Im Frühjahr dieses Jahres wurden 26.700 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. Das sind 4,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Weltweit werden täglich rund 140.000 Kinder im Mutterleib getötet. Der aktuelle UNO-Bericht schätzt, dass weltweit jährlich mehr als 72 Millionen Abtreibungen durchgeführt werden. Von den 121 Millionen geschätzten ungeplanten Schwangerschaften pro Jahr. Denn auch das sollte man wissen, eine Abtreibung hat immer zwei Opfer. Ein Kind, das sterben muss und eine Mutter, die weiterleben muss. Mit dieser einfachen Wahrheit dringt man kaum zu den Menschen durch. Selbst seriöse Psychiater und Psychotherapeuten bestreiten die Existenz des Post- Abortion- Syndroms und suchen nach allen möglichen anderen Ursachen. Die Abtreibung darf es nicht gewesen sein.
So stehen wir mitten in einem schrecklichen Dilemma. In den vergangenen Jahrzehnten war die Lebensschutzbewegung nicht im gewünschten Maße erfolgreich. Doch man darf sagen, ohne den Bundesverband Lebensrecht und den jährlichen Marsch für das Leben wäre wohl alles weitaus schlimmer. Was bislang noch verhindert werden konnte, das wird nun eintreten. Politisch werden wir nicht mehr im geforderten Maße durchdringen. Dennoch ist es richtig und konsequent, wenn der BvL sich professionalisiert und zum echten Lobbyisten für das Leben im politischen Berlin wird. Nota bene: Das braucht viel Geld und Personal. Steter Tropfen höhlt den Stein – stete Kommunikation weckt auch bei Abgeordneten vielleicht das Gewissen. Immer mehr setzt sich zudem die Erkenntnis durch, dass konkrete Hilfe und politischer Kampf Hand in Hand gehen müssen. Die Initiative 1000plus, die zunächst recht unpolitisch auf praktische Hilfe gesetzt hat, um Leben zu retten, erhebt inzwischen auch politisch die Stimme.
Geht man aber davon aus, dass – zumindest einstweilen – der politische Kampf, wiewohl er nicht erlahmen darf, verloren ist, dann geht es darum zu einem Paradigmenwechsel zu kommen. Der Paradigmenwechsel heißt: Zeugnis geben. Dem Elend der Abtreibung offensiv entgegentreten.
Die Kernsätze, die es sich und anderen immer wieder zu sagen gilt, heißt:
Christen treiben nicht ab!
Christen helfen nicht bei Abtreibungen!
Christen wirken nicht an Abtreibungen mit!
Christen helfen Frauen in Schwangerschaftsnot, ihre Kinder zu schützen.
Christen kümmern sich um Frauen, die Abgetrieben haben und daran zu verzweifeln drohen. P. Winnemöller

Zwei Frauen, die eine zentrale Rolle bei der Legalisierung der Abtreibung in den USA gespielt haben, wollen diese Entscheidung revidieren. Unter den Namen „Jane Roe“ und „Mary Doe“ hatten die beiden jene Klagen eingereicht, die bis zum Obersten Gerichtshof gelangten. Dessen Entscheidung im Januar 1973 legalisierte die Abtreibung in den USA.„Jane Roe“ heißt mit ihrem richtigen Namen Norma McCorvey. In den Jahren nach der Entscheidung „Roe vs. Wade“ hat sie sich in der Abtreibungsbewegung engagiert. Mitte der 1990-er Jahre änderte sie ihre Haltung, nachdem sie mit Lebensschützern in persönlichen Kontakt kam. Seither setzt sie sich für den Lebensschutz ein. „Ich gehöre Jesus zu 100 Prozent und bin 100 Prozent pro-life. Keine Ausnahmen. Keine Kompromisse“, schreibt sie auf ihrer Internetseite.

Kommentare

  1. Nutellaloeffler

    Wenn man sich das ganze Weltgeschehen, all das war um uns herum geschieht betrachtet , dann kann man nur zu dem Schluss kommen, das der Teufel Real ist und die Menschheit verführt ohne das die Meisten es mitbekommen.

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