Der “Pudding mit Gabel essen”-Trend. Jugendforscher meint: “Es muss keinen Sinn ergeben”.

“Es ist ein Trend. Es muss nicht unbedingt einen Sinn ergeben”, sagt Sozial- und Jugendforscher Kilian Hampel dem WDR am Dienstag. Auf den Treffen werde schlicht und einfach das Absurde zelebriert, erklärt der Mitautor der viel beachteten Studie “Jugend in Deutschland 2025”. Wichtig sei auch, dass der Trend von den Jugendlichen in deutschsprachigen Ländern selbst ausgegangen sei. “Da gibt es niemanden, der das von oben steuert.” Auch das trage seiner Ansicht nach dazu bei, dass die Treffen so viel Zulauf finden.

Natürlich könne man das Ganze auch aus einer wissenschaftlichen Perspektive erklären, so Hampel. “Junge Menschen befinden sich seit Jahren im Dauerkrisen-Modus.” Hinzu komme die aktuelle politische Situation und das daraus resultierende Gefühl, dass die schweren Zeiten noch längst nicht überwunden sind. “Irgendwann sagen sie dann zu sich selbst: Natürlich ist das alles sehr wichtig. Aber lasst mich doch bitte auch mal meine Jugend genießen.”

Trotz aller offensichtlichen Trivialität könne man auch Bedeutsames in den Pudding-Events erkennen, meint Hampel. “Es geht um die Gemeinschaft, die sich so erzeugen lässt.” Auch junge Menschen seien immer öfter von Einsamkeit betroffen. Ein Treffen mit so vielen Gleichaltrigen, die man sonst nur in der digitalen Welt trifft, könne eine befreiende Erfahrung sein. “Und es ist sogar kostenlos, das ist nicht ganz unwichtig.” WDR1.de

Was kommt als nächstes? Pudding an die Wand Nageln? Also ist das eine Aktion um die empfundene Sinnlosigkeit mit noch mehr Sinnlosigkeit zu toppen oder wie? Und dann der Satz “Da gibt es niemanden, der das von oben steuert.”

– – da kann man nur antworten : Von “oben” sicher nicht – aber von unten. Das ist ein Geist von Unten. Laßt uns für die jungen Menschen der GenerationZ beten.

„Die Tragik des modernen Menschen ist nicht, daß er immer weniger über den Sinn des eigenen Lebens weiß, sondern daß ihn das immer weniger stört.“
Václav Havel

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