Wenn ich sage „Ich bin Christ“,
dann schreie ich nicht hinaus „mein Leben ist sauber“. Vielmehr flüstere ich „Ich war verloren, aber ich wurde gefunden und mir wurde vergeben.“
Wenn ich sage „Ich bin Christ“,
dann sage ich dies nicht mit selbstgefälligem Stolz. Vielmehr bekenne ich, dass ich immer wieder stolpere, mich verirre und Jesus Christus als meinen Reiseführer brauche.
Wenn ich sage „Ich bin Christ“,
dann versuche ich nicht um jeden Preis stark zu sein. Vielmehr gebe ich zu, dass ich immer wieder versage und Gott brauche, um mein Durcheinander in Ordnung zu bringen.
Wenn ich sage „Ich bin Christ“,
dann behaupte ich nicht perfekt zu sein. Dazu sind meine Mängel viel zu offensichtlich. Und doch glaubt Gott, dass ich es wert bin.
Wenn ich sage „Ich bin Christ“,
dann erlebe ich immer noch Schmerzen, Kummer und Enttäuschungen, aber ich trage sie zu Gott. Ich strecke mich aus nach seiner Hilfe, weil ich weiß, dass ihn kümmert, was mich kümmert.
Wenn ich sage „Ich bin Christ“,
dann bin ich nicht heiliger als du, ich habe kein Recht zu richten. Ich bin bloß ein einfacher Sünder, der Gottes Gnade empfangen und seine Liebe am eigenen Leib erfahren durfte.
(Dagmar Mehler)

