Warum lässt Gott Leid zu?

Dieser Frage entgegnen viele Menschen mit einer großen Anzahl von Fragezeichen in ihren Gesichtern. Egal, ob Christ oder nicht. Oft scheint es keine Antwort auf diese existenzielle Frage zu geben.
Zu ebendieser Frage, las ich soeben einen guten Artikel auf der Seite der Gospel Coalition, der zum Nachdenken anregt. Hier werden 10 Gründe auf biblischer Basis aufgeführt, die der Frage nach dem großen WARUM nachgehen. Folgende Punkte habe ich übersetzt, damit auch deutschsprachige Leser etwas davon haben.
1. Um uns daran zu erinnern, dass die Welt zerbrochen ist und nach Erlösung seufzt (Röm 8,20-23).
2. Um Gerechtigkeit in Reaktion auf Adams (und unsere) Sünde zu wirken (1Mo 6,13; Hi 4,8).
3. Um uns an den Ernst der Auswirkungen von Adams (und unserer) Sünde zu erinnern (1Mo 3,16).
4. Damit wir abhängig von Gott bleiben (Hebr 12,6-7).
5. Damit wir uns mehr nach dem Himmel sehnen/ausstrecken und weniger nach der Welt (Apg 5,1-11).
6. Damit wir mehr Christus ähneln, dem leidenden Gottesknecht (Röm 8,29; 2Kor 1,5; 2Kor 4.11).
7. Um verlorene Menschen daran zu erinnern, dass sie Gott brauchen. (Ps 119,67.71).
8. Um das Glück des Himmels zu versüßen. (Röm 8,18; 1Petr 4,13; Ps 126,5; Jes 61,3).
9. Damit Christus die Ehre erhält, indem er unsere Stärke ist (Joh 9,3; 2Kor 4,7).
10. Damit andere dadurch sehen, dass Er unser Schatz/größter Wert ist, und nicht wir selbst (2Kor 4,8-9).
Diese Auflistung erklärt mit Sicherheit nicht jede Notlage und jedes Problem. Das kann sie auch nicht und will sie auch nicht. Aber vielleicht hilft es dem ein oder anderen in der Not auf Gott zu vertrauen und bei ihm Trost zu finden.
Der große englische Prediger des 19. Jahrhunderts C. H. Spurgeon sagte einmal:
Es ist kein Tropfen Trübsal mehr in eurem Kelch, als Gott erwählte hineinzugießen.

Liebender Herr und himmlischer Vater,
ich übergebe dir heute
alles, was ich bin,
alles, was ich habe,
alles, was ich tue und
alles, was ich leide.
Es soll dir gehören – heute und für immer.
Gewähre mir die Gnade, Herr, alles zu tun, was ich von deinem heiligen Willen erkannt habe.
Reinige mein Herz,
heilige mein Denken und
korrigiere meine Wünsche.
Lehre mich, auf alles, was mir heute
an Arbeit, Ärger und Freude begegnet,
mit ehrlichem Lobpreis,
schlichtem Vertrauen und
sofortigem Gehorsam zu antworten.
Mein Leben soll wahrhaftig ein lebendiges Opfer sein,
durch die Kraft deines Heiligen Geistes
und im Namen deines Sohnes Jesus Christus,
der mein Meister und mein Alles ist.
Amen.
Dieses Gebet stammt von einer bemerkenswerten Frau. Sie wurde in Belgien als Tochter einer Missionarsfamilie geboren. 1948 schloss sie ihre Ausbildung am Wheaton College ab und bereitete sich darauf vor, als Missionarin nach Südamerika zu reisen. 1952 begann sie mit ihrer Tätigkeit in den Anden. 1953 heiratete sie Jim Elliot, der ebenfalls am Wheaton College studiert hatte.
Jim Elliot hat über 3 Jahre auf das Ja Gottes zur Heirat gewartet, sie kannten sich schon seit den 40ziger Jahren. Die Elliots arbeiteten danach als Missionare im östlichen Teil von Ecuador. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor. Im Januar 1956 wurden ihr Ehemann und vier weitere Missionare von einer Gruppe Huaorani getötet.
Elisabeth Elliott setzte ihre Missionstätigkeit nach dem Tod ihres Mannes fort und gewinnt die Menschen für Jeschua, die ihren Mann und seine Freunde ermordet hatten, sie zur Witwe und ihrer Tochter zum Kind ohne Vater werden ließen.

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