Das große Lesen

Jedes Jahr werden Millionen von Büchern gedruckt. Experten meinen, der Buchmarkt boome so stark wie noch nie, während zur gleichen Zeit immer weniger Bücher gelesen werden. Wie dem auch sei, einen Großteil kann man sicherlich getrost der Kategorie „Bücher, die die Welt nicht braucht“ zuordnen. Es gibt jedoch Klassiker, die bleiben über Jahrhunderte hinweg beliebt.


In einer bundesweiten Umfrage vom ZDF wurden nun die beliebtesten Bücher der Deutschen ermittelt. Auch hierbei konnten die Klassiker wieder punkten. Auf Platz eins gelangte J.R.R. Tolkiens Meisterwerk „Herr der Ringe“. Gleich danach kam die Bibel, das Buch der Bücher. Erst weiter hinten fanden sich andere literarische Größen wie Thomas Mann, Theodor Fontane oder Johann Wolfgang von Goethe.


Die Bibel bleibt der Klassiker schlechthin, sie hat auch Tolkien wesentlich beeinflusst. Kein Buch wurde weltweit öfter gelesen.


Das sollte keine Überraschung sein, denn sie ist das Wort Gottes. In unserer Zeit hört man immer öfter unqualifizierte Beiträge von Leuten, die das Geschwätz halbintellektueller „Experten“ nachplappern ohne jemals zum Original gegriffen zu haben.


Lies doch selber mal wieder in der Bibel, aber Vorsicht, denn: „… das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidiges Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“ (Hebräer 4,12)

Kommentare

  1. ali

    nächstes jahr zeigt ein anderer christ, was er drauf hat. narnia wir verfilmt.
    ali
          

    John Ronald Reuel Tolkien
      
    „Während er spricht, ist er unablässig in Bewegung; er geht in dem dunklen kleinen Zimmer mit einer Energie hin und her, die Rastlosigkeit verrät. Er schwenkt die Pfeife in der Luft, klopft sie im Aschenbecher aus, stopft sie, reißt ein Zündholz an, raucht aber kaum je mehr als ein paar Züge. Er hat kleine, zierliche und faltige Hände, mit einem glatten Ehering auf dem Mittelfinger der Linken. Seine Kleidung ist ein bißchen verknautscht, doch gutsitzend, und obwohl er im siebenundsechzigsten Jahr steht, sieht man nur eine Andeutung von Schwere unter den Knöpfen seiner farbigen Weste. Ich kann meine Aufmerksamkeit nicht lange von seinen Augen abwenden, die bald im Zimmer umherwandern, bald aus dem Fenster schauen, dann und wann aber auch mich streifen.“ So beschreibt sein Biograph Humphrey Carpenter eine Begegnung mit John Ronald Reuel Tolkien.

    Und so können wir uns auch die langen Gespräche im Magdalen-Collgege von Oxford vorstellen. Tolkien geht auf und ab und redet auf seinen Freund C.S. Lewis ein, um ihn vom Glauben an Jesus Christus zu überzeugen. Dichter Tabaksqualm hängt im Zimmer, während Tolkien Lewis immer mehr in die Enge treibt, um ihn aus seinem Glauben an die nordische Mythologie zum Christentum zu führen.

      
    Clive Staples Lewis

    Am Ende ist er erfolgreich. Lewis sagte: „Im Trinitatis 1929 räumte ich das Feld und gab zu, dass Gott Gott war und kniete nieder und betete…“.
    Es ist keine kühne These, zu behaupten: Ohne den konservativen Katholiken „Ronald“ Tolkien hätte es keinen protestantischen „Apostel der Skeptiker“ mit dem Namen Clive Staples Lewis gegeben. Zeit seines Lebens steht Tolkien zu seinen Glaubensprinzipien. Und seine jugendlichen Fans aus Amerika sind erstaunt, dass der große Schriftsteller am Sonntagvormittag nicht zu Hause anzutreffen ist, sondern in der Kirche.

    J.R.R. Tolkien wurde am 3. Januar 1892 in Bloemfontein, Südafrika, geboren. 1895 kommt er nach England. Er studierte ab 1911 in Oxford englische Sprache und Literatur. 1924 wird er Professor für englische Sprache. C.S. Lewis begegnet er zum ersten Mal 1925. Obwohl beide Gelehrten völlig unterschiedlich sind, werden sie Freunde fürs Leben.

      
    Das Magdalen-College in Oxford
      
    Das Herbstsemester 1933 ist der Auftakt für regelmäßige Treffen eines besonderen literarischen Freundeskreises um Tolkien und Lewis. Für die nächsten 16 Jahre bis 1949 treffen sie sich weiterhin in Jacks Raum am Magdalen College am Freitagabend und kurz vor Mittag montags oder freitags in einem Hinterzimmer des „The Eagle and Child“, einem Pub, den Einheimischen als „The Bird and Baby“ bekannt. Mitglieder waren Warnie Lewis, Hugo Dyson, Charles Williams, Dr. Robert Havard, Owen Barfield, Weville Coghill und andere. In diesem Kreis liest Tolkien aus dem Entwurf des „Herrn der Ringe“ vor. Hier entsteht die neue literarische Gattung „Fantasy“.

    In Tolkiens Büchern steht nichts Autobiographisches. Doch jeder Leser des „Herrn der Ringe“ oder des „Silmarillion“ ahnt wohl, dass dieser Autor den Geschöpfen seiner Phantasie tiefer verpflichtet ist als ein Erzähler, der nach Belieben über seinen Stoff verfügen kann. Mittelerde ist etwas mehr als bloß gut erfunden. Am 2. September 1973 starb J.R.R. Tolkien im südenglischen Bournemouth.

        

      

      

      

  2. Pegasus

    Der Herr der Ringe als Sieger!!!

    „Der Herr der Ringe“ auf Platz 1!!! Das Ergebnis macht mich sehr glücklich, obwohl die Filme daran wahrscheinlich einen großen Anteil hatten. Ich bin ein großer Verehrer von Tolkiens Mythologie, und ich weiß übrigens sehr gut, dass sie stark vom christlichen Glauben des Autors geprägt ist. Macht mir aber nichts aus, schließlich kann ich mich mit vielen Dingen im Christentum anfreunden, wenn auch nicht mit allen.

Kommentar verfassen