Was sind wir Christen wirklich?

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In einem indischen Dorf wurde ein Bazar abgehalten, auf dem viele Waren angeboten wurden. Ein Bauer verkaufte Wachteln. Er hatte jedem Vogel eine Schnur um ein Bein gelegt. Die anderen Enden aller Schnüre waren zum Ring gebunden, der in der Mitte lag und von einem Stock festgehalten wurde. Die Wachteln marschierten so angebunden trübselig im Kreis umher wie Maultiere an einer Hirsemühle. Ein frommer Brahmane, der überzeugt war, dass man Ehrfurcht vor dem Leben haben müsse, erkundigte sich nach dem Preis für die Wachteln und sagte dann zu dem Kaufmann: »Ich möchte sie alle kaufen.« Der Kaufmann war überaus erfreut. Nachdem er sein Geld eingesteckt hatte, sagte der Brahmane: »Jetzt möchte ich ihnen die Freiheit schenken. Schneiden Sie ihnen die Schnüre von den Füßen und lassen Sie sie los.« Mit seinem Messer zerschnitt der Bauer die Schnüre an den Beinen der Wachteln und ließ sie frei. Was geschah? Die Wachteln marschierten weiter im Kreis herum. Schließlich musste er sie fortscheuchen. Sie landeten in einiger Entfernung und bewegten sich wieder im Kreise. Sie waren frei, sie waren losgebunden, sie waren freigelassen, und doch marschierten sie weiter im Kreis, als ob sie noch festgebunden seien.
Erkennen wir uns in diesem Bild? Wir sind frei, wir haben Vergebung erlangt, wir sind Söhne und Töchter Gottes, wir gehören zu seiner Familie, aber wir halten uns noch für Würmer oder Heuschrecken. Das raubt Gott wunderbare Möglichkeiten, seine Macht und Stärke in unseren Schwächen zu erweisen (2. Kor. 12,9-10).  
David Seamands

In seinem Buch Finishing Strong schreibt Steve Farrar:
Manche von uns leben angekettet an ihre Vergangenheit wie ein Zirkuselefant an einen Pfosten. Dies ist eine oft angewendete Methode und ein Werkzeug des Feindes, die Christen zu besiegen und davon abzuhalten, bis zum Ende fest zu bleiben.
Wie geht der Feind vor? Er gräbt in unserem Gedächtnis in dunkelsten Tiefen und wirft uns die Vergangenheit vor. Es mag eine große Sünde aus ferner Vergangenheit sein und wir sind immer noch bekümmert darüber und bedauern sie. Ja, sie ist uns vergeben. Ja, wir gehören zu Jesus Christus. Aber unser Versagen zieht in unserem Gedächtnis auf wie ein lähmender Nebel, jedes Mal, wenn wir versuchen, etwas von Belang für den Herrn zutun. Wir sind wie der angekettete Elefant. Der Pfosten hält das große Tier nicht wirklich zurück. Der Elefant hätte die Kraft, das Ding wie einen Zahnstocher aus dem Boden zu reißen, aber er bleibt angekettet durch seine Erinnerung. Genauso geht es vielen von uns.
Vielleicht war es sexuelles Vergehen oder eine Lüge, um die Arbeitsstelle zu bekommen, oder Grausamkeit oder ein Pflichtversäumnis, ein gebrochener Eid oder ein nicht gehaltenes Versprechen Gott gegenüber. Was es auch war, der Feind schleudert dir diese eine Sünde ununterbrochen ins Gesicht und benutzt sie, um dich zu lähmen und außer Gefecht zu setzen. Nein, Satan kann dir deine Errettung nicht wegnehmen. Aber er kann dir deine Freude rauben. Dazu braucht er dich nur an diese eine zurückliegendeSünde zu erinnern. 
William MacDonald – Seiner Spur folgen  (gefunden bei 

Heidrun Pokorny)

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