“Da gab es vier Jahre lang ganze Quadratmeilen Landes, auf denen war der Mord obligatorisch, während er eine halbe Stunde davon entfernt ebenso streng verboten war. Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder.”
Kurt Tucholsky Die Weltbühne, 1931 Ein Mörder tötet weil er es will, der Soldat weil er es muss. Der Mörder tötet aus niedrigen Beweggründen, der Soldat zu einem höherem Zweck, dem der Landesverteidigung. Der Mörder plant seine Tat, richtet sie gegen eine bestimmte Person der Soldat erfüllt seinen Auftrag so gut er kann.
Krieg ist die “Ultima ratio”, die Armee garantiert das Machtmonopol einer Regierung und sie ist im Notfall das Letzte was zwischen dem Volk und einer Willkür der Gewalt irgendwelcher Gruppen steht. Wer verstanden hat, dass Soldaten in dieser Welt nötig sind, der sollte dann auch davon abkommen, sie als Mörder zu bezeichnen.
Ein Unterschied machen da natürlich Kriegsverbrecher, vor denen es zu viele gibt.
“Die Bibel beinhaltet eine Menge Information über Militärdienst. Während viele biblische Hinweise auf das Militär bloße Analogien darstellen, gibt es einige Verse, die sich direkt auf diese Problematik beziehen. Die Bibel erklärt nicht ausdrücklich, ob man Militärdienst leisten sollte. Gleichzeitig sind die Christen versichert, daß der Soldatenstatus in der Schrift hochangesehen ist und sie sollen wissen, daß der Militärdienst in Einklang mit der biblischen Weltanschauung steht.
Das erste Beispiel für Militärdienst findet man im Alten Testament (Genesis 14), da Abrams Neffe Lot von Kedor-Laomer, Elams König, und seinen Verbündeten in Gefangenschaft genommen wurde. Um Lot zu retten, sammelte Abram 318 kampferprobte Männer, die seiner Hausgemeinschaft gehörten, und besiegte die Elamiten. Hier sehen wir Militär mit der vornehmen Aufgabe beauftragt, den Unschuldigen zu retten und zu verteidigen.” gotquestion.org
