Little Richard ist tot. Der legendäre US-Musiker verstarb im Alter von 87 Jahren.

“Little Richard wurde am 5. Dezember 1932 in Macon, Georgia unter ddem Namen Richard Wayne Penniman geboren. Seinen Durchbruch feierte Little Richard mit dem Song„Tutti Frutti” im Jahr 1956. Es folgten weitere Hits: „Long Tall Sally“, „Rip It Up“, 1957 dann „Lucille“ und 1958 „Good Golly Miss Molly“. AZ

Die Hauptrolle in seinem Leben spielte die Kirche, wie er in einem Interview sagte. „Gott war gut zu mir. Jeden Samstag gehe ich in die Kirche, jeden Samstag, das verpasse ich nie. Und freitags eröffne ich den Sabbattag.“ Am Samstag starb Little Richard im Alter von 87 Jahren, wie das Magazin „Rolling Stone“ und die US-Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf Familie und enge Freunde berichteten.
Geboren wurde Richard Wayne Penniman 1932 in äußerst ärmliche Verhältnisse einer afro-amerikanischen Familie im südlichen US-Bundesstaat Georgia – mitten in die brutale Trennung von Weißen und Schwarzen hinein.

„Ich komme aus den Slums – das vergisst man nie“, sagte der als Kind sehr schmächtige und deshalb „Little Richard“ gerufene Musiker einmal. Sein Vater war Schmuggler und wurde ermordet, als Little Richard – das dritte Kind unter zwölf Geschwistern – 19 Jahre alt war. „Alles in mir brach damals zusammen.“ Aber das Erlebnis gab ihm auch Kraft, „und die Überzeugung und die Beharrlichkeit zu wissen, dass ich es eines Tages schaffen würde“.
Schwarze lebten in Georgia damals nur in den unerträglich lauten Gegenden direkt neben den Bahngleisen, wie sich der vielfach preisgekrönte Künstler erinnerte. „Die Züge haben ihre Häuser nachts durchgeschüttelt. Als Kind habe ich das gehört und gedacht: „Irgendwann mache ich einen Song, der sich genau so anhört”.“

Little Richard schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch, beginnt mit Gospel, singt sich von Auftritt zu Auftritt und bekommt schließlich einen ersten Plattenvertrag. Neben „Tutti Frutti“ veröffentlicht er in den Jahren darauf Songs wie „Good Golly, Miss Molly“ und „Lucille“, die von Stars wie Elvis Presley gecovert und weiterentwickelt werden – der Rock’n’Roll ist geboren.
Knapp drei Jahre lang schwimmt Little Richard auf der Erfolgswelle, tourt durch die Vereinigten Staaten und feiert offen bisexuell wilde Partys mit Männern, Frauen und Alkohol. Seine Konzerte, bei denen der häufig als „Gott des Rock’n’Roll“ gefeierte Musiker mit dünnem Schnurrbart, hochtoupierten Haaren, greller Schminke, falschen Wimpern und wilden Kostümen auftritt, bringen mitten in der Rassentrennung Weiße und Schwarze zusammen – zum Entsetzen radikal-konservativer Politiker und Vereine.

Aber dann ist plötzlich Schluss. Bei einer Konzertreise nach Australien 1957 entscheidet sich Little Richard spontan, die Musik hinzuschmeißen und Priester zu werden. Seitdem lebt der schrille Künstler zwischen zwei Welten – der Kirche und der Musik.
Immer wieder startet er Comeback-Versuche, kämpft gegen das abebbende Interesse am Rock’n’Roll, verhilft dem jungen Jimi Hendrix zum Karrierestart, tourt mit den damals noch weitgehend unbekannten Rolling Stones durch Europa, versucht sich als Schauspieler und veröffentlicht grundsteinlegende Funk- und Soul-Alben. Aber immer wieder zieht er sich auch in seine religiöse Welt und den Gospel zurück.
Stars von Elvis Presley über Otis Redding, Jerry Lee Lewis, Tina Turner, Prince, Mick Jagger, Rod Stewart, David Bowie, Elton John, Paul McCartney, Bob Dylan und Freddie Mercury bis hin zu Bruno Mars geben Little Richard als ihr musikalisches Idol an. Aber nach der Grundsteinlegung für den Rock’n’Roll traten andere in den Vordergrund. An den Welterfolg von „Tutti Frutti“ konnte keines der Lieder von Little Richard mehr anschließen – aber vielleicht brauchte es das ja auch gar nicht. „Ich habe immer gedacht“, schrieb Bob Dylan einmal, „dass ‘A wop bop a loo lop a lop bam boo’ alles gesagt hat.“ (Focus.de)

Ein Prediger des Evangeliums unterhielt sich einmal mit einem Fremden. Dieser sagte zu ihm: “Sie haben mir gesagt, was Sie glauben, aber ich glaube nicht, was Sie predigen.”
“Vielleicht darf ich wissen, was Sie glauben”, entgegnete der Prediger. – “Nun, ich glaube, dass mit dem Tode alles aufhört.”
“Das glaube ich auch”, sagte der Christ. -”Was, Sie glauben auch, dass mit dem Tode alles aufhört?”
“Gewiss”, sagte der Gläubige, “der Tod setzt allem Bisherigen ein Ende. Er beendet die Möglichkeit, Böses zu tun, er macht allen unseren Wunschträumen ein Ende, macht alle Pläne gegenstandslos. Alle Freundschaften hören auf, alles ehrgeizige Streben ist zu Ende. Das alles nimmt mit dem Tod für Sie ein Ende. Und dann wird jeder, der Gott nicht geglaubt hat, in die ewige Verdammnis gehen.
Was mich betrifft, so beendet der Tod alle meine Sorgen, Nöte und Schwierigkeiten, allen Kummer und Schmerz, alle meine Tränen. Alles das hört mit dem Tod für mich auf, und ich gehe zu meinem Herrn in die Herrlichkeit, wo mich ewige Freude, ewiger Frieden, ewiges Glück erwartet.”
“So habe ich das noch nicht gesehen”, entgegnete der Kritiker. Das Ergebnis dieser Unterhaltung war später, dass dieser Mann Frieden mit Gott fand.
Ja, mit dem Tod hört alles Irdische auf. Die Ungläubigen erwartet das Gericht, die Gotteskinder aber gehen dann zu Christus ins Paradies, wo es “weit besser” ist (vgl. Philipper 1,23). Ihre Zukunft ist herrlich und für ewig gesichert.

Wilhelm Busch.

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