Das nächste Event auf Gottes Kalender ist die Entrückung! Millionen wiedergeborener Christen werden plötzlich verschwinden! 1 Thessalonicher 4:16-17
m uns an diesen Platz zu bringen, wird der Herr Jesus persönlich vom Himmel herabkommen (Joh 14,3; 1. Thes 4,16). Dies wird mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes geschehen (1. Thes 4,16; 1. Kor 15,52). Für uns wird dies ein Ruf des Sammelns und des Aufbrechens zu unserer ewigen Heimat bedeuten. Die Welt wird davon nichts mitbekommen. Sie wird nur feststellen, dass die vielen Gläubigen dann nicht mehr auf der Erde sein werden.
Bei der Entrückung werden die entschlafenen Gläubigen des Alten und Neuen Testaments zuerst auferweckt werden. Sie bekommen den Auferstehungsleib, der weder verweslich noch sterblich ist (1. Kor 15,53).
Dann werden sie mit den lebenden Gläubigen zusammen in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft entrückt werden (1. Thes 4,16.17). In diesem Bereich ist Satan Machthaber (Eph 2,2). Aber gerade dort werden wir unserem Retter Jesus Christus das erste Mal begegnen. Satan muss dann „tatenlos zusehen”, wenn der Herr die Seinen zu sich nehmen wird.
Um dem verherrlichten Herrn aber von Angesicht zu Angesicht begegnen zu können, muss bei der Entrückung noch etwas geschehen. Unser Leib der Niedrigkeit muss umgestaltet werden zur Gleichförmigkeit mit seinem Leib der Herrlichkeit (Phil 3,21; Joh 17,22). Diese Verwandlung ist Voraussetzung dazu, dass wir den Herrn sehen können, wie Er ist (1. Joh 3,2). Dieser Akt wird in einem Augenblick vollzogen sein (1. Kor 15,52). Dann werden wir entrückt werden und für alle Ewigkeit im Haus des Vaters bei dem Herrn Jesus sein und Ihn sehen, wie Er ist.
In dieses Haus werden allerdings nur die Gläubigen eingehen, die zur Versammlung (Gemeinde) gehören und den Geist der Sohnschaft besitzen. Die Gläubigen des Alten Testamentes, die ja mit entrückt werden, werden im Thronsaal Gottes sein und dort die Gegenwart des Sohnes Gottes genießen dürfen.
Doch noch sind wir nicht am Ziel angekommen. Noch liegen unsere täglichen Pflichten und Herausforderungen vor uns. Doch wie oft denken wir dabei an die Entrückung? Oder wie oft erwarten wir den, „der uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat” (Eph 5,2)?
Das Gleichnis der zehn Jungfrauen appelliert an unsere Herzen. Es geht um einen Bräutigam, der auf sich warten ließ. Daraufhin wurden alle zehn Jungfrauen schläfrig und schliefen ein (Mt 25,5.6). So war es auch in der Kirchengeschichte. Zu Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. hatte der Teufel es geschafft, die Wahrheit über die Entrückung in den Hintergrund zu rücken. Damit ging auch die Erwartungshaltung verloren – die Gläubigen schliefen ein. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Wahrheit wieder neu ans Licht gebracht. Heute dürfen wir sie wieder kennen und den Bräutigam erwarten (Mt 25,6; Joh 14,3).
Warum ist es auch für Christen wichtig, den Herrn zu erwarten?
Vielleicht gehst du noch zur Schule, machst eine Ausbildung oder bist am Studieren. Dann stehst du Tag für Tag in einem Umfeld mit Ungläubigen. Hast du schon mal an deine Mitschüler, deine Kollegen, deine Kommilitonen … gedacht, wo sie nach dem Tod sein werden? Noch ist Gnadenzeit. Mit der Entrückung wird sie vorüber sein. So kann die Hoffnung auf die Entrückung ein Ansporn für das Predigen des Evangeliums sein.
Vielleicht stehst du bereits in einem Arbeitsverhältnis und möchtest Karriere machen. Betrachte es einmal im Licht der Entrückung. Vertieft sich nicht dann der Wunsch, zuerst nach dem Reich Gottes zu trachten und Schätze im Himmel zu sammeln – solange du noch auf der Erde bist (Mt 6,20.33)?
Vielleicht hast du angefangen, dich auf der Erde mehr und mehr „einzurichten”. Die Wahrheit an die Entrückung wird dich neu daran erinnern, dass du hier ein Fremdling ohne Bürgerecht bist (1. Pet 2,11; Phil 3,20).
Vielleicht möchtest du dem Herrn Jesus aus Liebe dienen. Fang damit an! Wenn wir einmal bei Ihm sind, dann ist die Zeit des Dienens auf der Erde abgelaufen. Deshalb sagt der Herr Jesus: „Handelt, bis ich komme” (Lk 19,13; 1. Thes 1,9.10).
Vielleicht nimmst du noch nicht am Brotbrechen teil. Dann denke einmal darüber nach, ob du dem Wunsch des Herrn Jesus nicht nachkommen möchtest, der gesagt hat „Dies tut zu meinem Gedächtnis” (Lk 22,19). Denn nur durch die Teilnahme am Mahl des Herrn kannst du seinen Tod auf dieser Erde verkündigen – bis Er kommt (1. Kor 11,26).
Du hast das Wort Gottes anvertraut bekommen – halte es fest. Du hast Wahrheiten aus diesem Wort verstehen lernen dürfen – halte sie fest. Du hast den „Platz” kennengelernt, wo sich zwei oder drei zum Namen des Herrn Jesus hin versammeln – halte ihn fest. „… was ihr habt, haltet fest, bis ich komme” (Off 2,25).
An verschiedenen Stellen des Neuen Testamentes finden wir das Wort „erwarten” in Verbindung mit der Entrückung. Das im Philipper Brief verwendete Wort für „erwarten”, hat eine lehrreiche Bedeutung (Phil 3,20). Es meint, jemanden standhaft und ungeduldig zu erwarten. So warteten Paulus und die Gläubigen damals auf das Kommen des Herrn standhaft, indem sie daran unumstößlich festhielten. Und zweitens warteten sie ungeduldig, indem sie es kaum erwarten konnten, dass der Herr Jesus endlich kommen würde – ein krasser Gegensatz zu der Entwicklung, die sich einige Jahre später zeigte und im Gleichnis der zehn Jungfrauen prophezeit wurde.
