Der Gottesdienst der Gläubigen im Krieg reduziert sich auch das Wesentliches des Glaubens. Wer draußen den Lärm von Bomben und Granaten hört, der sucht drinnen keine Unterhaltung von Menschen, sondern hat Verlangen nach dem Wort Gottes. Unsere Geschwister berichten aus dem Donbass und anderen Kampfgebieten der Ukraine, dass an einigen Orten viele Geschwister geflohen sind und oft wenige Alte, Kranke und arme Familien zurückgeblieben sind. Aber jetzt sind die Gottesdienste und Gebetsversammlungen voll mit Menschen, die Hunger nach Gottes Wort haben. An einem Ort waren 6 Geschwister übrig geblieben und nun treffen sich dort jeden Tag ca. 100 Menschen, um Gottes Wort zu hören. Der Glauben beschränkt sich nicht nur auf Sonntagstreffen, sondern täglich versammeln sich die Gläubigen und haben ihre Türen für andere auf. Es ist gut, diesen Menschen materiell zu helfen, aber die geistliche Not ist viel, viel größer. Deshalb ist und bleibt die Verkündigung von Gottes guter Botschaft der wichtigste Auftrag von uns Christen. Auch dieser Krieg ist wieder ein deutlicher Aufruf an alle Menschen, sich mit Gott versöhnen zu lassen. Friedemann Wunderlich/ https://www.msoe.org/
