Dass „Das Dschungelbuch“, der mit erfolgreichste Film aller Zeiten in Deutschland (etwa 28 Millionen Besucher), kommt mit atemberaubender Computer-Technik und seelenlosem Effektgewitter, neu in die Kinos. Das was in „The Jungle Book“ verschlimmert wurde, macht manchen alten Fan traurig. Habe ihn mir gerade angeschaut. Ob Kinder mit zarten 6 Jahren die vielen düsteren, dunklen und bedrohlichen Schreckeffekte verkraften, wage ich zu bezweifeln. Sollen kleine Kinder mit diesem visuellen Bombast von Naturkatastrophen an kommende Schrecknisse der Welt vorbereitet werden? Dennoch konnte dieser Film auch trotz seiner grauenvollen Musik, die Ohrgänge der Besucher werden Violinen-Pauken-Chor-Crescendo bearbeitet, eine wichtige Geschichte erzählen. Der kleine Junge Mogli überlebt den gefählichen Dschungel nur durch die Hilfe seiner „Familie“ und seiner Freunde. Der Urwald ist voller Gefahren und Feinde, doch Mogli überlebt und gewinnt. Er hat Freunde und eine „Wolfsfamilie“, die für ihn kämpfen und ihr Leben wagen. Moglis Geschichte konzentriert sich somit auf die Themen Freundschaft und Vertrauen als notwendige Faktoren für das Überleben in gefährlichen Lebensräumen. Wir Christen sollten neu den Wert und die Notwendigkeit von Freundschaft innerhalb unserer Gemeinschaften erkennen.
Hat doch Jesus selbst gesagt: „Niemand hat größere Liebe als der, der sein Leben hingibt für seine Freunde.“ (Joh. 15,13).
Und in 1. Johannes 3,14-16 schrieb der Apostel: „Wir wissen, dass wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind, weil wir die Brüder lieben; wer nicht liebt, bleibt im Tod. … Hieran haben wir die Liebe erkannt, dass er für uns sein Leben hingegeben hat; auch wir sind schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben.“
