Erlösung und Glaube sind so einfach. Tue es doch.

Das Neue Testament vergleicht die Erlösung damit, jemand durch die Tür hinein zu lassen. In Offenbarung 3:20 sagt Jesus: “Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Nachtmahl mit ihm einnehmen und er mit mir.” Es ist sehr einfach, eine Tür zu öffnen.
Jesus sagte, dass Errettung damit vergleichbar ist. Er befindet sich außerhalb deines Lebens. Er ist nicht dein Erlöser. Du hast bisher ohne Ihn gelebt. Du hast Ihm nie vertraut. Nun sagst du einfach: “Bitte, Jesus, komm’ herein.” Gott sagt, dass so Erlösung ist.

Erlösung ist, wie einen Schluck Wasser zu trinken. In Johannes 4:14 sagt Jesus: “Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird nie wieder Durst haben.” In Offenbarung 22:17 heißt es: “Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; wer will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.” Nun, es ist sehr einfach, einen Schluck Wasser zu trinken. Einige Leute sind so durstig, dass sie nach dem Trinken ein befriedigtes Grunzen von sich geben. Einige sagen: “Ahhh.” Einige schlucken es einfach und das war’s. Wer von ihnen hat nun das meiste Wasser bekommen? Welche Gefühle es in dir auslöst hat überhaupt nichts damit zu tun! Jesus sagte, dass die Erlösung damit zu vergleichen ist, einen Schluck Wasser zu trinken. Bist du durstig? Weißt du, dass du verloren bist? Weißt du, dass du Christus brauchst? Er ist das Wasser! Du trinkst es und Er ist in dir. So kann man nach Seiner Aussage die Erlösung symbolisieren.

Erlösung ist wie das Annehmen eines Geschenks. Römer 6:23 sagt: “Denn der Lohn der Sünde ist der Tod. Doch das Geschenk Gottes ist ewiges Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.” In Epheser 2:8-9 steht: “Denn durch Gnade seid ihr errettet vermittels des Glaubens; und das nicht aus euch. Es ist ein Geschenk Gottes, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.” Ich gebe jemandem ein Geschenk. Er nimmt es an. Gehört es jetzt ihm? Absolut! Was ist, wenn er sich nicht gut fühlt? Das Geschenk gehört trotzdem ihm. Was ist, wenn er nicht vor Freude tanzt? Das Geschenk gehört trotzdem ihm. Was ist, wenn er nicht weint? Es gehört ihm trotzdem. Es ist sehr einfach, ein Geschenk anzunehmen. Du musst nur die Hand ausstrecken, es nehmen und glauben, dass es dir gehört.
Nun, die Bibel sagt, dass man Erlösung damit vergleichen kann. Jesus ist Gottes unaussprechlich kostbares Geschenk. Ewiges Leben ist Gottes Geschenk an den Menschen. Jeder, der sagt: „Ich bin bereit, das Geschenk anzunehmen“, kann es von Gott in Empfang nehmen.

Erlösung ist wie das Gehen durch eine Tür. In Johannes 10:9 sagt Jesus: “Ich bin die Tür.” Und in Johannes 14:6 sagt Er: “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.” Ist es sehr kompliziert, durch eine Tür zu gehen? Nein. Wahrscheinlich werde ich dabei nicht laut rufen, weinen oder johlen. Ich gehe einfach durch die Tür.
Jesus sagte, dass auf der einen Seite der Tür das ewige Leben ist. Auf der anderen Seite ist der ewige Tod. Der Unterschied ist eine Tür. Jeder, der erkennt, dass er nicht errettet ist und dass Christus ihm ewiges Leben schenken will und dann sagt: “Herr, ich nehme deine Vergebung meiner Sünden an und gehe jetzt durch diese Tür namens Christus“ wird in derselben Minute von Gott zu Seinem Kind gemacht!

Erlösung wird verglichen mit Nach-Hause-Kommen. Das ist sehr interessant. Hier finden wir in Lukas Kapitel 15 einen Jungen, der beschließt, seinen Vater zu verlassen und in ein weit entferntes Land zu gehen. Er nimmt all seinen Besitz und sein Erbteil mit, verjubelt alles, gerät in Schwierigkeiten, sucht nach einem Job und kann nichts finden außer einer Tätigkeit als Schweinehirte. Er sinkt so tief dass er sich schließlich vom Fraß der Schweine ernährt. Schließlich sagt er: “Den Dienern im Haus meines Vaters geht es besser. Sie essen Brot und Kartoffeln und Fleisch und Bohnen. Ich werde zu meinem Vater zurückgehen.” Er kommt zurück zu seinem Vater und dieser nimmt ihn sofort auf.
Erlösung ist wie Nach-Hause-Kommen. Stellen wir uns die Zusammenkunft einer Familie vor. Einige der Kinder kommen nach Hause. Eines sagt unter Tränen: „Oh, ist das gut, wieder zu Hause zu sein!“ Ein anderes sagt: “Mann, ist echt cool, wieder da zu sein!” Ein anderes sagt sehr ernst: “Es ist wunderbar, zu Hause zu sein.” Ein anderes sagt: “Hallo Mutter, wie geht es dir?” Welches von ihnen ist dem Zuhause am nächsten? Es macht keinen Unterschied, ob das eine weint, das eine lacht und das andere etwas nüchterner bleibt – sie sind alle zu Hause! Der Herr hat nie gesagt, dass Erlösung so sein muss, dass jemand auf dem ganzen Heimweg weint oder ruft oder lacht. Es ist eben wie Nach-Hause-Kommen!
Vielleicht bist du verloren und entfernt von Gott. Jesus Christus ist Erlösung. Du musst nur sagen: „Herr, ich komme nach Hause.“

Erlösung wird verglichen mit der Zustimmung zu einem Vorschlag. Wie viele verheiratete Frauen erinnern sich noch sehr gut daran, wie es war als sie „Ja“ zu einem Vorschlag gesagt haben? War das kompliziert? Einige haben sicher unter Tränen ihr „Ja“ gehaucht. Manche haben glücklich gestrahlt. Und es gab sicher auch solche, die sich im Herzen wunderbar fühlten, äußerlich jedoch nicht so überschwängliche Emotionen gezeigt haben. Egal wie sie ihr „Ja“ gesagt haben, es hatte dieselben Folgen.
Jesus fragt: “Willst du mich heiraten? Wirst du zu mir kommen? Willst du mir vertrauen?” Wenn du “Ja” dazu sagst bist du errettet! Wenn du “Nein” sagst bist du verloren! Wie du deine Antwort gibst hat nichts mit dem ewigen Schicksal deiner Seele zu tun.

Jesus vergleicht Erlösung mit dem Annehmen einer Einladung. Jesus erzählte das Gleichnis von einem Mann, der ein großes Festbankett herrichtete und viele dazu einlud. Jesus sagt: “Kommt zu mir, alle die ihr mühselig und beladen seid und ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11:28). Ich frage einen Freund: “Kommst du heute Abend zum Essen zu mir?“ Wenn er schon eine ganze Woche lang nichts mehr gegessen hat wird er vielleicht antworten: „Worauf du dich verlassen kannst! Klar komme ich!” Wenn er aber gerade erst eine gute Mahlzeit hinter sich hat sagt er vielleicht nur: “Ja, ich komme.“ Ist er mehr oder weniger eingeladen, abhängig von der Art, wie er antwortet? Das macht nicht den geringsten Unterschied. Er hat in jedem Fall die Einladung angenommen und das allein ist es, was zählt.
Gott sagt auch: “Ich habe ein großes Festbankett hergerichtet. Ich habe Erlösung bereitgestellt. Es ist ein Geschenk. Wirst du kommen? Bitte komm!”
Manch einer sagt schluchzend: “Und ob ich komme! Ich bin so tief in Sünde abgerutscht! Ich komme!” Ein anderer sagt sehr ernst: “Ja, ich brauche den Herrn. Ich werde kommen.“ Und ein dritter sagt voller Begeisterung: „Ein Festbankett? Ich bin schon da!“ Wieder ein anderer ruft nur „Juchu!“ und läuft los.
Egal wie du handelst, du wirst darum nicht mehr oder weniger zu essen bekommen. Entscheidend ist ausschließlich, dass du „Ja“ zu der Einladung gesagt hast. Solange du dem ewigen Wort Gottes vertraust, hast du Erlösung! Würden die Menschen das doch verstehen! Gott sagt einfach: “Komm!” Der Mensch hat versucht, Religionen zu machen und den Hauptfokus auf die Nebensächlichkeiten zu richten wenn doch die Wahrheit ist, dass man, um errettet zu werden, nichts weiter als einfach nur zum Herrn Jesus Christus kommen muss.

Er vergleicht Erlösung mit einem Bad. In Titus 3:5 sagt Er: “…nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit hat Er uns gerettet durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes.” Erlösung wird mit einem Bad verglichen. Denke daran: Jesus ist derjenige, der dich badet und sauber macht.
Viele von uns nehmen einmal in der Woche ein Bad, ob es nun nötig ist oder nicht. Es ist keine große Sache, ein Bad zu nehmen. Manches Mal habe ich schon nach einem heißen Tag ein kühles Bad sehr genossen. Bei anderen Gelegenheiten hatte ich es eilig und habe mein Bad nur sehr schnell genommen. Beide Male war ich aber hinterher sauber. Es spielt also keine Rolle, ob man dabei genüsslich schnurrt oder nicht. Ein Bad zu nehmen ist sehr einfach. Du weißt, das du schmutzig bist. Jesus hat die Seife. Du steigst in die Wanne und er badet dich. Die Umstände mögen unterschiedlich sein. Die Auswirkungen können sich auf unterschiedliche Weise zeigen. Doch das Bad ist dasselbe. Jesus sagte, dass man die Erlösung damit vergleichen kann. Er reinigt alle die in das Bad der Erneuerung zu Ihm kommen.
Einige sind so schmutzig und so weit in Sünde abgerutscht dass sie nach dem Bad gar nicht anders können als überschwänglich reagieren weil sie sich noch nie so sauber erlebt haben. Einige weinen vor Freude. Doch all die äußerlichen oder innerlichen Emotionen und Reaktionen sind nebensächlich. Wichtig ist, dass du in die Wanne steigst und das Bad nimmst.

Erlösung wird mit dem Einzahlen von Geld auf der Bank verglichen. In 2. Timotheus 1:12b steht: “Denn ich weiß, wem ich mein Vertrauen geschenkt habe, und ich bin überzeugt, dass er mächtig ist, das mir anvertraute Gut zu verwahren bis auf jenen Tag.” Zwei Menschen nehmen dieselbe Summe Geld und zahlen es bei der Bank ein. Der eine ruft glücklich: „Super! Ich habe 1.000 Euro gespart!“ Der andere sagt nur nüchtern: „Ich auch.“ Wie glücklich der eine oder der andere über das gesparte Geld ist macht keinen Unterschied. Beide haben 1.000 Euro auf ihrem Sparbuch! Die Frage ist nicht ob du vor dem Kassierer vor Freude geweint hast oder ihn umarmt hast oder keine Miene verzogen hast. Entscheidend ist nur, ob du ihm das Geld gegeben hast.
Viele Leute sagen: “Ich bin errettet weil ich Gänsehaut hatte und es richtig gut spüren konnte.” Doch das ist nicht der Grund, weshalb du errettet bist. Du bist errettet weil du deine Seele in die Hände von Jesus gelegt hast. Du bist errettet weil du „Ja“ zu Golgatha gesagt hast.

Erlösung ist wie das Essen einer Mahlzeit. Die Bibel sagt: “Kommt, alles ist bereit!“ Stellen wir uns einen kleinen Jungen vor, der zu Hause seine Mutter fragt: “Mama, ist das Mittagessen fertig?“ – “Ja, Schatz.” Er ruft: „Klasse, Mama. Ich hab’ ja so einen Kohldampf! Toll, dass es Hackbraten gibt!“ Danach kommt der Vater in die Küche, schaut in den Topf und sagt emotionslos: „Aha, wieder Hackbraten.“ Beide essen hinterher denselben Hackbraten. Wie sie ihn essen spielt keine Rolle. Ob mit dem Löffel oder einer Gabel, ob hastig oder genüsslich. Alle haben hinterher dasselbe im Bauch. Es geht bei der Erlösung nicht um all diese Äußerlichkeiten. Es geht darum: Hast du Jesus vertraut und hat Er dich errettet? (Jack Hyles)

Kommentare

  1. Angelika Scharpf

    PS: ich denke gerade an die Geschichte vom reichen Jüngling. Warum sagte der Herr nicht: “glaube einfach”, sondern “gehe hin und verkaufe alles was Du hast…”?
    Ich denke, an dieser Geschichte wird es klar, was ich meine. Der Jüngling wusste, dass er das ewige Leben nicht hat und er kam zum Herrn, also auch zur richtigen Person. Was war also der Grund, dass der Herr ihn wegschicken musste?

  2. Du schreibst “Erlösung und Glaube ist ganz einfach. Tue es doch”. Ehrlich gesagt ist Erlösung nicht ganz einfach, weil sie von Christus erwirkt wurde und ich denke, es war das schwerste, was je getan wurde.

    Und zweitens ist Glaube nicht ganz einfach, weil es ein wunderbares Wirken Gottes an der Seele eines Menschen ist. Gott selbst ist der Anfänger und Vollender des Glaubens. Man kann also gar nicht “einfach glauben”.

    Wenn ich Deinen Beitrag lese, verstehe ich Dich so: Weißt Du, dass Du verloren bist? Dann glaube einfach, die Schrift sagt es, und dann bist Du schon errettet. Wirklich?

    Dieses und ähnliche seltsame Halb- und Dreiviertelevangelien retten nicht. Ich will erklären warum.

    Erstens: Weiß derjenige eigentlich, was er alles glauben muss? Das Evangelium, wonach Jesus Christus starb für unsere Schuld? Das glauben so manche Esoteriker, Allversöhner, die Katholiken, die Zeugen Jehovas und andere. Würdest Du sagen, sie alle sind errettet?
    Wie ist es mit: Alle Schrift als Wort Gottes muss geglaubt werden, die Wahrheit über Jesus Christus muss geglaubt werden….

    Zweitens: Weiß derjenige eigentlich, was die Bedingungen für Jüngerschaft und Nachfolge sind? Kann er die Kosten berechnen?

    Drittens: Was bedeutet: Tut Buße und glaubt an das Evangelium, glaubt an den NAMEN des Herrn Jesus Christus und nehmt ihn auf? Weiß er, was es bedeutet, Buße zu tun, an den Namen des HERRN zu glauben und Jesus Christus aufzunehmen?

    Viertens: Was bedeutet dass das Evangelium in Kraft kommen muss?

    Ich bezeuge: Jeder, der das errettende Wirken Gottes an seinem Herzen erlebt hat, weiß aus lebendiger Erfahrung: Das Evangelium kommt in Kraft (1Kor 2,5; 1Kor 4,20), die Kraft Gottes bewirkt erwecklich und kontinuierlich erziehend Buße, Heiligung und Wachstum. Buße ist eine Sinnesänderung, das innerste Wesen des Menschen betreffend (Ps.51; Apg8,22; Sam.7,3). Gnade nimmt uns in Zucht und heiligt uns (Titus 2,11-15). Glaube ist eine feste Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht. Der heilige Geist überzeugt uns von der Wahrheit.

    Echter Glaube und beständige Buße gehen Hand in Hand: Glaube bewirkt Buße; und Buße bewirkt Glaube und das alles hat ein äußerst schweres und schmerzhaftes Ziel. Durch den guten Kampf des Glaubens soll der alte Mensch in den Tod gegeben werden und mit ihm jeder Eigendünkel, der eigene Wille, jede Selbstbestimmung und all das, was gegen Christus steht, und das ist der ganze alte Mensch.

    Spurgeon sagte dereinst: Der Heilige Geist ist nicht gekommen, es uns in den Sünden gemütlich zu machen, sondern er ist gekommen, den alten Menschen niederzureißen und zwar so gründlich niederzureißen, dass kein Balsam mehr aufhelfen kann.

    Wenn das beginnt, beginnt ein Kampf zwischen zwei Extremen geistlichen Wahrheiten in uns, Extreme, die größer nicht sein können. Kennst Du diesen Kampf?

    Solange es heißt: Glauben ist einfach, frage ich mich, was verstehst Du unter Glauben? Ein für wahr halten von Fakten? Ein Ja zum Evangelium? Ein “Super” zur Errettung?

    Heute gibt es viele verwaschene Evangelien, kein Wort von Buße und dem Ernst der Nachfolge. Friede, Friede (mit Gott), wo doch gar kein Friede ist. Statt der engen Pforte ein Scheunentor. Glaube einfach!

    Ich habe wegen so einem Dreiviertelevangelium eine Gemeinde verlassen und würde das sofort wider tun.

    Glaube und Buße gehören zusammen.
    Ein Evangelium ohne Buße ist ein Evangelium der breiten Pforte. Bonhöeffer nennt das billige Gnade und Seelenmord, W Pink nennt es einen Sargnagel und verderbliche Lehre, A.W. Tozer nennt das eine Irrlehre und die Schrift nennt das Gnade in Ausschweifung verdrehen.

    LG Angelika Scharpf

      • Ich hab gelernt, dass die präzisen Schriftstellen die einseitigen Schriftstellen näher erläutern. Die einseitigen Schriftstellen dürfen nicht so interpretiert werden, dass sie die präzisen Schriftstellen in Frage stellen oder aushebeln.
        Der Herr erforscht die Herzen. Ich kann mir vorstellen, dass der Schächer am Kreuz niemals EINFACH glauben kann, all seine Schuld vor Augen und so zerbrochen, dass er einsieht, dass er diese furchtbare Strafe verdient hat. Als er Jesus Christus anspricht auf sein Reich und damit zeigt, dass er den, der da unschuldig am Kreuz hängt, als den erkannt hat, den der Vater als Erlöser gesandt hat, bewies er, dass er erweckt ist.

        • Angelika Scharpf

          PS: ich denke gerade an die Geschichte vom reichen Jüngling. Warum sagte der Herr nicht: “glaube einfach”, sondern “gehe hin und verkaufe alles was Du hast…”?
          Ich denke, an dieser Geschichte wird es klar, was ich meine. Der Jüngling wusste, dass er das ewige Leben nicht hat und er kam zum Herrn, also auch zur richtigen Person. Was war also der Grund, dass der Herr ihn wegschicken musste?

  3. Eva

    Die Notwendigkeit der Wiedergeburt und der damit einhergehenden Erlösung vergleicht Jesus damit, von einer tödlichen Schlange gebissen worden zu sein und dann – nichts zu tun.
    Nichts dagegen zu unternehmen, keine Panik zu haben und eine Anstrengung ums Überleben zu beginnen, sondern einfach zu glauben. Auf die Erhöhung eines anderen, auf das Werk eines anderen zu vertrauen… (Joh 3,1-21)

    Ist das einfach? Ist das wirklich einfach?

    Nachzulesen in 4. Mose 21,4-9

    Wenn viele Menschen aus dem Volk neben dir sterben. Sterben! Dann ist es also ganz einfach, nur auf die erhöhte Schlange zu blicken und am Leben zu bleiben?

    Ich weiß nicht, wie man sagen kann, dass Erlösung einfach ist.

    Theoretisch. Ja.

    Aber schon beim Vergleich mit der Hochzeit wird es deutlich: Die Ehe ist etwas Wunderbares, Gottes Idee für uns Menschen. Aber: Ist es wirklich so einfach, “Ja” zu sagen. Sagt man da nicht “Ja” zu einer lebenslangen Treuebeziehung?

    Sagt man da nicht “Ja” zu jemanden anderen und gleichzeitig “Nein” zu einem selbstbestimmten Eigenleben? Ist das wirklich so einfach?

    Verpflichtet man sich in der Ehe nicht von Herzem dem Ehepartner gegenüber? Hat das keine Konsequenzen für das eigene Leben?

    Wasser trinken, schlucken und gut ist? Was ist denn das für eine Botschaft?

    Warum sagt Jesus, dass man die Kosten überschlagen soll, bevor man IHM nachfolgen will, wenn es so einfach ist? (Vielleicht, weil Rettung und Nachfolge für den Autoren Jack Hyles zwei völlig voneinander getrennte Dinge sind?)

    Jesus sagt, dass derjenige sein Leben verlieren wird, der sein eigenes Leben liebt. Diese Aussage steht wohl sechs mal so oder so ähnlich in den Evangelien.

    Ich möchte jeden ernsthaft Suchenden und jedem echten Gläubigen den folgenden Artikel empfehlen:
    https://www.bibelstudium.de/articles/834/leben-verloren-und-bewahrt.html

    “Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren. Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach; und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein; und wenn jemand mir dient, so wird ihn [mein] Vater ehren.” (Joh 12,25-26)

    Einfach?

    Paulus zumindest beschreibt rettenden Glauben so, dass diejenigen, die dem Christus Jesus angehören, ihr Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt haben. (Gal 5,24)

    Das Leben des Gläubigen im Geist beschreibt er als geistlichen Kampf, es ist der gute Kampf des Glaubens. Dieser geistliche Kampf im wiedergeborenen Gläubigen richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte der Finsternis. Nicht weniger als die Waffenrüstung Gottes ist nötig, um in diesem Kampf zu bestehen. (Eph 6,10-17)

    Diesen Kampf kann man nicht in eigener Kraft bestehen, sondern nur in der Kraft des Herrn. Und diese Kraft wird nur und ausschließlich in der Selbstverleugnung und in der Kraft des Kreuzes des Herrn wirksam.

    Ja, sowohl rettender Glaube als auch ein Leben in der Nachfolge geschieht durch die Gnade Gottes, gewirkt durch den Heiligen Geist. Dem natürlichen Menschen und in eigener Kraft ist beides unmöglich.

    Außerdem möchte an dieser Stelle noch an Titus 2,11-15 erinnern, wozu die Gnade Gottes erschienen ist:

    “Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen, und unterweist uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dem jetztigen Zeitlauf, indem wir die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus erwarten. Der hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns loskaufte von aller Gesetzlosigkeit und sich selbst ein Eigentumsvolk reinigte, das eifrig sei in guten Werken. Dies rede und ermahne und überführe mit allem Nachdruck!”

    Der Herr Jesus hat einen unfassbar großen Preis bezahlt und ER reinigt sich ein Eigentumsvolk. Zu guten Werken. ER selbst ist die Kraft dazu, ER ist der Weg dazu und ER ist das Ziel.

    Rettender Glauben ist kein Gefühl. Ok. Stimme ich zu.

    Aber ich wundere mich trotzdem um diese Darstellung des rettenden Glaubens -entgegen anderslautenden Blogbeiträgen…

    Hierzu fällt mir ein Wort von Dietrich Bonhoeffer ein: Billige Gnade.

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