Aus welchen theologischen Gründen legt die Kirche 120 km/h als Grenze fest? Warum nicht 100 oder 90 oder die Geschwindigkeit eines Esels, auf dem Jesus geritten ist?

“Die „Letzte Generation“ ist eine Gruppe von Klima-Apokalyptikern, die die Bevölkerung aufrütteln will. Dazu kleben sie sich mit Klebstoff auf Straßen und Autobahnen, um den Verkehr lahmzulegen; dazu schütten sie in Museen Tomatensauce oder Kartoffelsuppe auf alte wertvolle Gemälde. Gemäß ihrem Motto: „Wenn ihr uns unsere Zukunft nehmt, dann nehmen wir euch eure Vergangenheit.“

Ausgerechnet diese spezielle Gruppierung bekommt auf der EKD-Synode stehend Applaus. Zudem nimmt die Synode mit dem Tempolimit eine der Forderungen der „Letzten Generation“ auf: „Die EKD-Synode beschließt, politische Bemühungen um ein Tempolimit auf deutschen Straßen zu unterstützen. Das Tempolimit soll 120 km/h nicht überschreiten.“

Statt das Evangelium = die „frohe Botschaft“ zu verkündigen, statt Menschen zu trösten und zu stärken, statt den Menschen in der Seelsorge nahe zu sein, statt Menschen die Tür zum Himmel zu zeigen, muss sich die evangelische Moralkirche plötzlich mit dem riesigen Knäuel an Fragen beschäftigen, die rund um die CO2-Reduktion aufkommen. Es reicht doch, wenn um diese Fragen in der Politik gestritten wird; warum soll sich die gleiche politische Diskussion in der Kirche noch einmal wiederholen – meist auf niedrigem Niveau?

Die EKD-Synode hat es bestimmt gut gemeint mit ihrem Beschluss zum Tempolimit. Doch ich befürchte, sie merkt gar nicht, was für ein Gift polit-kirchliche Beschlüsse mit sich bringen. Da hilft nur ein göttliches Gegengift, eine göttlich-heilige Medizin: die herzliche Freude am Schöpfer und an der Schöpfung. Diese Freude kann die Kirche verkündigen und vorleben. Und diese Freude wird Kreise ziehen.”TE/ Achijah Zorn

Mit vollem Tempo zurück zu Jesus und seiner Frohen Botschaft.

Kommentare

  1. Wer seinen Inhalt entleert, muss diesen wieder auffüllen. Die Zeigefinge- Prediger alter Zeiten, die zum Gehorsam gegenüber dem Evangelium gemahnt haben, werden abgelöst von Zeigefinger-Prediger, die auf Feinstaub und Krötenwanderung zeigen. Für irgendwas muss die Kirche ja stehen. Eine Kirche, die seit vielen Jahren nicht mehr die meinige ist.

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