Als quasi Nachbar der Eisbach-Surfer im Englischen Garten ein geistlicher Gedanken zum Surfen.

Schicksalsschläge, Trauer und ein Surfbrett.

Ich bin in Südkalifornien aufgewachsen und verbrachte viel Zeit mit Surfen. Trauer lässt sich gut hiermit vergleichen. Es ist, als wenn man auf einer Welle reitet und plötzlich vom Surfbrett geworfen wird. Wenn die nachfolgenden Wellen über einem zusammenbrechen, verliert man die Perspektive. Und dann muss man eine einzige Sache vermeiden: Panik! Man muss sich mit der Welle rollen lassen und daran denken, dass es nicht ewig dauern wird. Im Wildwasser verliert man schnell die Orientierung, weiss nicht, wo es nach oben geht und wie man wieder an die Wasseroberfläche gelangt.
In diesem Moment wird die Leine wichtig. Die Leine ist am Surfbrett befestigt – und weil dieses nicht sinken kann, steigt es stets von selbst an die Oberfläche. So kann man sich an der Leine festhalten und ihr an die Oberfläche folgen. «Die Bibel ist wie diese Leine: Sie bringt uns aus der Tiefe wieder an die Oberfläche – und wir erhalten eine neue Perspektive.»
In meiner Trauer bekomme ich den Kopf immer wieder «über Wasser» und alles wird klar. In diesen Momenten erkenne ich den Sinn hinter so manchem Erlebten. Und ich denke: «Der Herr leitet mich nach seinem perfekten Plan. Ich habe einen Sohn auf der Erde und einen im Himmel – auch diesen werde ich wiedersehen!» Dann aber schlagen die Wellen des Schmerzes, des Kummers und der Traurigkeit erneut über mir zusammen und ich tauche wieder unter. Dieses Auf- und Abtauchen geschieht mehrmals am Tag – immer und immer wieder. So verläuft der Prozess der Trauer. (Greg Laurie)

Der Weg durchs Tal der Todesschatten ist finster;
aber wir dürfen ihn furchtlos betreten,
denn wir wissen, dass Gott mit uns ist,
wenn wir durchs finstere Tal wandern.
Wir müssen Abschied nehmen von allem, 
was uns hier lieb und teuer gewesen ist;
aber wir gehen ins Vaterhaus, in unseres Vaters Heimat,
wo Jesus ist.
(Charles H. Spurgeon)

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