mit Gott zu tun? Du hast dir über dein Leben Gedanken gemacht, die Für- und wieder abgewägt und bist zu einem Schluss gekommen.
    Das ist rein vernünftiges Denken und hängt mit dem Selbsterhaltungstrieb zusammen. Ich denke, würde man diese Eigenschaften und Geschehnisse Gott zuschreiben, dann sind alle vernünftig Denkenden Menschen gläubig. Sie glauben vielleicht nur nicht an Gott, sondern an sich selbst. Sie reden nicht mit Gott, sondern mit ihrem Gewissen.

  3. fabi

    warum stellst Du Fragen, auf die Du bereits Deine eigene Antwort hast und ohnehin nicht bereit bist, zu reflektieren?
    Sagtest Du nicht, Du bist nicht bereit, Deine Meinung zu hinterfragen?
    Deine Wahl. Dann werde ich Dir auch keine Antworten geben können.
    lg fabi

  4. Orf

    Öhhh… Ja ^^

    Ich könnte jetzt eine ellenlose Diskussion über Gott beginnen. Aber das lasse ich. Du wirst deine Meinung nicht ändern, ich auch nicht. Und letztendlich muss ich zu meiner Schande gestehen, dass es mich nervt, wenn jemand immer wieder den selben Kommentar(“Gott wird dich finden” in verschiedensten Variationen…) schreibt.
    Nunja, ich selbst bin… “Gothic”! Ich stehe auf Dunkelheit, mag die Nacht, empfinde Gräber als romantischen Ort der Stille und es erfüllt mich mit Frieden, eine schwarze Katze streicheln zu können. Ich finde schwarz schön und ich toliere, wenn man weiß schön findet. Jedem das seine.
    Mir jedenfalls hilft diese Musik. Ich habe allgemein kein schweres Leben, aber jeder hat mal schlechte Tage und wenn ich einen habe, dann höre ich dunkelste Musik und spaziere unter einem sternenklaren Himmelszelt entlang. Nun frage ich mich: Wenn dieser Weg, welcher laut deienr Ansicht theoretisch von Gott geschaffen sein sollte, mich persönlich mit Frieden und Freude erfüllt, wieso sollte ich ihn dann nicht einschlagen?
    Alles ist doch wohl von Gott geschaffen! Der Tod, das Leben,  Tag, Nacht, hell und dunkel. Wieso sollte irgendwas davon dann schlecht sein? Was spricht gegen schwarz, wenn diese Farbe Gottgeschaffen ist? Wo in der Bibel steht, dass schwarz eine schlechte Farbe ist? Wo steht, dass Gott Helligkeit mehr mag als Dunkelheit? Ich verstehe deien Argumentationsweise nicht. Mich macht schwärze glücklich, was ist also daran schlechtes?

  5. udo

    Hallo,

    Ich fürchte was die Liebe Gottes angeht, hast Du einiges leider falsch verstanden. Oder sollte ich sagen, Du hast Gott nicht verstanden? Ich kenne diese Gedanken zu Gott, die Du äusserst, denn es waren auch meine, bevor ich Gott kennenlernte.
    Gott kennenlernen heisst natürlich, Gott zu suchen. Gott suchen und von vorneherein seine Existenz für die EIGENE Wahrnehmung auszuschliessen geht schlecht.
    Und darin akzeptiert Dich Gott wie Du bist, er dringt nicht mit Feuerwerkszauber, Blitzschlägen inneren Emotionsschocks oder ähnlichem in dein Leben.
    Gott wartet. Auf Dich, auf jeden Menschen.
    Und es war schön, als Gott mir sagte “Auch auf DICH habe ich gewartet, denn ich liebe Dich”.
    Und das will Dir Gott auch sagen.
    Gott ist für Dich solange nicht real, solange Du Gott bewusst ausschliesst.
    Wenn man Gott kennengelernt hat, dann erkennt man das Problem der Sünde. Gott akzeptiert mich wie ich bin, aber er kann nicht einfach hinnehmen, was ich tue.
    Und Du kennst das sicherlich auch aus persönlichen Beziehungen, wenn einem etwas an der Beziehung zu einer anderen Person liegt, so geht man aufeinander zu, man verändert sein Verhalten automatisch gegenüber der Situation, in der man allein ist.
    Viele nennen letzteren Zustand “Freiheit”, ich nenne ihn Einsamkeit.
    Gott macht aus Dir keine Marionette, das war nie Gottes Wille. Im Gegenteil, Gott will uns als mündige Bürger, deshalb ist es auch an uns Gott zu suchen, Gott hat schon alles getan.

    Die Frage wer Gott geschaffen hat, erübrigt sich, wenn man das Wort Gottes liest: 15 Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. 16 Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. (Kolosser 1;15 & 16).
    Gott hat alles geschaffen, er steht ÜBER der Schöpfung, oder etwas moderner ausgedrückt: Gott steht in der Existenz über dem Universum, da er es geschaffen hat.
    Gott ist ewig. Einen Zeitbegriff, an den wir gefesselt sind, gibt es für Gott als existenzbeschränkenden Faktor nicht.
    Weder das Universum noch “die Natur” noch die Energie haben sich erschaffen, Gott ist es.

    Gott ist für jeden da, und Gott will uns etwas schenken: Ewiges Leben.
    Der Mensch ist durch die Sünde von Gott getrennt, ER hat hier den Ausweg geschaffen, Gott wurde Mensch, Jesus starb für DAS Verbrechen, an dem die Menschheit schuldig ist: Sünde. Und er war der EINZIGE ohne Sünde.
    Jesus liess sein Leben, für Dich, für mich für uns alle, die wir ohne Gott waren oder sind.
    Denke einmal in Ruhe darüber nach, lies in seinem Wort, frage ihn, was Du vielleicht so nicht verstehst, aber verstehen willst.
    Und wenn Du das tust, dann wirst Du erleben, daß Gott gefallen zu wollen, das Geringste ist, was wir Gott an Dank für seine Gnade und Liebe bringen können…

    Grüße
    Udo

  6. scherbchen

    .

    “Gott liebt Dich, wie Du bist. Aber er lässt Dich nicht, wie Du bist!!”

    auch wenn der eintrag schon etwas älter ist will ich etwas dazu sagen. dieser spruch, was ist daran schön? Auf mich wirkt er wie ein gegensatz in sich. wenn gott mich liebt wie ich bin, warum verändert er mich trotzdessem? ich will sein wie ich es möchte, und nicht wie gott gedenkt mich haben zu wollen. eigene entscheidungen schliessen sich quasi aus. da gott es nicht zulässt das ich ich bin. denn schliesslich steht dort ja “er lässt dich nicht, wie du bist.” aber ich bin gerne so.

    ich zähle mich nicht zu gläubigen irgendeiner richtung, bewege mich aber bevorzugt in gothickreisen. dort kann ich so sein wie ich nun mal bin. und nicht so wie gott es will. denn gott liebt mich ja nur, wenn ich so bin wie er mich irgendwann geformt hat.

    und eine frage die ich immer stelle aber mir bisher nie beantwortet wurde. wenn hott uns geschaffen hat, wer hat gott geschaffen? Hat es plop gemacht und er existierte? Oder hat er sich selbst erschaffen= was nun einfach nicht möglich ist. oder sollte es einn gott über gott geben? der schöpfer gottes eben? aber dann müsste diesen ja auch wieder jemand geschaffen haben. nein, ich gehe zur vernunft und dem was das denken und zeit ersichtlich macht. evolution. darin gibt es keinen gott. ausser man betrachtet die natur und sämtliche elemente als eine gottheit – was das einzig vertretbare für mich wäre als gottbezeichnung. weil sie es ist die uns erschaffen hat.

    und es ist beruhigend das nicht alle christen so engstirnig denken. meine großeltern waren christen und haben mich aktzeptiert so wie ich bin – anders eben. der pfarrer einer kirche aktzeptierte mich jahrelang so wie ich bin und lies mich in seiner kirche aufhalten ohne das ich irgendeine gottheit anbetete 😉

  7. fabi

    Kennen wir!  
    habe auch einen schönen Spruch für Dich.

    Gott liebt Dich, wie Du bist. Aber er lässt Dich nicht, wie Du bist!!
    Schonmal gehört?
    Wär doch tragisch, wenn wir uns nicht in Sein Ebenbild verwandlen würden!
    Weisst Du, was das Ziel unseres Lebens ist?
    Wir sollen einen Unterschied hier auf Erden darstellen. Und das nicht mittels ‘anderer Kleidung’.
    Wir sind berufen, als Lichter in der Dunkelheit zu scheinen!
    Ganz in schwarz?! Ich denke nicht!
    Wir haben eine Verantwortung für das, was wir nach aussen repräsentieren! Das ist Gott mitnichten egal!
    fabi

  8. erbse

    gothic – und – christ

    und ob das geht… einfach mal zum lesen

    http://www...

    dort bewegen sich über 300 menschen die mehr oder minder eine vereinbarung dessen gefunden haben

    ich selbst lebe auch schwarzromantik aus und diene trotzdem Gott… denn Gott liebt mich so wie ich bin und ich bin glücklich damit

    seid auf händen getragen und von engeln beschützt

    die kleine gruftierbse

    (AdVitamAeternam)

  9. udo

    Hallo,

    Also gleich vorneweg, ich bin nicht mehr in der “Szene” unterwegs, ich weiß, daß es Menschen gibt, die sagen, sie seien Christen, und sind in der Szene unterwegs.
    Bei mir mag es daran liegen, daß mich in erster Linie die Musik, und nicht die Szene als solche fasziniert hat, und ich mit der Szene eigentlich nur in Berührung kam, wenn ich halt zum tanzen weggehen wollte.
    Natürlich hat mich auch mein damaliges Lebensgefühl mit der Musik verbunden.
    Für mich persönlich halte ich es nicht vereinbar, Gothic und Christsein zu vereinbaren, bei anderen will ich kein Urteil fällen, wenn sie Christen sind, werden sie ihre Einstellung an der Wahrheit Gottes messen, und wissen, was angesagt ist, und was nicht, das ist nicht meine Aufgabe,
    aber nun zu den Gründen, warum es für mich nicht vereinbar ist:

    Zum einen gibt es für mich keine “Notwendigkeit”, da das Lebensgefühl sich bei mir doch von Finsternis weg entwickelt hat, Gott hat mir ein neues Leben geschenkt, in dem sicherlich auch nicht alles glatt läuft, und in dem es auch traurige Momente gibt, dennoch ist es nicht mehr von der unbestimmten Sehnsucht nach mehr, oder von Leere getrieben.

    Was jedoch der ausschlaggebenste Punkt ist, ist, daß ich die Musik nicht mit meinem Glauben vereinbaren kann und will, das mag krass klingen, aber ich erkläre gleich, warum.

    Bei Songs wie “Das Ich – Gottes Tod” erübrigt sich jeder Kommentar, als neugeborener Christ weiß ich, daß das an der Realität vorbeigeht. Bei den Songs von Wumpscut, Ooomph usw. muß man auch kein Genie sein, um zu erkennen, daß sie menschenverachtend (z.B. vom Wumpscut “Beischlaf mit 60 kg. Hackfleisch”, “Ich will Dich”, o. Ooomph “Das weiße Licht”) sind.

    Auch das steht für mich im Gegensatz zur Aussage Gottes aus Joh. 3 V 16 “Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.” < - Das heißt Menschen zu retten war es Gott wert, seinen Sohn zu senden, daß er UNSERE Sünden bezahle, und wir Gemeinschaft mit ihm haben können, und Jesus selbst hat alles erduldet, nicht weil er schwach gewesen wäre, sondern, weil er die Menschen so sehr geliebt hat, daß er alles ertragen hat. Da fällt es mir schwer, solche Musik zu hören. Und das ist auch der Punkt, weshalb ich also nicht mehr "aktiv" bin, ich mag nicht ändern können, daß es diese Musik gibt, und sich viele Menschen ausgestossen und wertlos fühlen, aber ich kann mich selbst davon distanzieren, und das tue ich, weil ich es will, und nicht weil es ein Gesetz ist, welches mich knechtet... Was die von Dir erwähnte Toleranz angeht, so misst sie sich nur an der eigenen. Was heißt das? Solange ich so tolerant bin, daß ich alles mitmache, und unauffällig mitschwimme, gibt es kein Problem. Sobald ich jedoch hier auf soulsaver.de einen Lebensbericht reinstelle, der meinen Wandel ausdrückt, gibt es auch ein Echo, das von sehr wenig Toleranz zeugt. Ich würde die "Szene" als solche nicht tolerant nennen wollen, weil es viele gibt, die sie für sich beanspruchen, aber nicht leben wollen. Es gibt wie überall Menschen, die tolerant sind, und welche die es nicht sind. Das ist meine Erfahrung. Gott hat mir die Augen geöffnet, und ich wünsche mir für Dich, daß er auch Dir dieses Geschenk machen darf, die Entscheidung liegt letztendlich bei mir. Grüße und Gottes Segen Udo udo@soulsaver.de

  10. stalker

    Goth and beyond

    Hi!

    Bin durch Zufall hier mal reingestolpert und habe dabei diesen Lebensbericht gefunden… und eine Frage stellt sich mir jetzt nach dessen Lektüre:
    Bist Du jetzt immernoch in der schwarzen ‘Szene’ unterwegs oder siehst Du es als einen absoluten Wiederspruch zu Deinem momentanen Glauben?
    Falls letzteres der Fall sein sollte – wodurch glaubst Du sind diese beiden Dinge miteinander unvereinbar? Von der Überschrift her und der erwähnung der Szene im Text ist nur angedeutet das die schwrze Lebnseinstellung von Dir mittlerweile als negativ gedeutet wird, aber es ist eigentlich nicht ersichtlich wie Du heute dazu stehst.
    Zugegeben, ich kenn auch nicht viele Christen (jedenfalls solche die es mehr als auf dem Papier sind) die sich selbst Goth nennen würden – aber von denen fand bisher keiner einen Wiederspruch darin beides sein zu können, immerhin sind die Grufts ja erstaunlich tolerant was Glaubensfragen angeht (und das beinhaltet ergo auch das Christentum).

    Tja, das wars dann auch schon, über Antwort würd ich mich freuen.

    PS (und offtopic dazu): Im Pulverturm verpasst Du im Moment eh nichts mehr, ist ziemlich öde gweorden im letzten Jahr. Nur noch Poser da…. *kopfschüttel*

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