Heute vor einem Jahr ist Michail Sergejewitsch Gorbatschow verstorben.

“Als Erster Sekretär des Gebietes Stawropol und Mitglied im Zentralkomitee (ZK) der KPdSU machte er Karriere. Nach dem Tod von Tschernenko wurde Gorbatschow 1985 vom Politbüro zum Generalsekretär der KPdSU gewählt. Innenpolitisch leitete er unter dem Begriff “Perestrojka” eine Reformpolitik ein, um der maroden Sowjetwirtschaft neue Impulse zu geben. Um in der Bevölkerung Unterstützung zu finden, propagierte er eine neue Offenheit (“Glasnost”) im Umgang mit den Problemen der Sowjetgesellschaft. Im Verhältnis zu den USA trat er für eine Entspannungspolitik ein. Er stimmte der Wiedervereinigung Deutschlands zu. 1990 erhielt er den Friedensnobelpreis. Ein Putschversuch gegen Gorbatschow und seine Reformpolitik scheiterte im August 1991, doch trat er mit der Auflösung der UdSSR im gleichen Jahr als Präsident der Sowjetunion zurück.” Kalenderblatt.de

Michail Gorbatschow damals in Washington: “Möge Gott uns helfen!”

Als Gorbatschow Führer der UdSSR wurde, wusste er genau, wie es um die sowjetische Weltmacht stand. Die wirtschaftliche Basis dieser Macht war äusserst brüchig. Deshalb mussten radikale Reformen her. Vor allem musste die unbezahlbare militärische Konfrontation mit der NATO ihr Ende finden. Gerade sie hatte die wirtschaftlichen Kräfte des Landes überfordert. Die meisten Menschen in der Sowjetunion lebten nämlich in bitterster Armut.

Man könnte denken, der Prophet Daniel, er lebte vor mehr als 2500 Jahren in Babylon, habe damals schon die UdSSR charakterisiert. Er spricht von einem Reich, das auf Füssen aus Eisen und Ton steht, das heisst, durch brutalste Gewaltanwendung und (ökonomische) Hinfälligkeit gekennzeichnet ist. Genau das traf auch auf die Sowjetunion zu. Gewalt war das Kennzeichen kommunistischen Herrschaft. Millionen Menschen waren ihr zum Opfer gefallen. Die staatliche Misswirtschaft aber machte aus Russland einen Koloss auf tönernen Füssen.

Hinfällig sind letztlich alle Reiche dieser Welt. Weder eine bestimmte Staatsphilosophie und auch nicht ein noch so charismatischer Führer können den Himmel auf Erden herbeiführen. Viele haben es schon versucht, und selbst die Wahlversprechen von Politikern in einer Demokratie erinnern manchmal etwas an diesen Wunschtraum, endlich die Lösung für die perfekte Gesellschaft zu präsentieren. So sehr Menschen auch das Gute wollen, schliesslich drängt doch alles bald wieder dem Verfall entgegen. Die Bibel kündigt jedoch ein unvergängliches Reich an, in dem Gott selbst herrschen wird, wo alles Böse überwunden und jeder, der darin lebt, vollständig zufrieden sein wird.

Leben ist mehr

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