Das alternative Kulturfestival „Fusion“ könnte dieses Jahr ausfallen. Warum?

Die Organisatoren der „Fusion“ versprechen ab 26. Juni „Vier Tage Ferienkommunismus“. Sie wollen auf keinen Fall Polizei auf dem Gelände. Die Behörden jedoch wollen eine Polizeiwache auf dem Festival installieren und Beamte auf dem Gelände auf Streife schicken. Es sind ja immerhin ca. 70 000 Leute auf dem Fest. Man will aber um alles auf der Welt keine Polizei auf dem Gelände? Ach, warum wohl? Ich rate mal ins Blaue. Es wird wohl um irgendwelche Betäubungsmittel gehen. Und die sind leider auch bei Festivals verboten. Wird das Drogen-Mekka abgesagt, verlieren hunderte Dealer leider ihre Existenzgrundlage. Wer kann das verantworten? Wenn die Polizei auf dem Drogengelände wäre, würde das wohl sehr viele Verkäufer und deren Kunden abschrecken, dieses Festival überhaupt zu besuchen. So viel zum Thema Musik und Community. Warum gibt der Veranstalter eigentlich nicht zu, dass es bei vielen Festivals und besonders bei diesem oft nur um den uneingeschränkten Gebrauch von ekstatischer Musik, gefährlichen Drogen und um ungehemmten Alkoholmissbrauch geht.

GEDANKEN ZUM TOD VON AVICII SIND ERLAUBT. ABER DER SZENE REICHT DAS STERBEN NOCH NICHT
Avicii alias Tim Bergling wurde nur 28 Jahre jung. Am 20. April 2018 wurde er leblos in seinem Hotelzimmer in Muskat (Oman) aufgefunden. Die letzte Zeit lebte er zurückgezogen und fernab von Auftritten und Shows. Der 1989 geborene Tim begann seine Musikkarriere, obwohl er auch schon vorher produzierte, mit dem Song “Level”. In einem Interview sagte er, dass er damals mit der Idee zu diesem Song ins Tonstudio ging und davon überzeugt war, dass dieser Song etwas ganz besonderes werden würde. Danach, so Tim, ging alles wie von selber. Ein Manager nahm ihn an die Hand und kümmerte sich um das Drumherum. Ein Hit folgte auf den nächsten (z.B. “Wake me up” oder “Hey brother”).

Avicii zählt(e) zu den erfolgreichsten DJs der Welt. 2012 und 2013 schaffte er es im Ranking des “DJ Magazine” jeweils auf den dritten Platz der besten DJs. Er arbeitete mit Madonna, Coldplay und David Guetta und produzierte etliche Songs. In Deutschland ist er in der Szene äußerst beliebt. Der Song “Wake me up” hat bei Youtube allein in unserem Land über 1,5 Milliarden Klicks (!!!). Sein Name ist weltweit bekannt und anerkannt. In den wenigen Jahren seiner Karriere durchlebte er über 800 Auftritte und Shows (!). Natürlich wurde er durch seine Musik reich. Sein Vermögen wird auf 75 Mio. Euro geschätzt. Mit nur 27 Jahren hatte er das erreicht, wozu die meisten im Musik-Geschäft nie kommen werden. Der gebürtige Schwede wird von vielen Kennern als der talentierteste Produzent der Welt angesehen. Sein Manager sagte einmal, dass Tim wie Johann Sebastian Bach arbeitete. Akribisch und voller Fantasie, mit dem Herzen.

Doch schon bald erkannte er die Schattenseiten der Musikszene. Immenser Druck lag auf ihm. Nichts für sanfte Gemüter. Er musste funktionieren, Verträge eingehalten und Verpflichtungen pariert werden. Ein Auftritt jagte den nächsten. Per Privatjet kurvte er um die Welt, immer die Zeit im Nacken zum nächsten Gig. Der Horror des Getrieben seins um des Erfolgs willen.

Damit kam er jedoch immer weniger klar. In einem seiner letzten Interviews im Jahr 2016 sagte er zu seinem bevorstehenden Rücktritt:

“Ich musste das machen, für meine Gesundheit. Diese Gesellschaft war nichts für mich. Es waren nicht die Shows und nicht die Musik. Es war immer alles andere, das Zeug drum herum, das sich für mich nie natürlich anfühlte. Alle anderen Teile, die dazugehören, wenn man Künstler ist.”

Vor allem seine Psyche habe darunter stark gelitten: “Ich bin generell eher introvertiert. Es war immer sehr hart für mich. Ich habe viel zu viel negative Energie aufgenommen.”

Er selbst beschrieb sich also als introvertiert und als jemand, der es nicht mag, im Mittelpunkt zu stehen.

Ein Freund beschreibt ihn so: “Er war musikalisch, als auch menschlich großartig, war hilfsbereit, aber auch sehr sensibel.”

Er konnte mit dem Druck, den sein Weltruhm mit sich brachte, nicht mehr umgehen. Doch die Musikindustrie kannte kein Erbarmen.

Alkoholexzesse folgten. Hinzu kamen gesundheitliche Probleme. Sein Körper war nach Aussagen ihm nahe stehender Freunde nicht gesund. Er schleppte sich teilweise mit großen Schmerzen auf die Bühne.

Ein Insider behauptet jetzt: Seine erfolgreiche Karriere habe Avicii umgebracht! “Die Elektro-Szene hat Avicii auf dem Gewissen. Dieses Business geht über Leichen.” Der Songwriter habe unter großem Druck gestanden, der von seinem beruflichen Umfeld ausgeübt worden sei. Mehrere Shows habe er am Tag gegeben, trotz Krankheit: “Er war selten wirklich fit. (…) Einmal hab ich erlebt, wie er auf die Bühne im wahrsten Sinne des Wortes gekrochen ist.”

Schließlich spürte er, dass er etwas ändern müsse, wenn er am Leben bleiben wollte. Die letzten beiden Jahre kämpfte Tim gegen Burnout und Depressionen. Letztes Jahr meinte er, dass er sich gut fühle und es ihm gut täte, seit einem Jahr frei zu haben, um wieder zu Kräften zu kommen.

In einem Interview wurde er einmal gefragt, wie er auf den Künstlernamen Avicii kam. Seine Antwort lautete (frei wiedergegeben): Avici ist die Bezeichnung für die niedrigste Ebene der buddhistischen Unterwelt. Mit anderen Worten bedeutet das, der Name ist eine Abwandlung des buddhistischen Begriffs für Hölle. Da es Avici als Künstler jedoch schon gab, setzte er einfach ein zweites “i” hinten an. So entstand der Künstlername von Tim Bergling.

Das sollte man zumindest einmal gehört haben!

Gab es geistliche Mächte, die den Erfolg des jungen Mannes voranbrachten?

Da ich selbst aus der Musikbranche komme, stelle ich eine solche These nicht einfach so auf. Ich habe es selbst am eigenen Leib erfahren, wozu Musik in der Lage ist und welches Manipulationspotential da drin steckt. Durch bestimmte Musikstile wirken satanische Mächte und toben sich in bestimmten Tönen regelrecht aus. Das ist keineswegs übertrieben. Musik, gute wie schlechte, erreicht unser Inneres, unsere Seele. Und sie hat entsprechende Auswirkungen auf unser Leben.

In seinen depressiven Phasen hätte er einen Freund gebraucht, der ihm echte Hilfe geben konnte. Vielmehr: Tim Bergling hätte Jesus Christus gebraucht. Allein in ihm hätte er das gefunden, wonach er eigentlich suchte (ohne dass er es wusste).

In seiner Musik brachte der DJ sein Innenleben zum Ausdruck.

Jesus sagte einmal: “Aus der Fülle des Herzens redet der Mund” (Lukas 6,45).

Angewendet auf die Musik von Bergling, kann man sagen, dass seine Songs ein Ausdruck seines Inneren waren. Sein Seelenleben zwängte sich in seine Musikstücke. In den Sprüchen lesen wir: “Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz, denn von ihm sind die Ausgänge des Lebens” (Sp 4,23).

Alles kommt aus unserem Herzen: unsere Gedanken, unsere Worte, unsere Taten – oder eben die Musik, die wir komponieren und die Texte, die wir schreiben.

Seine Songs lassen darauf schließen, dass er den wahren Sinn des Lebens nicht gefunden hatte. Immer wieder geht es darin um Liebe, Annahme, Geborgenheit, Schutz, Versagen, Ablehnung …

Geld, Ruhm und Ansehen sind kein Ersatz für die Erlösung der Seele durch den Sohn Gottes und den Frieden mit Gott unserem Schöpfer.

Das macht die ganze Sache so tragisch und traurig. Tim Bergling wurde gerade 28 Jahre jung. Sein eigentliches Leben hatte er noch vor sich. Man kann ihm nur von Herzen wünschen, dass er in den wenigen Monaten nach der Karriere eine Begegnung mit einem Christen hatte, der ihm von Jesus erzählte. Vielleicht hatte er die Möglichkeit, in einem der vielen Hotelzimmer eine Gideonbibel zu lesen. Es wäre zu wünschen, dass er zur Erkenntnis kam, dass in Christus allein alle Schätze zu finden sind.

“Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, aber sein Leben einbüßte?”

(Jesus Christus in Matthäus 16,26) Betanien.de

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