
Die meisten Deutschen (68 Prozent) lesen nie in der Bibel. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.
Die übrigen Befragten lesen täglich (fünf Prozent), mindestens einmal pro Woche (vier Prozent), mindestens einmal im Monat (vier Prozent) oder seltener als einmal im Monat (15 Prozent) in der Bibel. Zwei Prozent antworteten jeweils mit „Weiß nicht“ und „keine Angabe“. In den östlichen Bundesländern sagen fast vier von fünf Befragten (78 Prozent), dass sie nie in der Bibel lesen, im Westen sind es zwei von drei (66 Prozent). In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen ist der Anteil der Bibelleser überdurchschnittlich hoch (täglich: elf Prozent, einmal pro Woche: acht Prozent, einmal im Monat: zehn Prozent, seltener als einmal im Monat: elf Prozent), der Anteil der Nicht-Leser mit 56 Prozent vergleichsweise gering.
Unter den Angehörigen der christlichen Konfessionen geben die Katholiken mit 61 Prozent am häufigsten zu, dass sie nie in der Bibel lesen, gefolgt von den landeskirchlichen Protestanten (57 Prozent). Bei den Mitglieder von Freikirchen sind die Nicht-Bibelleser dagegen mit 15 Prozent klar in der Minderheit. Mehr als jeder dritte Freikirchler liest dagegen täglich im Wort Gottes (einmal pro Woche: 20 Prozent, einmal im Monat: 15 Prozent, seltener als einmal im Monat: neun Prozent). Bei den Muslimen ist der Anteil derjenigen, die nie in der Bibel lesen mit 47 Prozent geringer als in der Gesamtbevölkerung, bei den Konfessionslosen ist er mit 89 Prozent deutlich größer.
Unter den Anhängern der politischen Parteien geben die Sympathisanten des Bündnisses Sahra Wagenknecht mit 75 Prozent am häufigsten an, nie in der Bibel zu lesen, gefolgt von den Parteigängern der Linken (73 Prozent), der Grünen und der AfD (jeweils 71 Prozent), der FDP (65 Prozent), der SPD und der CDU/CSU (jeweils 63 Prozent). idea.de
Ein Mann vom Lande brachte einst seinen Sohn zu einem Schuhmacher in die Lehre. Während der Junge in einem Nebenzimmer, wohin ihn sein Lehrherr begleitete, damit beschäftigt war, seine Sachen aus dem Koffer zu packen, welchen der Vater wieder mitnehmen wollte, hörte dieser, wie der Schuhmacher zu dem Knaben sagte:
„Da hast du ja eine Bibel. So etwas gebrauchen wir hier nicht, die leg nur in den Koffer und lasse sie deinen Vater wieder mitnehmen!“
Sobald der Vater dies gehört, öffnete er die Tür und sagte: „Ja, die nehme ich wieder mit, aber meinen Sohn nehme ich auch mit.“
Wo keine Bibel ist im Haus,
Da sieht’s gar öd‘ und traurig aus!
Da kehrt der böse Feind gern ein,
Da mag der Heiland-Gott nicht sein.
aus: Ermunterung + Ermahnung
