“Dabei ist das, was sich in Syrien vollzieht, nichts weniger als ein kultureller und spiritueller Genozid: eine religiöse Zivilisation, die von den ersten Aposteln selbst gegründet wurde, wird systematisch aus der Geschichte gelöscht, während die Schuldigen nachweislich in Europa Asyl beantragen und erlangen. Wer heute durch die Ruinen von Maalula, Sadad oder Aleppo geht, sieht nicht nur zerstörte Steine, sondern die Trümmer einer Gesellschaft, die bruchlos bis in die Glanzzeit des östlichen Christentums zwischen Paulus und Johannes von Damaskus zurückreicht.
Dass Europa dazu schweigt, ist ein Verrat an der eigenen Geschichte.
Gewiss: Nicht alle Berichte lassen sich sofort verifizieren; gewiss: Die Lage ist komplex, die Fronten sind verschoben, die Verantwortlichkeiten unklar; gewiss: Manche Übergriffe mögen eher einer politischen als einer religiösen Logik folgen.
Doch ist die Tendenz unübersehbar: Wo immer Christen im Nahen Osten auf sich allein gestellt sind, werden sie bedrängt, entrechtet, vertrieben. So bleibt, am Ende, nur der bittere Befund: Während die Feuer in Syrien brennen und das Christentum aus einer seiner ältesten Heimaten verschwindet, debattieren wir in Europa über Quoten, Gendersternchen, Wokeness oder Donald Trumps jüngste Bildungsschnitzer – und befördern nicht zuletzt tatkräftig auch hier die Islamisierung.
Die Weltgeschichte kennt Ironien genug, doch selten war der Kontrast so scharf. Und vielleicht liegt gerade hier die eigentliche Prüfung: ob wir noch fähig sind, Empörung zu empfinden über das Schicksal unserer Brüder und Schwestern im Glauben (aber wieviele Europäer identifizieren sich überhaupt noch mit dem Christentum?) – oder ob wir endgültig in der Kälte einer posthistorischen, durch und durch „säkularen“ Zivilisation erstarrt sind, die den eigenen Ursprung nicht nur verleugnet, sondern sogar verabscheut.” TE/ David Engels
Politische Christenphobie findet auch im sog. demokratischen Westen statt, z. B.: Keine Nennung von Maria & Josef zu Weihnachten, da zu „ausgrenzend“, EU-Kalender ohne christliche Feiertage gedruckt, Verhöhnung des Letzten Abendmahls bei Olympia in Paris, Anklage einer finnischen Politikerin wegen Bibelzitaten, Verbot für betende Christen vor „Abtreibungs“kliniken“. Das, was jetzt in Syrien passiert, kann sich bei Fortsetzung der gegenwärtigen Politik auch in Europa respektive Deutschland ereignen. Wir, die wir heute noch auf der Erde wandeln und schon etwas älter sind, werden es nicht mehr erleben, aber unsere Enkel oder Urenkel möglicherweise schon. Der Kotau gegenüber dem Islam ist ja schon Normalität, Kalifate und Scharia werden auch in Deutschland gefordert. »Zivilisationen werden nicht ermordet, sie begehen Selbstmord.« – Arnold Joseph Toynbee
