Jugend – wohin? Eine hoffnungslose Generation?

… viele sind von zuhause abgehauen. Die einen sitzen im Aufenthaltsraum, rauchen und spielen Schach, die anderen hören etwas lauter Musik und tanzen dabei. Manche haben noch weiche, fast kindliche Gesichtszüge. Beim Versuch, tiefer mit ihnen ins Gespräch zu kommen, fallen ihre Antworten mager aus: „Keine Ahnung.“ – „Weiß nicht.“ – „Noch nicht drüber nachgedacht.“

Matrix 3 – War das alles, Neo?

„Hast du es gewusst?“ fragt der Buttler des Orakels, worauf das Orakel nur sagt: „Nein, ich habe nur daran geglaubt.“ Das ist also alles? Das war’s? Nur daran glauben! Die Menschen in Zion dürfen weiterleben, der Krieg ist Vertagt, eine neue Matrix wird aufgesetzt und alles beginnt von vorne.

Jugend braucht … Jesus!

In einem ver.di TV-Werbeclip sind Jugendliche zu sehen, die sich erhängen, die Pulsadern aufschneiden oder sich die Kugel geben. Die heftigen Bilder sollen die Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher zum Ausdruck bringen und zur Bereitstellung von Ausbildungsplätzen aufrufen, von denen im Oktober 2003 über 150.000 fehlen. Wer gibt den Heranwachsenden Sinn, echte Vorbilder, eine richtige Zukunft, Nahrung für ihre Seelen?

Herz, Schmerz und Sehnsüchte

Neulich gab es in der Zeitschrift Focus die Liste der „besten Songs aller Zeiten“. Über 100 Titel wurden nach den Verkaufszahlen der letzten 50 Jahre aufgelistet – also die „Hitliste der Hitlisten“. Hochinteressant ist das Spektrum der Inhalte unserer „Greatest Hits“: Sehnsucht, Lust, Frust, Ärger, Verzweiflung und auch Protest kommen zum Ausdruck. Das sind die Botschaften die aus der jungen Generation entspringen und wieder in ihre Herzen hineinschwappen – ein Kreislauf der Hoffnungslosigkeit. Es bleibt bei der unerfüllten Sehnsucht. Diese scheint ein endloser Fundus für Musikpoeten.

Heroin (Teil 2) – Befreiung statt Freigabe

Viele der folgenden Aussagen werden als Argumentation für eine Legalisierung herangezogen, akzeptiert und für wahr befunden: 1. Reines Heroin ist unschädlich 2. Haschisch ist ungefährlich 3. Jeder hat die persönliche Freiheit, Rauschgift zu nehmen, damit schadet er niemandem 4. Das Verbot und nicht die Droge führt zur Verelendung 5. Durch Fixerräume, Notschlafstellen, Suppenküche, usw. kann den Junkies geholfen werden 6. Ein kontrollierter Umgang bewirkt, dass die Süchtigen nach einer zeitlich begrenzten Suchtphase von alleine wieder aufhören 7. Andere Länder haben doch auch Erfolg mit liberaler Drogenpolitik 8. Bei einer Legalisierung geht die Kriminalität zurück 9. Die Drogenmafia kann mit einer Legalisierung ausgeschaltet werden

Lazar – auf der Suche nach „mehr“

Als ich 14 Jahre alt war, habe ich die Sportart Karate begonnen. Bis zu meinem Studienbeginn in München wurde ich mehrfacher Deutscher Meister. Im Herbst 2000 gelang mir der größte Erfolg meiner Karriere: Vor 12.000 Zuschauern habe ich in der Münchner Olympiahalle den Weltmeistertitel in der Gewichtsklasse bis 65 kg geholt. Bin ich dadurch im tiefsten Inneren meines Lebens glücklich geworden? Was füllt mein Leben aus?

Sorry seems to be the hardest word

„Sorry seems to be the hardest word“ trällern Elton John und die britische Popgruppe „Blue“ derzeit auf Heavy Rotation im Radio. Da ist was dran. Wem fällt es schon wirklich leicht, einen anderen Menschen, den er verletzt oder ungerecht behandelt hat, um Vergebung zu bitten? Meist stehen Stolz, ein hartes Herz oder Uneinsichtigkeit im Weg. Schimpfwörter und Beleidigungen kommen uns so leicht über die Lippen, doch dieser eine Satz „Es tut mir leid!“ scheint oft wie mit einem Superkleber an unserer Zunge festgemacht, zumindest wenn er ernst gemeint sein soll!