Die Schlangen kommen.
Der Atheist und Gottesleugner Chester Bedell, geboren
1826, lebte in Mahoning County, Ohio. Bis zu seinem Tod versuchte er die Bibel zu widerlegen. Sein Kampfspruch war:
“Weg mit allem religiösen Aberglauben und hin zur modernen Wissenschaft.”
Bevor er 1908 im Alter von 82 Jahren starb, wollte er sich und seiner atheistischen Überzeugung ein Denkmal setzen. So lies er sich ein riesiges Monument fertigen. Auf dessen Sockel stand aus Bronze sein Abbild in triumphierender Pose.
Seine erhobene Hand hielt eine geöffnete Schriftrolle auf der die Worte, “Universelle Freiheit des Geistes “in dicken Lettern eingraviert waren. Mit seinem linken Fuß stand er auf einer anderen Schriftrolle, welche die Bibel darstellen sollte. Darauf waren deutlich das Wort “Aberglauben zu lesen.
Die Inschrift der Grabplatte auf der Vorderseite des Sockels enthielt eine weitere provozierende Botschaft, mit der er Gott nach seinem Tod als Beweis und Richtigkeit seiner Thesen herausforderte.
Darauf stand:
“Wenn es einen Gott gibt, so soll mein Grab von Schlangen heimgesucht werden.”
Zwei Jahre später im Jahr 1908 starb Chester Bedell und hinterließ der Nachwelt einen mehr als eindrucksvollen Gegenbeweis seiner Doktrin.
Noch bevor sein Sarg in die ausgehobene Grube gelegt wurde, fuhr eine große Schlange heraus, die von den Friedhofsarbeitern erschlagen werden musste.
Sein Grab wurde danach über etliche Jahrzehnte hinaus zur Behausung zahlloser Schlangen.
Manchmal wurden bis zu zwanzig dieser schrecklichen Tiere erschlagen.
Von diesem Zeitpunkt an besuchten viele Zeitungsreporter, Pastoren und zahllose Besucher aus nah und fern, dieses eigenartige Mahnmal. Es wurde ein Zeugnis der Existenz eines lebendigen Gottes, der sich nicht spotten lässt. Diese wahre Begebenheit wurde mehrfach dokumentiert und veröffentlicht.

Wunderbarer Gottesbeweis – es wäre schon ein großer Zufall, wenn nur zufälligerweise eine so große Menge an Schlangen ausgerechnet das Grab dessen heimgesucht hätte, der ebendies als Zeichen des Beweises der Existenz Gottes, von der er alles andere als überzeugt gewesen ist und die zu widerlegen als Ziel seines Lebens schlechthin angesehen werden muss, gefordert hat. Da hätte er den Mund besser nicht zu voll genommen! Jetzt hat er die Schlangen am Hals, was – im Hinblick auf sein Seelenheil bzw. seiner Verantwortung im Jüngsten Gericht- nicht sein einziges und vor allem nicht sein größtes Problem sein dürfte.
Dass er der Einladung von Reverend Smith, einem Zeltevangelisten, zu einem Vortrag in dessen Missionszelt (Bibel contra Atheismus) nicht gefolgt ist, zeigt auf ausdrucksstarke Art und Weise seine diesbezüglich dezidiert ablehnende Haltung bzw. Einstellung sowie die damit verbundene gänzlich fehlende Gesprächsbereitschaft. Er war sich felsenfest sicher, dass es keinen Gott gibt. Wie sich ein Atheist da so sicher sein kann ist eine ebenso berechtigte Frage wie die der Gegenposition, da Gott nicht beweisbar, aber eben auch nicht widerlegbar ist.
Allerdings kann die Schönheit, Ordnung sowie der Sinn der Welt meiner Ansicht nach nur durch die Existenz Gottes, der in seinem Sohn und durch die Propheten zu uns gesprochen hat und es in den biblischen Texten noch heute tut, sinnvoll erklärt werden. Nicht zuletzt müssen – dank Chester Bedell, der genau das Gegenteil erreicht hat als das, was er erreichen wollte, nämlich, dass die Menschen seinen Tod als Zeichen für einen Gott interpretieren, den es entweder nicht gibt und daher ein Mythos ist (was als wahrscheinlicher gelten dürfte) oder aber der darauf besteht, dass die Menschen ohne jedes Zeichen vom Himmel an ihn glauben – auch die Schlangen am Grab des Gottesleugners Bedell als Hinweis auf Gott betrachtet werden.
Und wenn ein Atheist auf all diese genannten Argumente, die für Gott sprechen, noch immer die Existenz eines liebenden Vaters und Schöpfers aller Menschen und allen Seins leugnet, wäre es sehr verwunderlich und schon fast naiv, wenn er etwas gegen die im Folgenden dargestellte “pascalsche Wette”, das berühmteste Argument des französischen Mathematikers, Physiker, Literaten und christlichen Philosophen Blaise Pascale, einwenden würde:
Wenn es Gott gibt: Atheist nicht gewonnen (aber auch nicht verloren), Glaubender gewonnen
Wenn es Gott nicht gibt: Atheist verloren, Glaubender nicht gewonnen (aber auch nicht verloren)
Für einen Glaubenden gibt es also eine 50:50-Chance, da er nicht verlieren kann, sondern nur alles gewinnen, während der Atheist nie gewinnen kann, da es seiner Weltanschauung zufolge (Kein Gott = Kein Leben nach dem Tod) nichts zu gewinnen gibt.
Egoismus, Recht-haben-wollen, eine standhafte und entschlossene Überzeugung von der eigenen Sichtweise, die keinen oder kaum einen Dialog kennt, werden wohl Gründe dafür sein, dass sich manche – wie Chester Bedell – nicht von ihrem – für mich unverständlichen – Weg abbringen lassen, letztlich aber als Verlierer erscheinen.
Der Herr segne dich.
Eindrucksvolle Geschichte.
„Irrt euch nicht: Gott lässt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.“ – Galater 6:7