30 Jahre MP3: Wie ein Audioformat aus Erlangen die Welt eroberte

Wer heute mit Musik zu tun hat, kommt an dem digitalen Format mp3 nicht herum: Die Erfindung des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen in Erlangen steckt in Handys, Stereo-Anlagen und ermöglicht die hochqualitative Übertragung von Musik über Internet-Streaming-Dienste. Vor genau 25 Jahren, am 14. Juli 1995, trat das mp3-Format seinen Siegeszug um die Welt an, an diesem Tag einigten sich die Forscher am Fraunhofer-Institut auf die Dateinamenserweiterung „.mp3“ für den von ihnen maßgeblich entwickelten Audio-Standard.

Zu verdanken ist dieser Siegeszug zu einem großen Teil Karlheinz Brandenburg, der die scheinbar unlösbare Aufgabe der verlustfreien Komprimierung von Musik zum Thema seiner Doktorarbeit am Lehrstuhl für Technische Elektronik in Erlangen machte. … Er ist nur ein Erfinder, er ist auch ein Gläubiger.

Brandenburg: „Das war zum Teil meine christliche Erziehung. Und als es um die Frage ging, ob ich den Wehrdienst antrete oder verweigere, wurde mir klar, dass ich stark vom christlichen Glauben geprägt war. Ich habe mich auch immer mit dem Thema Naturwissenschaft und Glaube auseinandergesetzt. Ich bin wie viele gläubige Wissenschaftler davon überzeugt, dass sich beides nicht ausschließt.“

Da passt es auch, dass er auf die Frage, was sein Lieblingsvers in der Bibel ist, lachend antwortet: „Mein Konfirmationsspruch lautete: Man soll Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ Pro

Kommentare

  1. Steffen

    Na ja. Man liest auch folgendes von ihm: Brandenburg ist evangelisch. Er sieht keinen Widerspruch zwischen seinem Glauben und seiner Arbeit als Wissenschaftler. Dagegen sagt er: „Christlicher Fundamentalismus ist mir höchst zuwider, Fundamentalisten verraten die Ideen des Christentums, bis hin zur Leugnung der Evolution.“
    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Karlheinz_Brandenburg
    Da kann ich als gläubiger Christ nicht mehr zustimmen. Wie kann ein Christ an Evolution glauben? Wir sollten für ihn beten.
    LG Steffen

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