16. Februar 2013: Tony Sheridan,”Lehrer” der Beatles, stirbt in Hamburg.

“Jeden Abend spielt Tony Sheridan auf der Reeperbahn und seine Beatmusik ist so dreckig, laut und wild wie das Publikum. Als die Jets nach England heimkehren, bleibt er und tritt mit verschiedenen Begleit-Bands auf. Irgendwann Ende 1960 stehen zum ersten Mal ein paar begabte Jungs aus Liverpool mit dem Beat-Pionier auf der Bühne…..1961 nimmt Sheridan mit den Beatles eine Platte mit neun Songs auf. Der größte Hit “My Bonnie” macht auch in England Furore und lässt den Plattenladen-Besitzer Brian Ebstein aufhorchen. Er nimmt die Beatles unter Vertrag und macht sie weltberühmt – ohne Tony Sheridan….

Zunächst bleibt Sheridan auch solo der Erfolg treu. Er tourt mit Stars wie Jerry Lee Lewis, nimmt mehrere Alben auf und landet 1964 mit “Skinny Minnie“ seinen größten Hit. Auf einer Australien-Tour unterrichtet er die Brüder seines Saxofonisten auf der Gitarre. Es sind Angus und Malcom Young; ein paar Jahre später gründen sie die Hardrock-Band AC/DC.

1967 geht Tony Sheridan als Truppenbegleiter nach Vietnam. Zurück in seiner Wahlheimat Deutschland greift er spirituelle Themen auf, Blues und Folk prägen nun seinen Stil. Zeitlebens tritt er bei Beatles-Revivals auf und bekennt: “Ich bin stolz auf die kleine Rolle, die ich damals gespielt habe und immer noch spiele.” Lange schwer krank, stirbt Tony Sheridan am 16. Februar 2013 in Hamburg.” www1.wdr.de/stichtag/

Gunter Gabriel sagte: „Der König von St. Pauli – das waren damals nicht die Beatles, sondern das war Tony Sheridan.“  Paul McCartney sprach von ihm als „Lehrer“. Tony Sheridan war der Star in Hamburg und die Beat Brothers waren die Begleitband. Später nannten sie sich die „Beatles“. Nach schrecklichen Kriegserfahrungen in Vietnam suchte er in östlichen Religionen und wurde wie es bei den „Beatles“ damals in Mode war, ein erleuchteter Sannyasin. Er lebte bis zu seinem jetztigen Ableben im Norden des Landes und spielte noch oft auf Hamburgs Bühnen. Er ist dort bist jetzt ein äußerst beliebter und gern gesehener Künstler gewesen.
Sicher wird er jetzt erschreckt feststellen müssen, dass die Inhalte in alten „Beatles“-Songs wie „Tomorrow never knows“ oder „She said, She said“ nicht stimmen können. Denn der Tod ist keine Reise mit Wiederkehroption in einem Kreislauf des Lebens, sondern das Sterben ist was Endgültiges. Niemand ist ein „Nowhere Man“, der irgendwann in einem Nirgensland lebt und seine Nirgensgedanken denkt, sondern, es gibt einen realen Himmel und eine Hölle. Wir als Menschen müssen uns entscheiden.
„Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht.“  Bibel.

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