Wie lebten die alten Christen ihren Glauben in einer Seuche?

Ca. 250 n.Chr. schrieb Dionysius, ein Leiter der Gemeine Jesu in Alexandrien, anlässlich der Diskussionen über die Feier des Osterfestes einen Brief an viele Gemeinden. Aufgrund neuer Gesetze und vieler gesellschaftlicher Diskussionen gerieten Gemeinden in eine Christenverfolgung. Dazu kam eine Pandemie, durch die mehr als ein Viertel (!) der Bevölkerung im Römischen Reich starb. Mich stimmen die Worte vor über 1700 Jahren nachdenklich:

” Den Nichtchristen dürfte die gegenwärtige Lage nicht als Festzeit erscheinen. …. Jetzt ist alles voller Klagen. Alle trauern, und Wehegeschrei halt wider in der Stadt wegen der Menge der Toten und derer, die noch täglich sterben. Viel Schreckliches wir zuvor schon erlitten. Zunächst hat man uns vertrieben, und nur wir wurden von allen verfolgt und dem Tode ausgeliefert.Aber gleichwohl begingen wir auch damals unser Fest. Jeder Ort, wo einer zu leiden hatte, ein Feld, eine Wüste, ein Schiff, eine Herberge, ein Gefängnis, wurde für uns zum Festplatz. Das allerfröhlichste Fest aber feierten die vollendeten Märtyrer, die zum himmlischen Mahle geladen wurden. Nach der Verfolgung kamen Krieg und Hunger, die wir gemeinsam mit den Heiden zu tragen hatten. Allein trugen wir all die Schmach, die sie uns zufügten; aber auch an dem, was sie sich selbst gegenseitig antaten und litten, hatten wir Anteil. Dann freuten wir uns wiederum der Friedens Christi, den er uns allein gegeben. Aber sehr kurz war die uns und ihnen gegönnte Ruhepause. Es brach die gegenwärtige Krankheit aus. Für die Heiden ist sie ein Unglück, das alle Schrecken und jede Drangsal übertrifft. Für uns jedoch ist sie kein solches Unglück, für uns bedeutet sie vielmehr Erziehung und Prüfung gleich den früheren Drangsalen. Wenn auch die Krankheit uns nicht verschonte, aber ihr ganzer Schrecken zeigte sich doch nur bei den Heiden…… Da die meisten unserer Brüder in übermäßiger Liebe und Freundlichkeit sich selbst nicht schonten und füreinander eintraten, furchtlos sich der Kranken annahmen, sie sorgfältig pflegten und ihnen in Christus dienten, starben sie diesen freudigst dahin, angesteckt vom Leide anderer, die Krankheit der Mitmenschen sich zuziehend, freiwillig ihre Schmerzen aufnehmend. Ganz anders war es bei den Heiden. Stießen die, welche anfingen krank zu werden, von sich, flohen vor ihren Teuersten, warfen sie halbtot auf die Straße und fließen die Toten unbeerdigt im Schmutze liegen. So suchten sie der Auslieferung an den Tod und der Gemeinschaft mit zu entgehen, was jedoch trotz aller Bemühungen nicht leicht war.” F. Wunderlich

Kommentare

  1. Hans Hauber

    Liebe Yvonne,
    die Verse,
    [Röm 8,38-39] Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Gewalten, weder Höhe noch Tiefe noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermögen wird von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.
    machen mir immer wieder Mut, wenn ich in Situationen stecke, die mir zu schaffen machen, uns muss natürlich bewusst sein, dass Gott auch Zeiten zulässt, die uns überhaupt nicht schmecken, siehe Hiob, aber auch Stephanus und sehr viele andere Glaubenshelden wurden oft furchtbar geprüft, auch bis in unsere Generationen hinein. Unser Herr Jesus Christus verliert nie den Überblick, vergibt uns, (mir) immer wieder neu, IHM wird niemals in den Sinn kommen, uns von sich weg zu stoßen, weil ER unser Leben und auch unsere Sünden schon längst kennt, durch SEINE ZEITLOSE ALLWISSENHEIT!

  2. Ivonne Stets

    bitte betet ich bin coronakrank, habe im Pflegeheim den Schwestern geholfen, Ich bekomme ein Medikament , Wenn ich zwei Tage danach symptomfrei wäre könnte das gut sein. Ich hab viel schuld in mein Leben gebracht auch weil ich egoistisch war, meine Kinder Justin und Tessa kamen ins Heim ich hab das bereut. Gerade tut mir das sehr weh. Ich will nicht glauben das Gott mich verlässt. Ich will nicht glauben das er mich straft. Ich hab mein Leben neu übergeben mich taufen lassen. Ich war mal in eurer Gemeinde es tut mir Leid und bitte um Vergebung das ich nicht vertrauen könnte das Gott mein Trauma heilt. Inzwischen habe ich meinen Tätern vergeben und Vergebung von Justin erfahren.

  3. Der Reformator

    Es war damals eine Epidemie, keine Pandemie. Heute haben wir auch keine medizinische Pandemie. Es ist eine virtuelle “Pandemie”, von der Plutokratenbande und ihren Marionetten weltweit organisiert. Jedes Jahr haben wir im Herbst und im Frühjahr Grippewellen, auch 2020 und 2021.

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