Jugend braucht … Jesus!

Mit krassen Methoden wirbt die Jugendabteilung von ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V.) für mehr Ausbildungsplätze: In einem TV-Werbeclip sind Jugendliche zu sehen, die sich erhängen, die Pulsadern aufschneiden oder sich die Kugel geben. Die heftigen Bilder sollen die Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher zum Ausdruck bringen und zur Bereitstellung von Ausbildungsplätzen aufrufen, von denen im Oktober 2003 über 150.000 fehlen.

Zu krass, finden das manche. So schlimm ist es doch auch nicht. Es begeht doch nicht gleich jeder Selbstmord, nur weil er keinen Ausbildungsplatz bekommt. Stimmt! Das ist vielleicht der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Obwohl vorrangig die Schaffung von Ausbildungsplätzen im Blickfeld ist, haben die ver.di-Leute eine wahrhaft beängstigende Situation in unserem Land ins Bewusstsein gerückt: die hohe Selbstmordrate unter Jugendlichen. In dieser Alterskategorie ist der Suizid nämlich die zweithäufigste Todesursache, durch Selbstmord sterben fast so viele Jugendliche wie im Straßenverkehr.

Das Problem der jungen Menschen hierzulande ist dabei weniger materielle Bedrängnis, sondern vielmehr eine tiefe Sinnkrise und ein schreckliches Gefühl der Verlorenheit und Hilflosigkeit. Während allerorts die Menschen wie im Fieberwahn um die goldenen Kälber des Materialismus („Geiz ist geil“) und Hedonismus tanzen, entgeht den Verantwortlichen unserer Gesellschaft, dass die Jugendlichen zwar Taschen voller Geld, aber leere Herzen haben. Als Konsumenten von Viva und MTV sind sie ja gut genug, oder als Werbeträger für Sportartikelfirmen; aber wer gibt den Heranwachsenden Sinn, echte Vorbilder, eine richtige Zukunft, Nahrung für ihre Seelen?

An diesen Dingen mangelt es noch viel stärker als an Ausbildungsplätzen, und so kommt es, dass viele in der psychisch ohnehin labilen Phase der Pubertät bei der Frage nach dem Sinn ihres Daseins keine Antwort finden, und mit diesem Zustand nicht leben können. Wenn dann auch noch das, woran man seine Hoffnung hängt, sei es eine Beziehung oder eben eine Ausbildung, zusammenbricht, bricht alles zusammen und dann können schon mal die Sicherungen durchbrennen. Wie schreckliche Dinge müssen in einem jungen Herzen vor sich gehen, dass es sich entscheidet, lieber in diese große Finsternis des Todes hineinzugehen als weiterzuleben!

Der große Evangelist Johannes, der die Christen besonders als Familie Gottes sah, schreibt in seinem dritten Brief an Gajus: „Geliebter, ich wünsche, dass es dir in allem wohlgeht und du gesund bist, wie es deiner Seele wohlgeht.“ (3. Johannes 2) Das ist der Wunsch, den Gott für uns hat: dass es zuallererst unserer Seele, dem Kernstück unseres Menschseins, gut geht. In Seiner Liebe will Er uns all dies schenken, was die Welt nicht geben kann. Sein Wort ist die rechte Speise für unsere Seele!

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