Wenn ich sehe, wie die Chinesen mit Tieren umgehen, wenn ich sehe, wie diese Hunde geschlachtet werden, so kann ich nicht verstecken, dass da in mir sehr, sehr negative und starke Emotionen erwachen. Wenn man z.B. Videos gesehen hat, wie dort Hunde am Boden herumkriechen, denen man bei lebendigem Leib das Fell abgezogen hat – welche kranke Seele tut denn so etwas -, dann kann man gar nicht anders. Den besten Freund des Menschen essen ist sowieso unglaublich daneben. Wenn jemand den Schmerz und das Leid, das er einem anderen Lebewesen, ob Mensch oder Tier zufügt, nicht mitfühlen kann oder will, ist gefühllos und ist krank, weil ihm etwas ganz Wichtiges fehlt, nämlich das Mitgefühl und die Ehrfurcht vor dem Leben.
“Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs; aber das Herz der Gottlosen ist unbarmherzig.” Die Sprüche Salomos (Spr 12,10)
Seit dem Sündenfall der ersten Menschen, die Gott ungehorsam wurden und selbst wie Gott sein wollten, ist Leid, Krankheit und Tot auch über die Tier- und Pflanzenwelt gekommen. Dies aber nur befristet. Irgendwann wird Gott diesen Zustand wieder ändern:
“Im Übrigen meine ich, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen, wenn wir an die Herrlichkeit denken, die Gott bald sichtbar machen und an der er uns teilhaben lassen wird. Ja, die gesamte Schöpfung wartet sehnsüchtig darauf, dass die Kinder Gottes in ihrer ganzen Herrlichkeit sichtbar werden. Denn die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, allerdings ohne etwas dafür zu können. Sie musste sich dem Willen dessen beugen, der ihr dieses Schicksal auferlegt hat. Aber damit verbunden ist eine Hoffnung: Auch sie, die Schöpfung, wird von der Last der Vergänglichkeit befreit werden und an der Freiheit teilhaben, die den Kindern Gottes mit der künftigen Herrlichkeit geschenkt wird. Wir wissen allerdings, dass die gesamte Schöpfung jetzt noch unter ihrem Zustand seufzt, als würde sie in Geburtswehen liegen. Und sogar wir, denen Gott doch bereits seinen Geist gegeben hat, den ersten Teil des künftigen Erbes, sogar wir seufzen innerlich noch, weil die volle Verwirklichung dessen noch aussteht, wozu wir als Gottes Söhne und Töchter bestimmt sind: Wir warten darauf, dass auch unser Körper erlöst wird” (Römer 8,18-23).
