Heute ist der Geburtstag von Richard Wurmbrand.

Heute ist der Geburtstag von Richard Wurmbrand. Pastor Wurmbrand führte ein außergewöhnliches Leben. Er wurde in seiner Heimat Rumänien 14 Jahre lang von den kommunistischen Behörden inhaftiert und gefoltert, davon drei Jahre in Einzelhaft. Er hatte von Gott den Auftrag bekommen den verfolgten Christen zu dienen und sich für sie einsetzen würde. 1967 schrieb Richard „Tortured for Christ“ (Gefoltert für Christus), einen Bericht aus erster Hand über die Brutalität, die er und andere Christen unter dem Kommunismus erlitten hatten. Das Buch öffnete die Augen und Herzen von Christen in westlichen Ländern, die noch nie von der schrecklichen Verfolgung gehört hatten, der Gläubige in kommunistischen Ländern ausgesetzt waren.

„In der Dunkelheit hielt er Predigten vor den Wänden.“
Als die Kommunisten 1948 ihren Griff um Rumänien verstärkten, weigerte sich Richard Wurmbrand, sich zu beugen. Während andere aufstanden und dem Regime Treue schworen, erhob er sich still und erklärte, dass Christus allein der Herr sei. Wegen dieses Bekenntnisses verschwand er.
Er wurde in unterirdische Zellen geworfen … manchmal in Einzelhaft, manchmal geschlagen, oft ausgehungert. Jahrelang sah er kein Sonnenlicht. Die Wände waren dick. Die Stille war erdrückend. Die Wachen versuchten, ihn durch Isolation, durch Schläge und durch Drohungen gegen seine Familie zu brechen. Sie sagten ihm, der Glaube sei eine Täuschung. Sie sagten ihm, Gott habe ihn verlassen.
Doch in der Dunkelheit hielt er Predigten vor den Wänden.
Wenn er keine Bibel hatte, rezitierte er die Schrift aus dem Gedächtnis. Wenn er keine Gemeinde hatte, flüsterte er Hymnen in die kalte Luft. Wenn er zu schwach war, um zu stehen, betete er auf dem Beton liegend. Später sagte er, dass er in der Einzelhaft gelernt habe, „sogar die Folterer zu lieben“, im Glauben, dass Christus auch für sie gelitten habe.
Vierzehn Jahre im Gefängnis brachten ihn nicht zum Schweigen. Sie formten ihn.
Als er schließlich freigelassen und später in den Westen freigekauft wurde, sprach er nicht mit Bitterkeit. Er sprach von Vergebung. Er sprach von der Untergrundkirche. Er sprach von einem Glauben, den keine Ketten fesseln konnten.
Seine Entführer hatten ihn unter der Erde begraben, aber sie konnten das Evangelium in ihm nicht begraben.

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