Denn so spricht Jder Herr der Heerscharen: Nach der Herrlichkeit hat er mich zu den Nationen gesandt, die euch geplündert haben; denn wer euch antastet, tastet seinen Augapfel an.
Sacharja 2,8
Denn siehe, Tage kommen, spricht der Herr, da ich die Gefangenschaft meines Volkes Israel und Juda wenden werde, spricht der Herr und ich werde sie in das Land zurückbringen, welches ich ihren Vätern gegeben habe, damit sie es besitzen.
Wehe! denn groß ist jener Tag, ohnegleichen, und es ist eine Zeit der Drangsal für Jakob; doch wird er aus ihr gerettet werden.
Denn ich bin mit dir, spricht der Herr, um dich zu retten. Denn ich werde den Garaus machen allen Nationen, wohin ich dich zerstreut habe; nur dir werde ich nicht den Garaus machen, sondern dich nach Gebühr züchtigen und dich keineswegs ungestraft lassen.
Jeremiah 30,3.7.11
Im gesamten Alten Testament warnt Gott das Volk Israel vor den Folgen seines Aufbegehrens gegen ihn. Als sich das Ende der geteilten Monarchie näherte, sprach er durch Jeremia: „Denn zweifach Böses hat mein Volk begangen: Mich, den Born lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, geborstene Zisternen, die kein Wasser halten.“ (Jer 2,13). Wegen ihrer Sünde, zu der auch die Missachtung von Gottes Gebot gehörte, das Sabbatjahr einzuhalten, wurden die Kinder Israels in eine 70-jährige Gefangenschaft nach Babylon geführt (Jer 25,9–13; 27,6; 32,28; Dan 9,2 usw.). Israel wurde gewarnt, dass seine fortwährende Rebellion gegen seinen liebenden Herrn dazu führen würde, dass es unter den Völkern der Welt zum Sprichwort und zum Gespött werden würde (5. Mose 28,15.37; 1. Könige 9,7 usw.), und so geschah es auch. Die Kinder Israels haben eine einzigartige Verfolgung erlebt, eine Verfolgung, die schlimmer war als die, die jedes andere Volk erfahren hat.
Die endgültige Rückkehr Israels in das Land Israel wird letztendlich zur irdischen Herrschaft des Herrn führen (Jes 24,23; Jer 23,5; Mi 4,7 usw.), jedoch erst, nachdem Israel „die Zeit der Drangsal Jakobs“ (Jer 30,7) durchlebt hat, eine Zeit, die auch als „die Große Trübsal“ bekannt ist. Sie wird so genannt, weil der Herr Jesus Christus, als er über die Endzeit sprach, sagte: „denn alsdann wird große Drangsal sein, dergleichen von Anfang der Welt bis jetzt hin nicht gewesen ist, noch je sein wird; und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden“ (Mt 24,21–22).
Nach der Großen Trübsal WIRD ganz Israel gerettet werden (Hes 39,22.28; Röm 11,26 usw.), und es wird in seinem Land während der gerechten Herrschaft Jesu Christi gesegnet sein (Jes 11,1–10; 60,14–22; 65,17–25; Jer 23,5–8 usw.).
Die Geschichte Israels zeigt, dass die Bibel zwar ausführlich von den Verfehlungen der Kinder Israels berichtet, aber auch immer wieder von ihrer Wiederherstellung und/oder ihrer Rückführung in das Land spricht, das Er ihnen versprochen hat (5. Mose 30,1–6; 1. Könige 8,46–50; 2. Chronik 6,36–39; Jesaja 11,1–2; Jer 3,18; 23,3-8; 29,14; 31,7-10; 32,37; Hes 11,17; 20,34.41; 34,13; 36,24; 37,21; 38,8; 39,25 usw.). Gott hält immer sein Wort, und seine Treue ist daran gebunden, dass er jedes Versprechen einhält. Das Alte Testament ist voller Verheißungen an die Kinder Israels, und viele davon beziehen sich speziell auf das Land, das er ihnen versprochen hat:
Darum siehe, Tage kommen, spricht Jehova, da nicht mehr gesagt werden wird: So wahr der Herr lebt, der die Kinder Israel aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat! sondern: So wahr der Herr lebt, der die Kinder Israel heraufgeführt hat aus dem Lande des Nordens und aus all den Ländern, wohin er sie vertrieben hatte! Und ich werde sie in ihr Land zurückbringen, das ich ihren Vätern gegeben habe. (Jeremia 16,14-15)
Der moderne Staat Israel entstand nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Welt hatte die Schrecken des Holocaust und die Gleichgültigkeit des Westens miterlebt und musste einsehen, dass dieses verfolgte Volk nirgendwo anders Zuflucht finden konnte als in einem eigenen Land. Am 29. November 1947 wurde die Resolution 181 der Generalversammlung der Vereinten Nationen mit 33 zu 13 Stimmen (wobei vor allem die islamischen Länder dagegen stimmten und 10 sich der Stimme enthielten) verabschiedet, in der empfohlen wurde, das britische Mandatsgebiet Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat aufzuteilen. Weniger als sechs Monate später, am 14. Mai 1948, erklärte der Staat Israel im Zusammenhang mit dem Ende der britischen Mandatszeit seine Unabhängigkeit. Diese Erklärung löste einen Angriff durch die Armeen von sechs islamischen Nationen aus, deren erklärtes Ziel die Auslöschung der Juden war – und die Feindschaft dauert bis heute an.
Zwar hat der Antisemitismus das jüdische Volk schon immer heimgesucht, doch erlebt die Welt derzeit einen starken Anstieg des Antisemitismus, der an die 1930er Jahre erinnert. Nach dem Terroranschlag auf Israel am 7. Oktober 2023 eskalierte der offene Hass gegen Israel im Allgemeinen und gegen jüdische Studenten im Besonderen an den Universitäten der Vereinigten Staaten, darunter Columbia, Harvard, UCLA, UC Berkeley, Cornell, Penn und NYU. Rufe wie „Vom Fluss bis zum Meer, Palästina wird frei sein“ (ein offener Aufruf zur Auslöschung des Staates Israel) und „Globalisiert die Intifada“ waren allgegenwärtig.
Der Fortbestand der Israelis als eigenständiges Volk trotz der sprichwörtlichen 2.500-jährigen Diaspora der „wandernden Juden“ aus dem gelobten Land und die Gründung Israels im Jahr 1948 sind ein unwiderlegbarer Beweis für die Existenz des „Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs“ und die Gültigkeit Seines Heiligen Wortes. Daher leugnet man eines der überzeugendsten Argumente für den Glauben an Gott und das Evangelium, wenn man darauf besteht, dass Israel keinen Anspruch mehr auf seine alte Heimat habe und dass seine Rückkehr dorthin bloßer Zufall sei. Das entehrt Ihn und Sein Wort und ist nicht nur unlogisch, sondern böse! Yardley, Rob/TE
