Die vaterlose Gesellschaft – bist du auch ein Scheidungskind?


“Du bist genau wie dein Vater”, sagt die Mutter, deren Mann durchgebrannt ist.


Dieser Gesellschaft fehlen die Väter. In Deutschland wächst jedes siebte Kind unter achzehn Jahren bei nur einem Elternteil auf, das sind 2,2 Millionen. 84 % der Allein- erziehenden sind Frauen. Kinder, die bei allein erziehenden Elternteilen aufwachsen, sind in allen Bereichen benachteiligt. Langzeitstudien zeigen, dass eine Kindheit mit nur einem Elternteil ein Leben lang Nachwirkungen haben kann.


Die Bibel warnt vor dauerhaften Folgen der verbreiteten Vaterlosigkeit für die Gesellschaft.


Das Risiko, die Jugend nicht zu überleben, war bei den Jungen aus Familien mit nur einem Elternteil um die Hälfte größer als bei Kindern aus intakten Familien. Bei Jungen, die nur bei einem Elternteil aufwuchsen, war das Risiko, an einer Suchtkrankheit zu sterben, mehr als fünfmal so groß.


Viermal so viele kamen durch Gewalt, Stürze oder Vergiftungen ums Leben. Mädchen, die nur bei einem Elternteil aufwuchsen, wurden doppelt so oft Opfer von Gewalttaten oder begingen Selbstmord. Todesfälle aufgrund von Alkohol- oder Drogenmissbrauch waren bei ihnen dreimal so häufig wie bei Jungen.


Gehörst du auch zu diesen 2,2 Millionen Kindern?


Diese Zahlen sind schockierend. Gott ist sehr traurig darüber, dass sich so viele Menschen scheiden lassen. Denn die Leidtragenden sind immer die Kinder. Deshalb hasst Gott Scheidungen (Mal.2,16).


Gott hat sich das ganz anders vorgestellt: Er will, dass man heiratet und eine glückliche Familie ist und bleibt.


Familien sind grundlegend. Familien sind sehr wichtig. Familie ist Gottes Wille. Familie ist Gottes Erfindung.


Familie ist das Meisterwerk Gottes!!!


Die allererste Scheidung fand zwischen Gott und Mensch statt. In 1. Mose 3 lesen wir, wie der Mensch durch sein eigenwilliges Handeln von Gott geschieden wurde. Er hatte keine Beziehung mehr zu Ihm.


Diesmal hat nicht der Vater die Kinder verlassen, sondern die Kinder haben den Vater verlassen.


Wir sind von Ihm weggelaufen.


Aber stellt euch vor, Gott will trotzdem unser Vater sein, obwohl wir uns von Ihm getrennt haben. In der Erzählung vom verlorenen Sohn in Luk.15,11-24 können wir lesen, wie der Sohn (Mensch) seinen Vater (Gott) verlässt und in ein anderes Land zieht, um sein eigenes Leben zu führen. So wie er will.


Der Vater wartet Tag ein Tag aus auf ihn und hofft, dass er wieder zu ihm zurückkehrt. Genau so ist auch Gott der Vater! Er wartet auf uns, um wieder mit Ihm zusammen zu sein. Als der Sohn erkennt, dass es falsch ist, was er tut und zu seinem Vater umkehrt, sagt er zu seinen Freunden über seinen Sohn: “Dieser mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist gefunden worden.Und sie fingen an, fröhlich zu sein.” (V.24).


Keine Vorwürfe, kein Zorn, keine Verurteilung, sondern einzig und allein die Liebe eines Vaters zu seinem Sohn erwartete ihn. Was macht man, wenn man ohne Vater aufwächst? In meinem Freundeskreis sind über die Hälfte in geschiedenen Elternhäusern aufgewachsen. Ich selbst habe leider von meinen Vater in der Kindheit nicht viel gehabt, weil er ständig arbeiten war. Ich bin so froh über die Hilfe und den Trost, den die Bibel uns geben will. Für alle, die sich immer schon nach einem Vater gesehnt haben, gibt die Bibel uns den einzig richtigen Lösungsweg.


Der Lösungsweg ist, zu unserem Gott und Vater umzukehren. Das Vaterherz Gottes wartet auf jeden von uns. Gott selbst will dein Vater sein. Gott sehnt sich nach dir. Er wartet auf dich.


Lies dazu:


Scheidungen noch nie so hoch wie heute


Kommentare

  1. Never_forget

    SUPER ARTIKEL!!!

    Hi,
    ich danke dir sehr für diesen Artikel. Ich denke, dass ihr sehr Recht habt mit dem, was ihr schreibt!!!
    Ich selbst bin auch ein Scheidungskind, meine Eltern haben sich getrennt als ich 6 war und gerade in die Schule gekommen wäre, doch dann ist meine Mutter mit meinen Geschwistern und mir weggezogen und ich musste wo anders neu anfangen. Doch damals war es noch nicht so schwer für mich und habe schnell Freunde gefunden.
    Ich habe meinen Vater sehr vermisst, da meine Mutter ihm nicht gesagt hat, wo wir hingezogen sind und ich ihn somit eine lange Zeit nicht gesehen habe!! Aber ich wusste damals auch, dass es nicht falsch war dass sich meine Eltern getrennt haben, weil mein Vater meine Mutter immer geschlagen hat und ich das immer mitbekommen habe und versucht habe sie zu beschützen. Klar, für ein 5-jähriges Kind ist das sehr schwer zu verstehen, darum ist mir das auch erst vor 2 Jahren bewusst geworden, was da wirklich geschehen ist, als ich oft Alpträume hatte und sehr depressiv war.
    Damals also, als wir umgezogen waren, hat mein Vater nicht die angemessenen Alimente gezahlt, was ich nun verstehe, da er uns ja nicht sehen durfte.
    Aber aus diesem Grund sind wir noch zweimal umgezogen, das war wirklich hart für mich, das letzte Mal vor 3 Jahren, da war ich 14. Das war das Schlimmste, weil wir ganze 30km von meinem Vater weggezogen sind und ich mir die ersten beiden Jahre sehr schwer getan habe Freunde zu finden. 1 Jahr, nachdem wir umgezogen sind, wollte mein Vater plötzlich das gemeinsame Sorgerecht, das war für mich bis jetzt die härteste Zeit in meinem Leben. Der Prozess ging durch alle möglichen Gerichte und das ganze zog sich über anderthalb Jahre dahin. Für mich war es sehr schwer zu zeigen, was ich wollte(natürlich hing es von mir ab), weil ich ja keinen von meinen beiden Elternteilen wehtun wollte. Zu dieser Zeit habe ich fast täglich über Selbstmord nachgedacht und war schon fast fest entschlossen…Bis eine Schulkameradin auf mich zukam und mich auf eine Freizeit einlud. Ich habe gedacht, schlimmer kann es nicht werden, ich könnte es ja mal probieren, also bin ich mitgegangen. Ich wusste nicht, dass das ein christliches Camp war, sonst wäre ich sicher nie mitgegangen…Aber dieses Camp vor einem Jahr hat mein Leben total umgekrempelt. Dazu muss man wissen, dass ich früher schon den sogenannten Kinderglauben hatte, aber als die Sorgerechtsgeschichte anfing, habe ich für mich mit Gott abgeschlossen gehabt. Und als ich nun auf dieses Camp kam, waren die ersten beiden Tage für mich totale Folter, doch an einem Abend wurde zur Entscheidung aufgerufen, wer mit Jesus ein Leben beginnen möge, solle vorkommen.ich bin eher so der Mitläufertyp und schüchtern und mache igentlich gar nichts alleine, dazu bin ich zu verklemmt(vor allemn zu dieser Zeit). Doch das kann man sich nicht vorstellen, ich konnte nicht auf meinem Platz sitzen bleiben, mich hat es nach vorne gezogen….Und ich ging, ich habe noch nie so viel Freude empfunden und man kann es sich gar nicht vorstellen, aber es war das erste Mal seit einigen Jahren gewesen, dass ich meinen Emotionen freien Lauf lassen konnte und weinen durfte. Ich habe an diesem Abend noch mit einem Mitarbeiter gebetet und ich habe sooo sehr gespürt, dass Gott bei mir war, dass ich es allen Leuten in dem Camp erzählen musste. Ich kann es immer noch nicht fassen, Jesus ist der Größte. Und das Genialste war, ich hatte wieder neuen Lebensmut und meisterte das Problem mit dem Sorgerechtsstreit um einiges leichter mit Gottes Hilfe als allein.
    Jesus hat mein Leben verändert und diese Erfahrung wünsche ich jedem.
    Ich bin sicher, wenn es keinen liebenden und barmherzigen Gott geben würde und Jesus nicht für uns am Kreuz gestorben wäre, hätte ich meinen Selbstmordversuch in die Tat umgesetzt und zwar genau aus diesem Grund, weil meine Eltern sich getrennt haben und es mir deswegen so schlecht ging und ich dachte, dass ich an der Scheidung Schuld wäre.
    Aber jetzt geht es mir besser als je zuvor und ich versuche den Menschen Gottes Liebe näher zu bringen, die mir Gott selbst und eine ganz liebe Christin gezeigt haben und immer noch zeigen. Gott ist der Größte!! Danke für alles!!!

    Eure Seite ist echt klasse!!!
    Be blessed!!!

  2. pasquale

    hi melva
    freu mich über den lesergrief, danke.
    Es freut mich auch sehr dass du so positiv über deine eltern redest u so eine schöne kindheit hast.
    Es ist so nicht alle müssen solche erfahrungen machen, aber reihn statistisch gesehen ist es nicht so, wie bei dir.
    Was ist mit dir willst du auch eines tages so eine beziehung eingehen?
    Es kann bei deinen kindern gut gehen aber es kann auch genau das gegenteil passieren.
    Damit du bescheid wéißt, Gott hat sich des nicht so vorgestellt, denn es ist einfach nicht Sein wille. Er sagt dass es für den Menschen einfach besser ist erst zu heiraten. Die Gründe dafür sind wirklich vielfälltig.
    Die Auswirkungen gegantisch!!!
    bis dann schön, dass du auf unserer seite surfst, ciao

  3. melva

    kann auch sehr, sehr gut sein!

    Meine Eltern waren nie verheiratet und haben sich getrennt als ich 2 Jahre alt war.

    Trotzdem habe ich (und bekomme immer noch) wohl mehr Zuwendung, Liebe und Aufmerksamkeit bekommen, als viele Kinder, die in einer “normalen” Familie aufwuchsen!
    Man muss dazu wohl sagen, dass meine Eltern nach wie vor sehr gute Freunde sind. Sie unternehmen oft etwas miteinander und wir fahren auch schon mal alle zusammen in den Urlaub. Seine neue Frau, mit der er auch Kinder hat, lernte mein Vater über meine Mutter kennen. Die beiden Frauen sind auch nach wie vor gute Freundinnen.
    Ich lebe also in einer durchaus glücklichen und harmonischen Familie, obwohl meine Eltern nie verheiratet waren und seit 17 Jahren getrennt sind!
    Ich denke, wären meine Eltern damals zusammen geblieben, wäre meine Kindheit und auch mein heutiges Leben, weniger glücklich!!
    Es ist ganz eindeutig, dass die beiden als Freunde ein tolles Team bilden, eine Liebesbeziehung aber absolut nicht glücklich wäre!

  4. Neo_AE

    Verständnisproblem

    Eigentlich ist es nicht meine Art mich wegen jedem Kleinkram zu melden, doch bei dieser Aussage kam ich doch schwer ins Gübeln:

    “Mädchen, die nur bei einem Elternteil aufwuchsen, wurden doppelt so oft Opfer von Gewalttaten…”

    Wie ist das zu verstehen? Gewalttaten die von dem allein erziehenden Elternteil ausgingen oder allgemeim betrachtet? Letzteres lässt diesen Schluss aus dem Kontext deines Beitrags zu, wäre aber völlig unloisch. Man kann doch nicht im allgemeinen betrachtet häufiger Opfer von Gewaltaten werden, nur weil man Scheidungskind ist. Also darf ich vermuten dass sich das auf Gewalt vom Elternteil ausgehend bezieht? Wenn ja, dann wärs vielleicht hilfreicher das besser zu verdeutlichen. Nur mal so nebenbei bemerkt, als kleiner Verbesserungsvorschlag. Wenn nein, wie ist das gemeint?  

    Grüße
    NEO AE

  5. pasquale

    du hast leider noch nicht verstanden, dass bei Gott alle dinge möglich sind, aber beim Menschen eben nicht.
    Kannst du glauben?
    Wie kann das was du sagst besser sein, wenn Gott dass gegenteil sagt? Ich kenne viele Ehen die so waren wie die von deinen Eltern, durch Gott sind sie wieder geheilt worden u jetzt leben sie zusammen, die kinder wurden vor eine unvorstellbare Katastrophe bewahrt.
    Was meinst du wie wird es eines tages in deinem leben sein?
    Vielleicht wirst du dich auch scheiden lassen?
    Aber ich sag dir durch Jesus kann es anderst werden, die frage ist nur ob du das willst?
    Mit dieser einstellung kannst du nur verlieren.
    Ich hoffe dass du den artikel verstanden hast, der Vater im Himmel wartet gerade auf dich!
    nimm das angebot doch an
    bis dann

  6. fallen_Seraph

    tja…

    …ich bin auch ein Scheidungskind, seit meinem 5. Lebensjahr nur von meiner Mutter aufgezogen worden. Seit drei Jahren habe ich gar keinen Vater mehr, er ist an Krebs gestorben. Aber ich will nicht behaupten, dass es mir großartig geschadet hat. Natürlich ist es besser, zwei Elternteile zu haben, aber das geht eben nicht immer. Manchmal ist eine Scheidung eben unumgänglich. Besser Trennung als lebenslange Unzufriedenheit, weil sich die Eltern nicht mehr lieben und nur noch streiten. Wenn das Klima versaut ist, kann eine Scheidung nur positiv sein. Da hilft auch kein Gott.

  7. shiva

    sehr schön

    super artikel, und ja, ich gehöre auch zu den scheidungskindern.ich finde eure seite ist eine sehr wertvolle orientierung für alle, die gott suchen.
    kleine anmerkung: ganz am anfang des textes muss es heißen: die mutter, DEREN mann durchgebrannt ist.
    liebe grüße,
    die sophie

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