Sexuelle Übergriffe, finanzielle Ungereimtheiten und Geheimnisverrat bringen das Nobelkomitee in die größte Krise seiner Geschichte.

„Es ist eine Schande für die Akademie, über die nicht hinweggegangen werden kann. Und alles wegen eines Sexsüchtigen.“ sagte Annie Lööf, Vorsitzende der schwedischen Zentrumspartei. Nach den Missbrauchsvorwürfen im Umfeld der Schwedischen Akademie will die renommierte Institution heute bekannt geben, ob es in diesem Jahr überhaupt einen Literaturnobelpreis geben wird. Insgesamt 18 Frauen berichteten “Dagens Nyheter” diese Woche, wie sie von dem Mann, der zu den einflussreichsten Funktionären der schwedischen Kulturszene zählt, belästigt und in einem Fall sogar vergewaltigt worden seien. Seinen Namen nennt die Zeitung nicht, doch ist er nach ihren Angaben mit einer Schriftstellerin mit “engen Verbindungen zur Akademie” verheiratet. Laut einem Bericht der “Neuen Zürcher Zeitung” soll es sich um den französischstämmigen Jean-Claude Arnault handeln, wie die Zeitung mit Verweis auf den Fernsehsender TV 4 schrieb. Die intellektuelle Elite befriedigt sich mit herablassenden Analysen und überheblichen Urteilen über andere und ist doch bis auf die Knochen verkommen und verdorben. Jetzt fliegt ihnen ihre arrogante Gottlosigkeit um die Ohren. Die Elite ohne Moral braucht eine Umkehr. Dazu ein Zitat:

“Ich bekenne, dass ich, nachdem ich 60 Jahre Erde und Menschen studiert habe, keinen anderen Ausweg aus dem Elend der Welt sehe als den von Christus gewiesenen Weg. Es ist unmöglich, dass die Erde ohne Gott auskommt.”
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Nobelpreis für Literatur 1925

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