Im Jahr 1956, heute vor siebzig Jahren, starb Bertolt Brecht.

Was Bertolt Brechts Verhältnis Gott angeht, findet man folgende Zitate: Als ein Journalist im Gespräch mit dem Autor einmal äusserte, er sei ja wohl Atheist, wurde er von Brecht berichtigt: «Nein, ich bin religiöser Sozialist.» Und in einem anderen Interview wurde er danach gefragt, was er gern lese, Brecht antwortete: «Meine Lieblingslektüre? Sie werden lachen: die Bibel».

Die Bibel kann man mit einem Scheinwerfer vergleichen, der einen Waldweg erleuchtet. Das Licht räumt die Unebenheiten oder Hindernisse nicht beiseite, aber es hilft, sie zu erkennen.

In der Bibel lesen kann weh tun – weil sie dir die Wahrheit sagt, aber dafür wird sie dich nie mit Lügen in falscher Sicherheit wiegen.

Die Bibel ist wirklich einmalig, denn beim Lesen ist ihr Autor praktisch immer bei uns.

Staub auf der Bibel ist wie “Rost” auf dem Herzen.

Sage nicht, dass Gott schweigt, solange eine verstaubte Bibel im Regal liegt.

Schade, dass wir die Gebrauchsanweisung oft erst dann lesen, wenn schon alles verdorben ist; und die Bibel lesen wir oft erst dann, wenn unser Leben schon gelaufen ist.

Die Bibel sorgt für den Pulsschlag deines geistigen Herzens.

Die Bibel ist der Amboss, an dem sich der Hammer der Skeptiker abnutzt.

Entweder hält uns die Bibel vom Sündigen ab, oder Sünde hält uns von der Bibel ab.

Die Wirkung der Bibel kann man mit Wasser vergleichen. Sie dringt durch die Gassen unseres Sinnes und wäscht allen Schmutz und alle Unreinheit fleischlichen Denkens fort.

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