Aserbaidschan hungert die Bewohner des armenisch besiedelten Gebiets Nagorni Karabach aus und droht mit militärischer Gewalt. Zu befürchten ist eine «ethnische Säuberung». Die einzigsten geopolitischen Interessen die wir als Europa in dieser Region bzw in Aserbaidschan haben ist, dass wir von Aserbaidschan Öl und Gas kriegen, denn aus Russland wollen wir es ja nicht mehr. Also sind wir schön still und die Armenier die können schauen wie sie kommen. Das ganze Gerede von den “europäischen Werten”, welche die EU angeblich vertritt, widert mich nur noch an – ebenso wie das verlogene Narrativ der USA, es gehe darum, den Ländern, in die man einmarschiert, die Demokratie bringen zu wollen.
Armenien als christliches Land hätte m. E. zu allen Zeiten m e h r Sympathie und Hilfe des Westens verdient gehabt als z. B. die Türkei und Aserbeidschan. Dieses kleine, geschundene Land bzw. Volk müßte sich keine Unterstützung von Rußland (Putin) zu holen, wenn Europa seine schützende Hand darüber gehalten hätte. 1915 fand im zu Ende gehenden Osmanischen Reich ein Völkermord an den Armeniern statt. Ca. 1,5 Millionen Armenier (und andere christliche Gruppen) fanden einen grausamen Tod. Seither ist der Nachfolgestaat, die heutige Türkei, “armenierfrei”. Offensichtlich reicht es der Türkei nicht, dass damals die Hälfte des armenischen Volkes ausgerottet und sein Territorium auf das heutige Armenien reduziert wurde. Deshalb hilft Erdogans Türkei dem türkischen Brudervolk der Aserbaidschaner, den Job zu vollenden.Damals kam niemand den Armenier zu Hilfe, heute ist es genauso. Beten wir für die Christen dort, die dem Verhungern ausgesetzt sind.
