Hin geht die Zeit, schnell kommt der Tod.

Hin geht die Zeit, her kommt der Tod
Ein alter Mann hatte sein Leben ohne Jesus zugebracht. Der Herr hatte oft bei ihm angeklopft, mehrmals sogar mit schwerem Nothammer, aber vergebens.
Haus und Hof, Frau und Kind hatte der Mann verloren und doch war er durch all das Elend nicht zu Dem gekommen, der jeden Sünder gern selig macht.
Als er nun immer älter wurde, besuchte ihn öfter ein Prediger und ermahnte ihn eindringlich, Buße zu tun. Der Alte antwortete: “Ich will Buße tun, doch jetzt noch nicht. Ich lebe noch lange und weiß: Keine Buße ist zu spät, wenn sie nur von Herzen geht.”
Als aber das 86. Lebensjahr zu Ende ging, wurde die Zunge des Greises plötzlich lahm und seine Ohren wurden taub. Die Angehörigen riefen eilends den Prediger. Dieser kam und fand den Alten daliegen, die Hände bald ringend, bald sein spärliches Haar ausraufend, bald die Wände zerkratzend, die bangen Blicke voll Verzweiflung. Er konnte kein Wort des Verlangens nach Gnade mehr sprechen, kein Wort des Trostes mehr hören. Der Herr allein weiß, was in der Seele des Sterbenden vorging.
Teurer Leser, lass diese erschütternde Geschichte eine ernste Warnung für dich sein, doch die Bekehrung um keine Stunde mehr aufzuschieben.
Schriftenmissionsdienst Rißbrücke

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