Unsere Welt ist am Ende

Unsere Welt ist ganz schön am Ende. Das sage ich nicht, weil ich Panik oder Weltuntergangsstimmung verbreiten will, ich schaue mir einfach die Realität an. Wir Leben in einem Zeitalter der Angst: Angst vor einem Atomkrieg, Angst vor Terroranschlägen. Politiker versprechen uns ein neues Europa in welchem es nie mehr Krieg geben soll, doch kann man das wirklich glauben, haben nicht im Laufe der Geschichte schon viele Leute Frieden versprochen und das Gegenteil wurde wahr?


Die Bibel ist ein Buch, dem man vertrauen kann, ihre Prophetien haben sich als wahr herausgestellt. Einige Voraussagen beziehen sich allerdings auf die Zeit die noch vor uns liegt. Auch sie müssten stimmen. Die Bibel sieht eine neue Welt in Frieden und Gerechtigkeit. Da wird es weltweit Frieden und Gerechtigkeit geben und es wird eine neue soziale Ordnung geben. Ein neues Zeitalter wird anbrechen und ein vollständig neuer Mensch wird da sein, in dem sich kein falscher Stolz, kein Hass, keine Gier und kein Vorurteil finden. Das wird der Höhepunkt der menschlichen Geschichte sein. Das Königreich Gottes wird triumphieren. Die Schrift sagt: „Wir erwarten aber einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnt.“ (2. Petrus 3,13)


Bis diese neue soziale Ordnung durch Gottes direktes Eingreifen anbricht, wird die Welt von einer Krise in die andere stürzen. Die Bibel sagt, dass Sünde Unrecht ist (1. Johannes 3,4). Jesus wies darauf hin, dass sich am Ende der Geschichte in der ganzen Welt Rebellion gegen Gesetz und Ordnung ausbreiten werde. Organisiertes Verbrechen ist in vielen Ländern das größte Geschäft. Das ist in unseren westlichen Ländern nicht immer in dem Ausmaß wie wir es jetzt erleben der Fall gewesen. Seit ca. 150 Jahren, als man begann Gott für tot, die Bibel als falsch und die Moral als relativ zu erklären hat es sehr stark zugenommen.


Ein weiterer Punkt, der das Ausmaß der Gottlosigkeit anzeigt ist Rassismus. Als Schwarzer geboren zu werden, als Jude, als Araber oder als Weißer kann einem in manchen Gegenden unerträgliche Lasten aufbürden, während diejenigen, die zufällig als Mitglied der gerade herrschenden Mehrheit geboren werden, Vorrechte genießen. Rassenunruhen gibt es überall, purer Hass ist der Grund für viele Kriege und Probleme, täglich hören wir Meldungen darüber aus Israel, aus dem Sudan, aus Nordirland etc.. Nur eine Lösung gibt es für das Rassenproblem und das ist eine lebendige persönliche Begegnung mit Jesus. In Christus ist die Trennwand niedergerissen. Da gibt es keinen Juden und keinen Heiden mehr, weder weiß noch schwarz noch gelb noch rot.


Außerdem ist die Wissenschaft außer Kontrolle geraten. Die Wissenschaft hat uns das elektrische Licht gegeben, das Automobil, das Flugzeug, das Fernsehgerät und das Elektronengehirn, aber dieselbe Wissenschaft hat uns die Wasserstoffbombe gegeben. Autos sind sehr nutzbringend für Transportzwecke und dienen zum Vergnügen, aber die Kehrseite der Medaille ist, dass unzählige Menschen jedes Jahr durch Autounfälle sterben.


Die politische Lage ist durch Unruhen, an die wir uns längst gewöhnt haben, so außer Rand und Band geraten. Es ist das typische Erkennungsmerkmal einer untergehenden Kultur, dass das Volk sich jedoch dessen nicht bewusst ist, was vorgeht. Der Durchschnittsbürger stellt keine Fragen, denn seine sozialen Vorteile, die ihm seine Regierung gewährt, geben ihm ein falsches Gefühl der Sicherheit. Der moderne Mensch ist zu einem Zuschauer der Weltereignisse geworden, die er auf seinem Fernsehschirm beobachtet, ohne persönlich betroffen zu sein. Er lässt die gewaltigen Ereignisse unserer Zeit vor seinen Augen vorübergleiten, während er in einem gemütlichen Sessel sitzt und sein Bierchen trinkt. Er scheint sich dessen gar nicht bewusst zu sein, dass seine Welt am Ende ist.


Noch dazu kommt in unserer Zeit die Unmoral. Jegliche moralischen Grundsätze sind zusammengebrochen. Wir scheinen gar nicht zu spüren wie die Menschheit kaputt gemacht wird mit Gewalt, Zynismus und Sadismus die über das Fernsehen und das Internet in unsere Wohn- und Kinderzimmer hineingepumpt werden. Filme und Literatur bestehen zu einem großen Teil aus Pornografie. Ein Kennzeichen untergehender Zivilisationen war immer, dass sie von der Sexualität beherrscht wurden und Perversionen wie Homosexualität hochhielten (siehe Griechen und Römer).


Ich glaube, dass unsere Welt echt am Ende ist. Wer sich Gott zuwendet kann sich dem reißenden Strudel entziehen. Bei ihm gibt es die Antworten auf die Fragen unserer Zeit.

Kommentare

  1. Lenz

    Das sagen auch die Zeugen Jehovas

    Das mit dem Punkt des Königreichs, dass Gott auf dieser Erde aufrichten wird – sie gewissermaßen rundum “saniert” ist etwas, dass die Zeugen Jehovas von sich geben. Gottes Reich ist nicht von dieser Welt und es wird ein solches auf Erden auch nicht geben. Dem kann ich insofern nicht zustimmen.
    Die schlimmen Zustände der Gegenwart geben einen Hinweis darauf, dass es nicht besser werden wird mit der Welt sondern sind als Vorboten der Endzeit zu sehen. Bereits jetzt kann man beim Lesen der Offenbarung nachvollziehen, dass die Siegel des Buches teilweise schon aufgebrochen sind.

    Lenz

  2. ali

    Ein Interview unsrer Mitarbeiterin Petra Piater, Amherst, U.S.A.

    Craig und Patricia Nicolson stammen aus Südafrika. Beide fanden dort zum Glauben.

    Craig ist promovierter Geologe, und beide arbeiten und leben zur Zeit in Massachusetts, USA.

    PE: Wann merktest du zum ersten Mal, dass du homosexuell warst? Was veranlasste dich, zu denken, du könntest nur Männer lieben?

    CR: Als ich 12 oder 13 Jahre alt war, hatte ich zum ersten Mal bewusst das Empfinden. So fängt es eigentlich an: Du denkst darüber nach, ob du schwul sein könntest, und die daraus resultierende Selbstbeobachtung schürt diesen Gedanken. Ich war auf einer reinen Jungenschule und hatte kaum Kontakt zum weiblichen Geschlecht. Mit 16 oder 17 Jahren wurde es für mich immer deutlicher und im Alter von 18 stand für mich fest: Frauen bedeuten mir nichts.

    Ich war kein »typischer« Schwuler. Oft gibt es ein immer wiederkehrendes Schema im Leben eines Schwulen: Missbrauch durch meist ältere Männer, also z. B. Verwandte, Lehrer, Priester usw. Das gab es in meinem Fall nicht. Der einzige Kontakt in dieser Richtung war damals der Sohn von Freunden meiner Eltern. Wenn unsere Eltern nicht da waren, sprangen wir manchmal nackt zusammen in den Swimmingpool und berührten uns. Das taten wir bis zu meinem 17. Lebensjahr. Für mich war das männliche Geschlecht einfach das Nächstliegende. Schwul schien ganz »natürlich« zu sein.

    PE: War es schwer für dich, dieses Empfinden in Worte zu fassen? Fiel es dir schwer, zuzugeben, dass du schwul warst?

    CR: In meiner Heimat ist Schwulsein nicht sehr populär. Noch heute werden Homosexuelle in Südafrika geoutet. Wenn ich z. B. einen anderen jungen Mann attraktiv fand, wusste ich nie, »was würde er tun, wenn ich es ihm sagte?« Als ich mir mit der Zeit der Unterstützung einiger Freunde sicher war, machte ich mir darüber nicht mehr so viele Gedanken.

    PE: Wie reagierten deine Familie und deine engsten Freunde darauf, männlich wie weiblich?

    CR: Meinen Eltern habe ich es nie erzählt. Sie wissen bis heute nichts davon. Sie hätten selbst im Nachhinein noch extreme Schwierigkeiten, es anzunehmen. Sie verurteilen Homosexualität auf das Schärfste. Irgendwann in naher Zukunft werde ich es ihnen sagen, wenn ich wieder in Südafrika zu Besuch bin. Was die Freunde angeht: Die ersten zwei, denen ich es erzählte, nahmen es sehr gut auf. Hätten sie mich deswegen abgelehnt, hätte es mir das weitere Leben sehr erschwert. Erst drei Jahre, nachdem ich Christ wurde, habe ich überhaupt mit der ersten Person darüber gesprochen. Sieben
    Ja­hre lang behielt ich es nur für mich.

    PE: Was brachte die Wende? Woran spürtest du, dass deine sexuelle Orientierung sich geändert hatte?

    CR: Die Wende kam, als ich Christ wurde. Das war etwas sehr Außergewöhnliches. Ich las Römer 1,24 und fand mich darin wieder: »Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben in die Unreinheit, so dass ihre Leiber durch sie selbst geschändet werden«. Ich kannte die Wahrheit, lehnte sie ab, und Gott übergab mich meiner Lust. Ich rebellierte gegen Gott, und er übergab mich meinen Gefühlen. Ich weiß, dass ich diese Verse etwas missdeutete. Aber Gott war gnädig. Ich bereute, sobald ich diese Verse las, und er änderte meine sexuelle Orientierung im gleichen Moment. Auf keinen Fall erwartete ich eine komplette Kehrtwendung im gleichen Atemzug. Eine Enttäuschung wäre niederschmetternd für mich gewesen. Ich begann, meine Gedanken zu disziplinieren. Du bist jetzt ein Christ, du kannst nicht mehr so denken. Über einen Zeitraum von einigen Monaten traf ich häufiger mit Frauen zusammen und merkte, dass sie mich auf einmal zu interessieren schienen. Ich fragte mich, ob Gott mich auf wundersame Weise verändert hatte, oder ob mein eiserner Wille, meine Einstellungen zu verändern, Frucht trug. Ich muss dazu sagen, dass ich mit meinem Schwul­sein oft unzufrieden war und häufiger versucht hatte, es mir »auszureden«. Es hatte nie funktioniert. Im Prinzip geschah es mehr oder weniger über Nacht. Plötzlich interessierte ich mich für Frauen.

    Solch eine krasse Veränderung ist jedoch keinesfalls die Regel. Ich kenne Christen, die sich durch ihre Bekehrung bewusst von ihrer Homosexualität abwenden, ihre sexuelle Orientierung aber nicht verändert sehen. Sie entschieden sich dazu, ihre Neigung nicht auszuleben. Ich hatte keine seelsorgerliche Betreuung, keine wertvollen Bücher zu diesem Thema; Gott überführte mich meiner falschen Lebensweise. Ich wusste, es war nicht sein Wille für mich, schwul zu sein. Das hatte sein Geist mir deutlich durch die Bibel gesagt. Und ich wusste, meine sexuelle Orientierung zu ändern wäre für ihn kein Ding der Unmöglichkeit.

    PE: Jetzt bist du seit mehreren Jahren verheiratet – was war das größte Hindernis für dich, als du dich in Patricia verliebtest? War es schwierig, deinen eigenen Gefühlen zu trauen?

    CR: Gefühlsmäßig zurückzufallen war nie ein Problem. Das scheint mir heute gar nicht mehr möglich. Ihr von meiner Vergangenheit zu erzählen war sicherlich das Allerschwierigste.

    Als ich knapp 1 1/2 Jahre Christ war, lernte ich eine junge Frau kennen, die mir sehr gefiel. Ich wollte in allen Lebensbereichen so heilig wie möglich sein, also auch in der Beziehung zu ihr. Ich übertrieb es allerdings und machte uns beiden die Freundschaft schwer. Sie sehnte sich nach Zärtlichkeit, ich hielt ein solches Verhalten für nicht »geistlich«. Sie wollte Zeit mit mir verbringen, ich war nur auf meine Arbeit fixiert. Sie wünschte kleine Zeichen meiner Liebe, wie Blumen, und ich war völlig ignorant für diese Dinge. Die Freundschaft hielt natürlich nicht. Sie machte mich aber in gewissem Sinne überhaupt erst beziehungsfähig. Viele natürliche Stolpersteine einer Beziehung waren damit schon mal als solche erkannt, bevor ich Patricia kennen lernte.

    PE: Was ging in dir vor, Pat­ricia, als du von Craigs Vergangenheit erfuhrst?

    PA: Mein erster Eindruck war blankes Entsetzen. Sein ganzes Verhalten hatte mir nie auch nur den leisesten Anschein gegeben, er könnte einmal schwul gewesen sein. Er erzählte es mir, nachdem wir schon drei Monate befreundet waren. Ich dachte, von dieser Beziehung muss ich mich schnellstens lösen – was ich ihm allerdings nicht sagen mochte. Ich fühlte mich betrogen, weil er es nicht gleich zu Beginn unserer Freundschaft zur Sprache gebracht hatte. Allerdings hätte ich ihm vermutlich von Anfang an keine Chance gegeben, wenn er früher mit dieser Tatsache herausgerückt wäre. Genau deshalb hatte er es nicht eher getan.

    Drei Monate später waren wir auf einer christlichen Konferenz und besuchten verschiedene Seminare. Der Pastor in einem meiner Seminare sagte einen Satz, der sich mir tief mit Entsetzen einprägte: »Einmal homosexuell heißt: Immer homosexuell. Es besteht immer die potentielle Möglichkeit des Rückfalls«. Heute weiß ich, dass man diese Behauptung nicht so stehen lassen kann. Christliche Therapeuten bzw. Psychologen haben darüber verschiedene Ansichten. Damals gab es für mich den Anstoß zur Überlegung, die Beziehung lieber zu beenden. In den darauf folgenden drei Monaten machte Gott mir deutlich, dass ich kein Recht hatte, den moralischen Zeigefinger zu erheben. Mein Verhalten bevor ich Christ wurde war nicht besser oder weniger »sündig«, nur weil ich eben nicht lesbisch war. Außerdem sah ich mein Vertrauen auf Gott auf die Probe gestellt. Wie konnte ich sagen, ich vertraue ihm, wenn ich hier eine Ausnahme machte? Das änderte meine Einstellung grundlegend. Die Angst, er könne womöglich rückfällig werden, kam trotzdem immer wieder mal auf, auch nach der Hochzeit noch.

    PE: Wie können Gemeinden deiner Meinung nach Homosexuelle mit Gottes Wort erreichen? Wie können sie helfen, ohne Homosexualität salonfähig oder Homosexuelle zu Ungeheuern zu machen ?

    CR: Zunächst ist es wichtig, moralische Überheblichkeit abzulegen. Wir teilen Verhalten gern in »mehr sündhaft« und »weniger verwerflich« ein. Es besteht kein Zweifel: Die Bibel verdammt Homosexualität. Was Gott aber trotzdem möchte, ist, dass wir Liebe zeigen und seine Liebe weitergeben. Nicht zuletzt dadurch, dass wir andere als von Gott geschaffene Menschen akzeptieren, auch wenn wir ihr Verhalten nicht billigen.

    Zweitens: Aufklärung. Was Gott anwidert, ist die sexuelle Beziehung zwischen Mann und Mann oder Frau und Frau. Wir müssen unterscheiden zwischen homosexuellem Verhalten und einer homosexuellen Orientierung. Die Bibel verurteilt nicht die bloßen Gefühle dem eigenen Geschlecht gegenüber. Diese sexuelle Orientierung zu haben macht dich noch nicht zu einem Sünder. Homosexuelle reagieren auf Ablehnung sehr sensibel. Wir müssen zeigen, dass Gott ihr Verhalten nicht billigt, sie aber trotzdem liebt.

    Drittens: Vernünftige, saubere Beziehungen vorleben. Dazu gehört meiner Meinung nach Hilfestellung für Beziehungskrisen insgesamt, besonders in der Familie. Klassische Homosexuellengeschichten fangen mit der verkorksten Vaterrolle an. Entweder missbrauchte der Vater den Sohn, oder er war psychisch und physisch immer abwesend und passiv, so dass sich kein gesundes Vaterbild und damit keine gesunde Beziehung zum männlichen Geschlecht bilden konnte. Oder die Mutterrolle wurde zu dominant ausgelebt, usw. Durch gesunde Ehen Beispiele setzen und an der Familie als von Gott gegebener Ordnung festhalten ist gerade heute für Gemeinden wichtig.

  3. homochrist

    Re.:

    Meiner Meinung nach kannst du das trotzdem nicht nachempfinden und hast nicht das Recht irgendwelche Therapien zu verordnen.
    Das ist nicht deine Aufgabe.
    Einzelne glauben vielleicht, dass sie ihre Homosexualität “überwunden” haben, aber das stimmt nicht und man belügt sich selbst!

  4. ali

    Nicolosi, Joseph; Homosexualität muß kein Schicksal sein.
    Gesprächsprotokolle einer alternativen Therapie
    “Hier werden die wirklichen Fragen angesprochen, die auf dem Weg der Überwindung homosexueller Gefühle, Verhaltensmuster und Lebensmuster von Bedeutung sind. Und es werden praktische, nachvollziehbare Antworten gegeben.” (Roland Werner)
    Der Therapeut Joseph Nicolosi hat Erfahrungen gesammelt, wie Männer den endlosen Kreislauf von Lust- und Ablehnungserfahrungen durchbrechen konnten.
    Aussaat 1995, 5,95 €

    [

  5. Homochrist...

    Re

    Wie kannst du dir nur anmaßen zu wissen wie Homosexualität entsteht…
    Für die Entstehung aus genetische Ursachen sprechen z.b. auch die zahlreichen Beispiele von Homosexualität aus dem Tierreich, oder ist es den Tieren “anerzogen” worden?

    Ist schon logisch, dass davon nichts in der Bibel steht, weil damals wenig bis gar nichts über Genetik…etc bekannt war.
    Die Bibel ist in jeder Hinsicht das Wort Gottes, aber menschliche Kenntnisse der damaligen Zeit bzw. gesellschaftliche Gegebenheiten habe immer das Bild der Bibel geprägt.
    Paulus hat auch gesagt, dass es sich für Männer nicht gehört langes Haar zu tragen. Frauen sollten sich seiner Meinung nach auch dem Manne unterwerfen –> hallo Emanzipation…

    Zumindest sucht sich niemand aus “homosexuell” zu sein… Beleidigungen, Diskriminierungen und Schlimmeres sucht niemand freiwillig.

    Homosexualität ist definitiv nicht therapierbar und niemand, dem es nicht ebenso geht, kann darüber in irgendeiner Weise urteilen…

    Ich weiß auch, dass du nicht direkt diskriminierst, aber du sagts mir durch die Blume, dass ich ja im Prinzip ein Verirrter oder Perverser bin, der eigentlich kein aufrichtiger Christ sein kann…
    Was aber, wenn ich Einer bin und mich trotzdem zu Männern hingezogen fühle?
    Und wenn du das behauptest verurteilst du mich ja doch!

  6. alin

    Wie kommst du auf die Idee, dass Homosexualität genetisch determiniert ist?
    Wenn es so etwas wirklich gäbe, und die entsprechenden Menschen somit keine Schuld treffen würde, würde es sicherlich in der Bibel stehen. Du glaubst doch, dass sie das vollkommene Wort Gottes ist, oder?
    Aber die Bibel kennt Homosexualität nur als sündige Handlung und Praxis. Entschuldigungen und Rechtfertigungen für Sünden zu finden, ist kennzeichnend für den herrschenden Zeitgeist. Die Männer in Sodom gaben sich übrigens keineswegs zufrieden mit den Töchtern Lots. Vielmehr richtete sich ihr Zorn auf Lot selbst.

    Alles in allem sind deine Argumentationen gefährlich, und zwar für dich selbst. Du tust dir wirklich keinen Gefallen, wenn du Sünde mit solch gewagter Bibelakrobatik rechtfertigst und weiter darin verharrst. Gott hat dich geschaffen, frei von Sünde und nicht unter ihrer Herrschaft zu leben.

    Und um es ganz klarzustellen: wir sind nicht dafür, Homosexuelle zu diskriminieren. Bei Jesus kann jeder kommen, wie er ist, aber Jesus will ihn verändern.
    Gott hasst die Sünde, aber Er liebt den Sünder.

    Viele Grüße,

    Alin

  7. Homochrist

    Antwort.

    Wahrscheinlich würde sich Luther bei einigen Dingen im Grabe drehen, was vielleicht auch damit im Zusammenhang steht, dass sich gesellschaftliche, soziale und moralische Vorstellungen über 500 Jahre weiter entwickelt haben!

    Luther bezichtigte z.B. die Juden als Christusmörder und förderte somit die Verfolgung und Hetzjagd der Juden.
    Was Luther letztendlich sagte war immer mit seiner persönlichen Interpretation verbunden und auch nicht immer richtig.

    Letztlich geht es aber darum, dass du meinen Standpunkt noch immer nicht verstanden hast: Alle Bibelstellen, die du im Zusammenhang mit “Homosexualität” erwähnt hast, verstehen den Geschlechtsverkehr gleichgeschlechtlicher Personen als Sünde, wenn sie den Verkehr mit andersgeschlechtlichen Personen aus Begierde etc. verlassen haben.
    Im Umkehrschluss bedeudet es, dass “Heteros” aus irgendwelchen Gründen mit einem “gleichgeschlechtlichen Partner” verkehren.
    Nicht aber, wenn es als Veranlagung (genetisch bedingt) bzw. auf Grund der Entwicklung mitgegeben ist.
    Zumal zur Zeit Moses noch gar nicht bekannt war, dass Homosexualität eben aus diesen Gründen entstehen kann.
    Man sah natürlich nur die sexuellen Handlungen, die im Zusammenhang mit Fruchtbarkeitsritualen und
    somit der Abgötterei bzw. der sexuellen Freizügigikeit und Begierde an sich standen.

    Das lässt sich auch am Beispiel “Lot” gut erkennen. Zunächst verlangte der wütende Mob nach den männlichen Gästen des Hauses- gaben sich dann aber mit den Töchtern zufrieden.
    Daran lässt sich erkennen, dass es sich bei der aufgebrachten Menge nicht um eine Horde “Schwuler” handelte, sondern um heterosexuelle Männer, die ihrer sexuellen Lust freien Lauf lassen wollten.

    Und zum Thema “Sünde durch sexuelle Handlungen Gleichgeschlechtlicher”:
    Niemad kann Erlösung erhalten, weil er hetero- oder homosexuell veranlagt ist. Jeder Mensch, mich eingeschlossen, ist ein elender Sünder. Nur durch die Barmherzigkeit des allmächtigen Gottes können diese Sünden abgewaschen werden.
    Gibt es also nach deiner Auffassung keine Erlösung für mich, weil ich genauso wie du (in anderer Form) sündige?

    Sei das alles dahingestellt.
    Wie sollte deiner Meinung nach mit Homosexuellen in der Kirchgemeinde umgegangen werden?
    Sollten sie ausgeschlossen oder therapiert; vielleicht aber auch einfach nur ausgegrenzt und verhöhnt werden?

    Zumindest sollte man als bewusst lebender Christ nicht den Splitter aus seines Bruders Auge entfernen bevor man nicht den eigenen Balken herausgezogen hat…

    Niemand sollte sich darüber eine Meinung bilden wer besonders sündigt und wer nicht! Denn wir sind alle Sünder und keiner von uns ist besser als der andere!

    Die eigentliche Frage lautet nicht: ist Homosexualität Sünde?–> vielmehr sollte sie lauten: haben die homosexuellen Sünder ebenso Hoffnung auf Erlösung wie die heterosexuellen Sünder?

  8. alin

    Lieber Homochrist,

    du versuchst in deiner Abhandlung, homosexuelle Beziehungen in sündige und reine zu differenzieren. Die Frage stellt sich, wie du dir eine reine homosexuelle Beziehung vorstellst. Wenn sie keine unerlaubten sexuellen Handlungen, wie eben Geschlechtsverkehr zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern, enthält, worin unterscheidet sie sich dann noch von normalen Freundschaften?
    In Römer 1,26 ist von Frauen die Rede, die den natürlichen (von Gott konzipierten) Verkehr verlassen und in den unnatürlichen umgewandelt haben. In V27 heißt es “gleicherweise auch die Männer”. Sie haben den von Gott geschaffenen Geschlechtsverkehr mit Frauen verlassen und sich Männern zugewandt. Eine Differenzierung in sündige und reine Motive gibt es nicht. Wer gleichgeschlechtliche Sexualität betreibt, lebt bereits in Sünde, egal welche lauteren Motive er auch zu haben meint.

    Ist dir schon mal aufgefallen, dass Homosexualität in der ganzen Bibel nie in einem positiven Licht steht, sondern immer ein Zeichen des totalen Abfalls von Gott ist?

    Die Leute von Sodom:
    “Und sie riefen nach Lot und sagten zu ihm: Wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir gekommen sind? Führe sie zu uns heraus, daß wir sie erkennen!” (1Mo 19,5)

    Ein klares Gebot Gottes:
    “3Mo 18,22 Und bei einem Manne sollst du nicht liegen, wie man bei einem Weibe liegt: es ist ein Greuel.”

    Nimm lieber die Bibel ernst als irgendein Dekret der lutherischen Kirche, über deren Zustand sich Luther wahrscheinlich im Grab umdrehen würde.

    Alin

  9. Homochrist

    nochmal zur Homosexualität

    Ich bin als Christ ziemlich traurig über deine/eure Einstellung zu diesem Thema.
    Woher bitteschön nimmst du dir das Recht zu wissen, was Gott über dieses Thema denkt und du darüber  (be)richten sollst?
    Du meinst du richtest nicht? Natürlich tust du es, indem du nämlich behauptest zu wissen wie Gott gesunde Liebe definiert. Ich spreche nicht von der Liebe, die allein vom Feuer der Leidenschaft und der Begierde entfacht wird bis alles ausgebrannt ist.
    Nein- ich spreche von Vertrauen, Treue, Gemeinschaft und allem was die Liebe eben zur Liebe macht und du kannst nicht beurteilen welche Form der Liebe gottgewollt ist und welche nicht. Welche Formern therapiert werden sollten und welche nicht…
    Und dann nochmal zu Römer 1,28:
    Die lutherische Kirche sagt 1993 in einem Dokument über Homosexualität, dass Paulus in Römer 1 Abgötterei mit sexueller Unmoral verbindet. Paulus spricht sich hier gegen eine unnatürliche sexuelle Beziehung aus, eine Beziehung in der es nicht um Liebe und Hingabe geht, sondern um egoistische Lustbefriedigung. Paulus redet von Menschen, die Abgötterei betrieben, nicht von Christen. Er gibt in der modernen Kirche keine Antworten auf die Frage um homosexuelle Christen.

    Die Schlüsselaspekte dieser Verse ist: Lust, Unnatürlichkeit und Gott nicht anerkennen.

    Erstmal müssen wir den Kontext verstehen. Der weitere Kontext dieser Verse ist Römer Kapitel 1 bis 3. Diese können etwa wie folgt zusammengefasst werden:

    Das Evangelium ist für jeden – Juden und Nicht-Juden (Kapitel 1:16) Warum? Denn Gott ist gegen alle Ungerechtigkeit (1:18).
    Die Nicht-Juden brauchen das Evangelium (1:28-32). Ein Beispiel ihrer Unreinheit ist Götzenanbeterei, welche homosexuelle Handlungen einschliessen könnten.
    Die Juden sind genauso ungerecht wie die Nicht-Juden (2:3)
    Alle haben gesündigt und wurden umsonst gerechtfertigt durch die Gnade (unverdiente Liebe) Gottes durch die Erlösung, die in Jesus Christus ist (3:23)
    Mehr spezifisch, im 1. Kapitel ist nicht von Christen die Rede, sondern von Menschen, die sich gegen Gott entscheiden und das Geschöpf anstatt des Schöpfers anbeten. Diese Menschen, von denen Paulus hier redet, haben folgende Kennzeichen:

    Sie haben die Erkenntnis Gottes verworfen (Verse 19+20)
    Sie haben Gott nicht verherrlicht und ihre Gedanken wurden darum zur Torheit und ihr Herz wurde verfinstert (Vers 21)
    Sie haben die Herrlichkeit Gottes mit einem Götzenbild vertauscht (Verse 22+23)
    Gott hat sie dahingegeben, so dass sie ihre Leiber mit ihren Begierden schänden (Vers 24)
    Sie glauben Lügen und dienen somit geschaffenen Dingen und nicht dem Schöpfer (Vers 25)
    Sie haben ihre “natürliche” Sexualität mit einer “unnatürlichen” Sexualität ausgetauscht (Verse 26 + 27)
    Sie haben einen verworfenen Sinn und befürworten ungezügelte Gesetzlosigkeit (Verse 28-32)
    Ich glaube, dass hier von schwulen oder lesbischen Geschlechtsverkehr als Teil des Götzendienstes die Rede ist, nicht von schwulen oder lesbischen Sex als Teil einer liebenden, fürsorglichen und zärtlichen Beziehung zweier Christen, wo es bei Sex nicht um Lust geht, sondern um Liebe. Vielleicht haben einige Lesben oder Schwule diese Kennzeichen, aber sind alle Lesben und Schwule so und darf deswegen jeder Homosexuelle verurteilt und verdammt werden?

    Ich glaube nicht! Gleichzeitig hoffe ich, dass ihr diesen Standpunkt in Zukunft ebenso berüchsichtigt. Schließlich gibt es tausende schwule Christen bzw. Menschen, die sich wegen bestimmter Vorurteile von unserem Herrn völlig umsonst lösten.

    Gott segne euch!

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