… weil sie sahen, dass das Kind schön war!

„… weil sie sahen, dass das Kind schön war“ – Brief an die Hebräer 11,23

 

Ein Kind kann so schön sein! Kaum sehen wir eins, wollen wir unseren Blick nicht mehr abwenden. Ein frohes Kinderlächeln erfreut unser Herz, die großen Augen und die niedlichen Gesichter sind so süß anzuschauen … Aber nicht jeder erkennt die Schönheit eines Kindes: Denn jährlich werden allein in Deutschland etwa 125 000 ungeborene Kinder abgetrieben – seit 1996 über eine Million!

 

„Ja aber …“, rufst du, „es ist doch unmenschlich, einer vergewaltigten oder missbrauchten Frau, ein Kind zuzumuten, das auf eine solche Art gezeugt wurde!“ Nun, ist das wirklich das Problem? Schau dir die Zahlen an: Die sogenannte „Kriminologische Indikation“ – die staatliche Erlaubnis, solche Schwangerschaften abzubrechen (§ 218a Abs. 3) – kommt so gut wie nie vor: Von den 128 030 abgetriebenen Kindern im Jahr 2003, waren es 26; das sind 0,02 Prozent!

 

Der weit größte Anteil der Abtreibungen in Deutschland wird nicht aus medizinischen (zum Schutze des Lebens der Mutter) oder kriminologischen Gründen durchgeführt: Im Jahr 2003 wurden 124 583 ungeborene Kinder (97 %) nach einer ärztlichen „Beratung“ abgetrieben – das heißt: Weil es die Eltern so wollten!

 

Es gibt schwierige Lebensumstände: Arbeitslosigkeit und Angst vor der Zukunft können einem den Mut rauben, ein Kind zur Welt zu bringen. Es gibt eine Geschichte in der Bibel, in der sich ein junges Ehepaar ebenfalls in einer extrem schwierigen Lage befand. Sie steht im Zweiten Buch Mose: Die Israeliten waren zu dieser Zeit Gefangene und dienten als Sklaven in Ägypten. Ihre Aufgabe war es, Vorratsstädte zu bauen. Die Anforderungen waren hart, sie mussten extrem viel und sehr schwer arbeiten. Der Pharao bezweckte mit seinen hohen Forderungen auch, dass das Volk Israel sich nicht zu stark vermehrte. Er fürchtete einen Aufstand des Volkes, wenn es nur groß genug werden würde. Aber sein Plan ging nicht auf: Das Volk vermehrte sich trotzdem. Der Pharao kam nun auf die Idee, alle männlichen Söhne der Israeliten bei der Geburt töten zu lassen. In eben dieser Situation bekam ein junges jüdisches Ehepaar einen Sohn – sein Name war Mose. Was hätten sie tun sollen? Laut Gesetz des Pharao mussten sie das Kind abgeben, damit es getötet würde. Im Brief an die Hebräer steht, was dann geschah: „Durch Glauben wurde Mose nach seiner Geburt drei Monate von seinen Eltern versteckt, weil sie sahen, dass das Kind schön war; und sie fürchteten das Gesetz des Königs nicht.“ (Hebr. 11,23).

 

Diese beiden Menschen hatten es sehr schwer, sie waren Sklaven und es konnte sie das Leben kosten, wenn sie den Sohn nicht töten ließen. Aber sie taten es nicht! Sie sahen sich das Kind an, und als „sie sahen, dass das Kind schön war“, versteckten sie es. Ein Blick auf ein Kind sollte genügen, um zu verstehen: Leben ist schön! Gott hat jeden einzelnen von uns individuell gemacht – kein Mensch gleicht dem anderen, selbst eineiige Zwillinge sind unterschiedlich im Charakter. Wir sind mit einzigartigen Gefühlen, Wünschen und Begabungen ausgestattet. Jeder Einzelne wird von Gott geliebt. Deswegen ist jeder Mensch schön und unendlich wertvoll. Selbstverständlich auch ein behinderter Mensch. Oft haben wir persönlich von behinderten Menschen gehört, dass sie ihr Leben als absolut lebenswert empfinden.

 

Die Eltern von Moses haben das verstanden. Sie glaubten an Gott, den Schöpfer, Bewahrer und Erhalter des Lebens. Sie vertrauten Ihm, dass Er sich um das Neugeborene kümmern würde, wenn sie Gottes Gesetz gehorsam sein würden: Du sollst nicht töten.

Und deshalb fürchteten sie sich auch nicht vor den Konsequenzen von Pharaos Gesetz: Denn was soll uns ein Mensch tun? „Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns?“ (Römer 8,31).

 

Wenn du schwanger bist, und über eine Abtreibung nachdenkst: tue es nicht! Nimm dir Zeit, und schau dir ein Kind an; du wirst sehen, wie schön es ist. Gott will Leben schenken. Wenn du Angst hast, du kannst es nicht schaffen, eine Mutter zu sein, dann wende dich an Jesus! Er ist der reale Gott, der dir helfen wird, wenn du Ihm vertraust.

 

Wenn du schon abgetrieben hast, und von Schuldgefühlen gequält wirst: Wende dich auch an Jesus! Er will deine Schuld vergeben, denn Er ist „unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden“ (Römer 4,25).

 

Quelle: www.ak-lebensrecht.de

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