Marilyn Monroe – Sex-Göttin auf der Jagd nach Liebe

Am 1.Juni 1926 wurde Marilyn Monroe geboren. Sie war sicherlich der Prototyp aller nachfolgenden weiblichen Filmstars. Mit blondierten Haaren und Schmollmund zeigte sie auf der Leinwand wie man sich Männer angelt. Alle Frauen, die heute Stars werden, ob Madonna oder Beyonce, müssen sich an der Sex-Göttin messen lassen. Dennoch waren Unzufriedenheit und die Suche nach Geborgenheit Mariyn Monroes ständige Begleiter, auch wenn nach außen hin Ruhm und Erfolg das Bild bestimmten.


Der Münchner Merkur schrieb: „Marilyn Monroes Leben bestand aus Widersprüchen: Sie war das Sexidol, das selbst kein Glück in der Liebe hatte; sie war die erfolgreiche Schauspielerin, die jedes Mal, wenn sie vor der Kamera stand, in Panik geriet; sie wurde zum beliebtesten Filmstar der Welt gekürt und hatte selbst stets das Gefühl, wertlos und ungeliebt zu sein.“ Es fing schon an, als sie auf die Welt kam. Sie wurde als uneheliches Kind und musste außerdem mit ansehen, wie ihre Mutter in die Nervenheilanstalt eingeliefert wurde. Auf ihrer Jagd nach Geborgenheit ging sie mit 16 Jahren eine Ehe mit dem Fabrikarbeiter Jim Dougherty ein. Als diese Beziehung schon nach wenigen Jahren zerbrach, versuchte sie ihr Glück in den Filmstudios von Hollywood. Was danach geschah wurde von Elton John im anlässlich ihres Todes geschriebenen Lied auf den Punkt gebracht: „You Lived Your Life Like A Candle In The Wind“ (Du hast gelebt wie eine Kerze im Wind). Ihre Persönlichkeit passte sich den Rollen, die sie spielte an. Sie verkam zur naiven Blondine und untreuen Ehefrau. Obwohl sie stets versuchte sich gegen dieses Bild zu wehren, gelang es ihr nie wirklich. Ihre mangelhafte Bildung und der Versuch dieses Image loszuwerden, fungierten für Hollywood und die Presse als Lachnummer. Privat war sie genauso in ihrer Rolle gefangen. Unter Männern wurde sie ausgenutzt und durchgereicht. Nachgesagt werden unter Anderem Affären zu John F. Kennedy und dessen Bruder Robert. Alkohol, Drogen und Medikamente schienen Halt zu geben und entwickelten sich zum Problem. Auch die Ehen zu Baseballstar Joe Di Maggio und Dramatiker Arthur Miller konnten ihre Suche nach Liebe nicht zufriedenstellend beenden. Unvergessen bleibt ihr Auftritt im New Yorker Madison Square Garden 1962, wenige Monate vor ihrem Tod. Völlig betrunken sang sie für John F. Kennedy „Happy Birthday, Mr. President“. Nahc ihrem Tod wurde sie zum Mythos. Das hauchdünne perlenbestickte Kleid, das sie an diesem Abend trug, wurde 1999 für 2,3 Millionen Mark versteigert. Mehr als 200 Autoren versuchten ihre Biographie zu schreiben. Über die letzte Phase ihres Leben ist viel spekuliert worden. Manche vermuteten gar einen Mord, dessen Fakten die Polizei vertuschen würde. Jedenfalls wurde Marilyn Monroe am Morgen des 5. August 1962 tot on ihrem haus aufgefunden. Angeblich hatte sie 50 Schlaftabletten geschluckt.


Ihr Leben als Sex-Göttin hat ihr letzten Endes doch kein Glück und keine Geborgenheit gebracht. Marilyn Monroe hatte Ruhm, Geld und Sex in Hülle und Fülle, dennoch starb sie auf der Jagd nach immer mehr Befriedigung. An sich sind diese Dinge ja nicht schlecht, es sind Teilbereiche des Lebens, die uns Freude bereiten, sie können jedoch niemals das eigentliche Ziel des Lebens sein. Dennoch halten es Viele genau so wie Marilyn Monroe. Kein Wunder, dass in unserer Gesellschaft immer mehr Leute auch genau so enden: Ungeliebt und unzufrieden. Sie verwerfen Gott, wollen selbst Götter sein und werden auf der Suche nach Befriedigung zu Tieren.


Literatur:


Münchner Merkur Nr. 123 Dienstag, 30. Mai 2006, S. MM3

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