Christen sind das Salz, nicht der Zucker der Welt.

Sind jetzt die Christen das Salz oder der Zucker der Welt? Muss zugeben, bin etwas verwirrt.

Christen leben heute in einer Art Dauerfest. Theotainment oder so. Christliches Leben in Deutschland ist alles zusammen: Urlaub, Konferenz, Festival, Begegnungen mit Gott und Menschen, Sport, Inspiration, Musik, Workshop, Musik, Spaß, Natur, Kreativität. So heißt es auf den Internetauftritten mancher Gemeindeformen. Einfach toll, was uns von Pastoren geboten wird, die mehr an Animateure erinnern, als an geistliche Leiter. Es braucht scheinbar diese Mischung aus Familienfreizeit, Evangelisation, Glaubensfest und Schulungskongress. Das Spektrum für gelangweilte Konsumchristen reicht von Andachten, Bibelarbeiten, Vorträgen und Seminaren bis hin zu Musicals, Konzerten und Kabarett. Tutti-Frutti-Christentum halt.

Das Angebot umfasst natürlich auch Sportangebote, darunter “Bibel und Yoga”, „Joggen und Beten“, „Aquafitness“ oder „Bibel-Schwimmen“, bei dem Fitness mit schwachen geistlichen Impulsen verbunden wird. Da haben Jesus und später auch die Apostel doch so einiges falsch gemacht und unterlassen. Sie haben kein „Spaßchristentum“ gelehrt. Im Gegenteil: Jesus sprach vom „das Kreuz auf sich nehmen“, in der Nachfolge zu „leiden.“ Er sprach von Buße, Umkehr und Gericht. Während wir uns hier vergnügen, dabei ein paar geistliche Happen reinziehen, leiden zahlreiche unserer Geschwister in den islamischen Ländern unter Tod und Verfolgung, Entführung und Vergewaltigung. Da werden Bomben geworfen und ihre Häuser abgefackelt. Da schäme ich mich geradezu, ob einer solchen Verflachung. Ich bin auch ein westlich verwöhnter Christ. Ich gehöre dazu und muss umdenken lernen.

Moderne Gemeinde 2026

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