Der Enkel des Massenmörders Höss ist zu einem Diener Gottes geworden. Der Christ bekennt jetzt im Magazin “Focus” anlässlich des Kinofilms „The Zone of Interest“ seinen Glauben an Jesus.
“Ich bin 1962 geboren, in meiner Jugend war Höß kein großes Thema mehr in der Öffentlichkeit. Aber ich las mit 16 Jahren die biografischen Aufzeichnungen meines Großvaters, die er in der Haft geschrieben hatte. Das Buch stand bei meinen Eltern im Regal. Ich war schockiert. Mein Großvater war der größte Massenmörder aller Zeiten. Ich wollte dann erst einmal nur weg. Wohin gingen Sie?
Nach der Schule machte ich in Stuttgart eine Lehre als Koch. Danach ging ich zur Bundeswehr, war in England stationiert. Mein Traum war es, Hotelmanager im 5-Sterne-Segment zu werden. Das ging in Erfüllung. Ich lebte in Macao, Singapur, Thailand, Bali, China, Ägypten, Dubai. Ich war ein arroganter, selbstverliebter 28-Jähriger mit Rolex am Arm. Edelnachtclubs, doppelte Gin-Tonics, Partys, Mädels, Bodybuilding, Sixpack – das war mein Ding. Aber innerlich war ich kaputt. Der Glaube hat mich gerettet. Wie kamen Sie dazu?
Ich hatte in Singapur eine Mandel-OP, bei der ich so viel Blut verlor, dass ich fast starb. Im Krankenhauszimmer fand ich eine Gideon-Bibel in der Schublade. Das war eigentlich überhaupt nichts für mich, aber ich nahm sie doch zur Hand. In der Geschichte von König David, der einen treuen Soldaten opfert, um seine eigenen Sünden zu vertuschen, habe ich mich erkannt. Ich war ein skrupelloser Manager. Alles drehte sich um Leistung, Erfolg und Profit. Der Zweck heiligte die Mittel. Später bekam ich über einen Bekannten Kontakt zu einer christlichen Gemeinde in Singapur. Die Gemeinschaft und der Glaube wurden immer wichtiger, an Ostern 1989 stand fest: Ich will Jesus nachfolgen.” Focus.de Er hat wie viele in Schuld geborene die Gnade und Vergebung und Erneuerung von Jesus erleben dürfen:
Jesus wurde bestraft, damit uns vergeben werde Jesus wurde verwundet, damit wir geheilt würden Jesus wurde mit unserer Sündhaftigkeit zur Sünde gemacht, damit wir mit seiner Gerechtigkeit gerecht gemacht würden Jesus starb unseren Tod, damit wir sein Leben empfangen würden Jesus ertrug unsere Armut, damit wir an seinem Reichtum teilhaben könnten Jesus ertrug unsere Scham, damit wir seiner Ehre teilhaftig würden Jesus ertrug unsere Ablehnung, damit wir seine Annahme beim Vater hätten Jesus wurde zum Fluch, damit uns der Segen zuteil werde
