Bemerkung:Der einfachste und sicherste Weg, um bei einem plötzlichen Tod eines 52 jährigen Spekulationen zu vermeiden, wäre es, die Todesursache offen zu legen. Gerade dann, wenn Eigen- oder Fremdverschulden ausgeschlossen sind. Natürlich ist es zu respektieren, wenn die Familie dies anders sieht. Möge Gott alle trösten und segnen.
“Update vom 13. Dezember, 10.35 Uhr: Der überraschende Tod von Comedian Mirco Nontschew lässt die Fernsehbranche weiterhin in Trauer zurück. In der RTL-Sendung „Explosiv – Weekend“ am Wochenende erinnert sich Nontschews langjährige Weggefährtin Tanja Schumann an das Leben des Comedians. Der Star aus „RTL Samstag Nacht“ habe das Rampenlicht immer eher gemieden und sogar darüber nachgedacht, Deutschland zu verlassen. „Er hat auch mal damit gespielt, nach Amerika zu gehen, um da wieder mehr in der Anonymität leben zu können“, erinnert sich die 59-Jährige.
Es sind durchaus auch wehmütige Töne, die Schumann dabei anschlägt. Gerade mit Blick auf die letzte Zeit im Leben von Nontschew. „Ich glaube nicht, dass er jemand war, der fürs Alleinsein geschaffen war. Und wenn ich jetzt höre, dass er zum Schluss allein gelebt hat, glaube ich nicht, dass er da wirklich glücklich war, mit diesem Zustand“, so die 59-Jährige.
Denn für Nontschew sei immer die Familie das Wichtigste in seinem Leben gewesen, wie auch Schauspielerin Janine Kunze bestätigt. „Das war für ihn das Ein und Alles. Die Familie war sein Anker“, erinnert sich die 47-Jährige.” Merkur.de
Frage: Wenn die Familie so wichtig war, warum starb er dann allein und verlassen?
In die Praxis des Psychiaters kommt ein Mann. Bevor er das Sprechzimmer des Arztes betritt, werden von der Sprechstundenhilfe seine Personalien aufgenommen. Seinen Namen gibt er mit Wettach an, Adrian Wettach. Dem Arzt, der ihn gründlich untersucht, klagt er seine Beschwerden: Ich werde immer wieder von großer Traurigkeit und Zukunftsängsten heimgesucht. Die Diagnose des Arztes lautet: „Sie leiden an einer akuten Neurasthenie (nervöser Erschöpfungszustand) und an Depressionen. Sie müssen sich etwas ausruhen und ein wenig zerstreuen. Ihre Gedanken müssen einmal in eine andere Richtung gelenkt werden.“
Und dann gibt der Arzt seine Ratschläge: „Ich würde Ihnen raten, nehmen Sie sich zwei Wochen Urlaub und fahren Sie an die See. Oder sehen Sie sich leichte Theaterstücke an. Gehen Sie zum Beispiel ins Varieté, dort tritt ein herrlich komischer Clown auf, haben Sie ihn schon gesehen?“
Der Patient schweigt ihn traurig an.
„Also dann gehen Sie mal hin, Sie werden so lachen, dass Sie davon schon halb gesund werden. Das alte Sprichwort stimmt nämlich: Lachen ist gesund!“
Auf diesen Vorschlag hin schüttelte der Patient den Kopf: „Lieber Herr Professor, ich danke Ihnen ehrlich für Ihren Rat, aber leider kann ich ihn mir nicht ansehen. Warum nicht fragt der Psychiater. Ich bin der Clown.“
Ist der Clown, liebevoll mit Make-Up bemalt, der Leute zum Lachen bringt, vielleicht traurig? Auch unter einer Faschingsmaske kann man sich verstecken. Masken machen einen Menschen zu etwas, was er eigentlich nicht ist. Masken verbergen das wahre Gesicht. Und damit sind nicht nur Masken gemeint, die man sich zu Karneval, zum Fasching oder zu Halloween aufzieht, um andere zu belustigen. Viele Menschen scheuen sich, im Alltag so zu sein, wie sie wirklich sind. Praktisch jeder von uns hat mindestens eine Maske.
Einer hat die Ich-bin-ja-so-witzig-Maske auf, ein Chef vielleicht die Ich-bin-effizient-und-mache-nie-einen-Fehler-Maske. Die Ich- hab-das-alles-im-Griff-Maske ist bei berufstätigen Müttern ebenso beliebt, wie die Ich-hab-das-geilste-Auto-und-bin-der-coolste- Fahrer-Maske bei manchen 18jährigen Fahranfängern. Masken lassen sich je nach Situation verändern und anpassen. Natürlich trägt kaum jemand diese Fassaden bewusst. Manche Maske bekommt man auch von seiner Umgebung aufgedrängt. Einige Masken entwickeln sich auch erst mit der Zeit. Und eine Maske kann durchaus gut sein. Sie kann nämlich davor schützen, verletzt zu werden.
Oft ist es aber auch lohnenswert, eine Maske fallen zu lassen. Wenn mich Freunde so kennen, wie ich bin, hat das Vorteile. Nur, wem ich meine Wunden zeige, kann mir helfen. Freunde können mir Mut zusprechen oder vielleicht sogar mich um Hilfe bitten. Denn erst der Blick hinter die Maske eröffnet mir die Möglichkeiten. „In jedem Menschen ist etwas Kostbares, das in keinem anderen ist“ (Martin Buber).
Es gibt, nüchtern betrachtet, keinen Grund, eine Maske aufzubehalten. Sie lenken nur von dem wunderbaren Wesen ab, das jeder Mensch ist. Ob der einzelne das nun von sich glaubt, oder nicht. Schließlich hat Gott jeden Einzelnen so gemacht wie er oder sie ist und hat jeden Menschen herzlich lieb. Kann uns nicht alleine dieser Gedanke genug Selbstbewusstsein geben? Sicher, manche Person ist inzwischen so stark verkleidet, dass der Mensch darunter kaum mehr zu erkennen ist. Aber das soll uns nicht abschrecken.
Lasst uns mutig werden und uns nicht hinter immer den bequemen Fassaden verstecken. Ich bin überzeugt davon, dass manch Spannendes zutage treten kann, wenn wir die Deckung fallen lassen.
„Ich bin niemand anders
als ich selbst
und brauche auch
kein anderer zu sein.
Nur anders will ich
noch werden,
nämlich noch mehr
ich selbst,
so wie Gott mich sieht
und ich mich
immer wieder erkenne,
so wie Gott mich will
und ich mich
selber schätze.“
Wo du geliebt wirst …
Wo du geliebt wirst,
kannst du getrost alle Masken ablegen,
darfst du dich frei und ganz offen bewegen.
Wo du geliebt wirst,
zählst du nicht nur als Artist,
wo du geliebt wirst,
darfst du so sein, wie du bist.
Wo du geliebt wirst,
musst du nicht immer nur lachen,
darfst du es wagen, auch traurig zu sein.
Wo du geliebt wirst,
darfst du auch Fehler machen
und du bist trotzdem nicht hässlich und klein.
Wo du geliebt wirst,
darfst du auch Schwächen zeigen
oder den fehlenden Mut,
brauchst du die Ängste nicht zu verschweigen,
wie das der Furchtsame tut.
Wo du geliebt wirst,
darfst du auch Sehnsüchte haben,
manchmal ein Träumender sein,
und für Versäumnisse, fehlende Gaben
räumt man dir mildernde Umstände ein.
Wo du geliebt wirst,
brauchst du nicht ständig zu fragen
nach dem vermeintlichen Preis.
Du wirst von der Liebe getragen,
wenn auch unmerklich und leis.
Elli Michler
Aus: Ich wünsche dir Zeit © Don Bosco Medien GmbH, München
www.ellimichler.de
Jesus liebt dich!
