Sieht so dein Jahresrückblick 2024 aus. Total kaputt ist unsere Welt.
Im Januar wollte ich mich für eine humane Einwanderungspolitik einsetzen, aber dann kamen Leute, die nur noch von Überfremdung und hohen Kriminalitätsraten geredet haben.
Im Februar hatte ich mir fest vorgenommen, nur noch Bioeier zu essen, aber dann hat man mir gesagt, dass es den Biohühnern fast genauso schlecht ginge wie den normalen Hühnern.
Im März war ich kurz davor, mir ein Elektroauto zu kaufen, wurde aber dann auf die Verschwendung von Rohstoffen für Lithium-Batterien hingewiesen.
Im April hatte ich vor, meinen Plastikverbrauch zu reduzieren, habe aber dann erfahren, dass das allermeiste Plastik im Meer aus Fernost stammt.
Im Mai wollte ich meinen Diesel verschrotten lassen, aber dann habe ich gelesen, dass dessen Emissionen nur einen Bruchteil der schädlichen Stickoxide ausmachen.
Im Juni wollte ich von Fleisch auf Tofu umsteigen, aber dann habe ich Bilder von abgerodeten Wäldern für den Sojaanbau gesehen.
Im Juli wollte ich für Afrika spenden, aber dann meinte jemand, dass die meisten Spendengelder sowieso im Korruptionssumpf vesickern würden.
Im August wollte ich keine Billigklamotten mehr kaufen, aber dann hat man mir erklärt, dass auch bei teuren Anziehsachen die Produktionskette total undurchsichtig sei.
Im September wollte ich mehr Fahrrad fahren, aber dann stand irgendwo, dass der Mensch fast gar keinen Einfluss auf den Klimawandel hat.
Im Oktober wollte ich mehr Gemüse essen, aber dann hieß es, dass gespritztes Gemüse extrem pestizidbelastet und ungespritzes Gemüse bakterienbelastet sei.
Im November habe ich darüber nachgedacht, dass alles, was man tut, eigentlich total sinnlos ist, aber dann hieß es, dass Nachdenken depressiv macht.
Im Dezember wollte ich dem Nachbarn beim Umzug helfen, aber dafür hatte ich keine Zeit, weil ich mir im Internet noch so viele Studien und Statistiken durchlesen musste.
Ich rate dir – lebe ab heute mit Jesus. Das macht voll Sinn.
