Ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn. Epheser 6, 4

Universelle Menschenrechte, Rechtsstaat, die Idee individueller Freiheit, der Gleichheit vor dem Gesetz usw. wären ohne das Christentum undenkbar. Die Grundkonzepte entstammen dem Neuen Testament und sind schon von den Kirchenvätern in den ersten Jahrhunderten vertreten worden. Entsprechend waren es auch Christen, die in der Neuzeit die Sklaverei abgeschafft haben, wobei schon im Frühchristentum Autoren scharf gegen die Sklaverei argumentiert haben.
Insofern gebe ich (als Nicht-Katholik) jemandem wie Vance grundsätzlich recht. Ein demokratisch-freiheitlicher Rechtstaat, der die Menschenwürde zum Zentrum hat, kann sich nicht dauerhaft und vollständig vom Christentum lossagen. Man sieht an der links/woken-Bewegung schon klare Folgen einer Entchristlichung: Einen angeblich antirassistischer Rassismus, eine angeblich gegen Diskriminierung gerichtete Diskriminierung, Hyperegalitarismus mit extremen Doppelstandards, und protegierte Gruppen, die gleicher sind als die anderen.
Wer das interessante Buch “Hillbilly-Elegie” von J.D. Vance gelesen hat, versteht besser, was er meint, wenn er die Rückbesinnung auf den christlichen Glauben fordert.
Menschen, welche die Autorität des biblischen Gottes anerkennen, sind weniger in der Gefahr, sich selbst und ihre Vorstellungen absolut zu setzen und sich gehen zu lassen.
Vance hat beobachtet, daß gläubige Christen viel weniger dem Staat zur Last fallen als Nicht-Gläubige. Ihre Familien sind stabiler, sie nehmen weniger Drogen, sie arbeiten regelmäßiger und verhalten sich engagierter im sozialen Bereich.
Diese Erkenntnis entspricht dem, was der deutsche ehem. Verfassungsrichter Bockenförde einmal so formuliert hat:
“Der freiheitliche, säkulare Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.”
Von daher ist es m. E. für die Länder der westlichen Welt unumgänglich, den echten Christen wieder den Rücken zu stärken, statt sie zu Fortschrittsgegnern zu erklären oder sogar lächerlich zu machen. Anderenfalls verlieren sie den größten Teil des Fundamentes, auf dem ihre freiheitlich-demokratische Ordnung ruht. Wir können diese Entwicklung ja bereits überall in Westeuropa beobachten.
Wenn wir nicht wollen, daß der Islam seine Anschauungen in Europa durchsetzt, müssen wir unsere christlichen Werte den ihrigen viel entschiedener entgegensetzen als bisher. Ch. Wallau
