Kam Gott aus Ägypten?


Alle Jahre wieder, wenn es weihnachtet, veröffentlicht der Spiegel einen Artikel, der die historische Glaubwürdigkeit der christlichen Botschaft zunichte machen soll. Dieses mal beschäftigt er sich mit dem Monotheismus und seiner Entstehung. Vor 3000 Jahren und genauso auch heute ist der Glaube an nur einen Gott etwas besonderes. Während die meisten Kulturen und religiösen Systeme eine Vielzahl von Göttern und Gottheiten zulassen, wird im monotheistischen Glauben nur ein Gott verehrt und alle anderen ausgeschlossen. In letzter Zeit ist immer wieder die Frage gestellt worden, ob der Monotheismus nicht verantwortlich sei für die Intoleranz in der Welt, wie wir sie in religiös motivierten Konflikten zu Gesicht bekommen. Die Frage nach dem Ursprung des Monotheismus ist also brennend aktuell.


 Der Spiegel behauptet, Ägyptologen und Religionswissenschaftler vermuteten jetzt, der jüdisch-christliche Gott hätte seinen Ursptung in Ägypten gehabt und sei dann von Mose beim Auszug aus Ägypten nach Kanaan gebracht worden. Der Pharao Echnaton (1353-1336) habe diesen Glauben eingeführt. Was beim Spiegel untergeht ist, dass dies zwar Thesen sind, die von einigen Wissenschaftlern vertreten werden, wie z.B. von dem Ägyptologen Jan Assman, dass es jedoch auch eine ganze Reihe von Fachleuten gibt, die so etwas ablehnen. Viele gehen heute z.B. davon aus, dass die Religion Echnatons kein Monotheismus, sondern ein Henotheismus war, d.h. der Glaube an einen Gott verbunden mit der Toleranz anderer Gottheiten.


Ohne Frage gibt es im Alten Testament kein Ereignis, auf das so viel Bezug genommen wird wie der Auszug der alten Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten, die dann einen Bund mit ihrem Befreier YHWH schließen und dann eine lange, anstrengende Reise in das Land Kanaan unternehmen. Der biblische Bericht erzählt von der Verehrung dieses Gottes schon zu früherer Zeit durch die Patriarchen in der Levante. Es gibt von den Quellen her keinen Grund dafür, dies zu leugnen. Mose selbst nennt ihn, den Gott der Väter:


“Dann sprach er: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Gesicht, denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.” (2.Mose 3,6, außerdem 2,24;3,15-16;6,3)


Das erste Buch Mose erstattet Bericht über drei aufeinanderfolgenden Generationen, deren letzter Nachkomme Jakob auch Israel genannt wurde. Er wanderte nach Ägypten aus um einer Hungersnot zu entkommen. Mose war einer der Nachkommen aus diesem Clan. An Weihnachten erinnert man sich in der westlichen Welt an die Menschwerdung dieses einen Gottes in Jesus. Viele haben dessen Geburt in einer Krippe in das Reich der Fantasien verbannt. Er steht oft auf einer Stufe mit dem Weihnachtsmann, den Rentieren und dem Osterhasen. Doch wie kann ein Mythos das römische Imperium auf den Koppf stellen (so geschehen in den ersten drei Jahrhunderten). Die Behauptungen die Bibel enthalte zum größten Teil nur nette Sagen und durch die Wissenschaft größtenteils widerlegt, sind schlicht und einfach nicht wahr. Denk darüber nach! In der Krippe lag der Schöpfer der Welt. Der eine Gott, der mit jedem Menschen eine Beziehung eingehen möchte.

Kommentare

  1. ali

    buchtip:
    Alexander Schick
    “Irrt die Bibel? Auf der Suche nach König David und Salomo – Mythos oder Wahrheit?”
    ISBN 3-935707-19-3, 122 Seiten, Jota Publikationen 2004, 100 Fotos und Rekonstruktionszeichnungen, 6 Farbtafeln; Euro 9,95
      
    Irrt der SPIEGEL in seinen Berichten oder irrt die Bibel? Schick zeigt im “Streitfall” König David und Salomo auf, wie der SPIEGEL und andere Medien die Archäologie benutzen, um die Bibel angeblich der Fälschung zu bezichtigen. In leicht verständlicher Art und mit Interviews der weltweit führendsten Archäologen tritt Schick den Gegenbeweis an: Der SPIEGEL irrt! Die Bibel ist hervorragend überliefert.
    Wenig bekannte Funde und viele Fotos nehmen den Leser mit zu einem spannenden “Archäologiekrimi”. Ein Buch, das auch jeder Gemeindeverantwortliche gelesen haben sollte!

    Bestellmöglichkeit: http://www.soulbooks.de

  2. Hardy

    Immerhin

    Zitat:”Der Spiegel behauptet, Ägyptologen und Religionswissenschaftler vermuteten jetzt, der jüdisch-christliche Gott hätte seinen Ursptung in Ägypten gehabt und sei dann von Mose beim Auszug aus Ägypten nach Kanaan gebracht worden.”
    Immerhin behaupten sie nicht mehr, dass der Auszug aus Ägypten gar nicht stattgefunden hat. Zumindest etwas dazugelernt.
    Insgesamt fand ich in diesem Jahr, dass die Verleumdungen des Wortes Gottes, an Weihnachten nicht so massiv waren, wie in den letzten Jahren. Besonders das Fernsehen hat sich zurückgehalten, ich hab “nur” von einer 4-tlg. Serie in arte gelesen.
    Dafür hat das Fernsehen aber auch übers ganze Jahr gesehen mehr als genug Quatsch über die Bibel verbreitet. Dieses Jahr war die öffentliche Diffamierung der Christen sehr stark. Aber wir wissen ja, dass es noch schlimmer kommen wird.
    Der HERR steht uns bei.

  3. ali

    die bibel erfüllt sich im spiegel. der grüder dieses blattes
    war in seinem leben ein verbitterter säufer. kein wunder.
    ali

    Daß am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Begierden wandeln und sagen : Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft ? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie e svon Anfang der Schöpfung an gewesen ist ! ( 2. Petr. 3,3)

  4. millhouse

    die Klarstellung….

    …war mal wieder von Nöten. Vielen Dank.
    Leider glaubt man der Spiegelpropaganda hierzulande nur zu gerne. Wenn dadurch nicht so viel Schmarn verbreitet würde, könnte ich sagen: “Der Blödsinn langweilt mich nur.” Da aber sehr viele den Spiegel lesen, ist es gut, wenn sich jemand der Klarstellung annimmt.

    Vielen Dank für euren Artikel. Gottes Segen euch und ein frohes neues Jahr.

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