Aus einem Beitrag aus dem Jahr 2008: – „Dylans Song durchzogen von Anfang an religiöse Themen. In „Long Ago, Far Away“ (1962) erwähnt er die Kreuzigung. Im Album „New Morning“ (1970) singt er von den „Three Angels“, und der Song …
Schon zu Lebzeiten ein Mythos: Robert Allen Zimmermann, besser bekannt als Bob Dylan. Schon 1961 begann Dylans Karriere in einem Folk-Club in New York, seine „Never Ending Tour“ ist nicht zu stoppen. Das geniale an Bob Dylan sind seine Texte. Seine Qualitäten als Musiker, Gitarrist, Munharmonikaspieler und Sänger sind wohl eher „durchschnittlich“. Aus diesem Grund wurden viele seine Lieder auch erst in den Coverversionen (z.B. Blowing in the wind von Joan Baez oder Knocking on heavens door von Guns&Roses, Mr. Tambourine Man von den Byrds) erfolgreich. Man glaubt gar nicht wie viele Welthits letztendlich aus der Feder Dylans stammen.
Wahrscheinlich kopiert er in seinem Leben Shakespeare, denn His Bobness hält sich wie der alte Meister hinter häufig wechselnden Masken versteckt. Irritieren kann er nach wie vor. Vor kurzem spielte er Frank Sinatra und singt mit seiner verrosteten (His masters voice) Stimme zum SchrammelSchrummel-Stil seiner Tour-Band. Dylan sampelt jetzt. Er versampelte massenweise Literaten, die Bibel und Woody Guthrie. Das Songwriter-Genie wurde 75 Jahre alt, spielt aber unbeirrt weiter auf seiner Ewigkeitstournee, und niemand kennt diesen Mann. Wahrscheinlich kennt er sich selber nicht. Aber in absehbarer Zeit wird er den treffen, den er in vielen Songs und Gospelliedern besungen und beschrieben hat. Der lebendige Gott kennt ihn durch und durch.
Der verstorbene Ray Manzarek, Keyborder der Doors, hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Er sagte:
„Die Gegenwart ist doch entsetzlich. Wir leben in genau dem zynischen Alptraum, vor dem wir in den Sechzigern immer gewarnt haben.“
So gesehen hat Dylan natürlich recht. Gib den Leuten was sie verdienen, ein bißchen Dubidudidu ist den meisten auch lieber als „You gotta serve somebody“ oder „the times they are a changin´“.
Für viele ist Dylan mehr, er ist ihr Prophet.
Gotta Serve Somebody Bob Dylan –
You may be an ambassador to England or France You might like to gamble, you might like to dance You may be the heavyweight champion of the world You might be a socialite with a long string of pearls
But you’re gonna have to serve somebody, serve somebody Serve somebody, serve somebody It might be the devil or it might be the Lord But you’re gonna have to serve somebody
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