
Die Bibel ist ein erstaunliches Buch: Sie ist nicht nur ein Buch, sondern besteht aus vielen Büchern, einer ganzen Bibliothek. Sie wurde auch nicht nur von einem Autor geschrieben – sondern von bis zu 40 Autoren. Viele von ihnen wussten nichts voneinander, begegneten sich nie oder lebten viele Kilometer voneinander entfernt. Die meisten von ihnen waren nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich getrennt, denn die Bibel wurde über einen Zeitraum von 1600 Jahren geschrieben. Und doch ist es ein Buch – mit einer Einheit, die sprachlos macht. Ein Buch wie aus einem Guss!
Diese Einheit wird deutlich, wenn man das erste und das letzte Buch miteinander vergleicht. Der Autor des ersten Buches ist Mose und lebte um 1500 v. Chr. Er war Ziehsohn der Tochter des Pharaos und führte später das Volk Israel aus Ägypten. Der Autor des letzten Buches ist Johannes, ein gelernter Fischer, der am See Genezareth aufwuchs und im ersten Jahrhundert n. Chr. lebte.
Im ersten Buch lesen wir von der Erschaffung von Himmel und Erde; im letzten Buch geht die ursprüngliche Schöpfung unter und macht Platz für einen neuen Himmel und eine neue Erde. Im ersten Buch lesen wir von einer Schlange, die die ersten Menschen zum Sündigen verleitete, worauf der Tod in die Welt kam; im letzten Buch lesen wir von einem Drachen, der „die alte Schlange“ genannt wird, die (vergeblich) versucht, ein Kind bei seiner Geburt zu töten. Außerdem erfahren wir dort, dass der Tod verschwinden wird. Im ersten Buch wird der Nachkomme einer Frau angekündigt, der die Macht der Schlange brechen wird; im letzten Buch lesen wir, wie der Teufel, ein Bild der alten Schlange, in den Feuer- und Schwefelsee geworfen wird.
Eine solche inhaltliche Einheit über Grenzen und Generationen hinweg kann nur Gott bewirken! Esra 2,1-70 · Sprüche 4,1-9 Gute Saat

