Am 8. März 1921 wird erstmals der “Internationale Frauentag” gefeiert.

Wenn jemand die Frauen befreit hat, dann wir es der Herr Jesus:

“Im griechisch-römischen Denken waren Männer den Frauen überlegen. Sex war ein Mittel, um das zu beweisen. „Was eingenommene Städte für die Schwerter der Legionen waren, das waren die Körper derer, die man sexuell benutzte, für den römischen Mann“, schreibt Holland. „Ob für Männer oder Frauen – penetriert zu werden bedeutete, als minderwertig markiert zu sein.“ In Rom „benutzten Männer Sklaven und Prostituierte so selbstverständlich zur Befriedigung ihrer sexuellen Bedürfnisse wie den Straßenrand als Toilette.“ Die Vorstellung, dass jede Frau das Recht hat, über ihren Körper selbst zu bestimmen, hätte man als lachhaft empfunden.

„Das Christentum warf dieses Modell über den Haufen. Frauen galten nicht länger als weniger wert als Männer, denn sie waren ebenso im Bild Gottes erschaffen.“

Das Christentum warf dieses Modell über den Haufen. Frauen galten nicht länger als weniger wert als Männer, denn sie waren ebenso im Bild Gottes erschaffen. Männer waren nicht mehr frei, Sklaven und Prostituierte (beiderlei Geschlechts) zu benutzen, sondern sollten einer Frau treu sein oder aber als Ledige in Keuschheit leben……

Wenn wir die Evangelien durch die Brille des 1. Jahrhunderts lesen könnten, würde der Umgang Jesu mit Frauen uns schier umhauen. Das längste (aufgezeichnete) Gespräch, das er mit jemandem geführt hat, war das mit einer samaritanischen Frau von schlechtem Ruf (vgl. Joh 4,7–30). Und das war kein Einzelfall. Immer wieder hieß Jesus Frauen willkommen, die seine Zeitgenossen verachteten.

Einmal war er zum Essen im Haus eines Pharisäers eingeladen, als eine „Sünderin“ dort hereinkam. Sie weinte über den Füßen Jesu, trocknete sie mit ihren Haaren ab und küsste sie. Der Pharisäer war entsetzt: „Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüsste er doch, wer und was für eine Frau das ist, die ihn anrührt, dass sie eine Sünderin ist!“ (Lk 7,39). Jesus drehte den Spieß jedoch um und erklärte diese Frau zu einem Vorbild der Liebe (vgl. Lk 7,36–50). Er nahm Frauen an, die andere als sexuelle Sünderinnen verachteten. Ebenso waren ihm Frauen willkommen, die als unrein angesehen wurden.

Eines Tages war Jesus auf dem Weg zu einem zwölfjährigen Mädchen, um es zu heilen. Eine Frau, die 12 Jahre an Unterleibsblutungen gelitten hatte, war zu dem Schluss gekommen, dass sie geheilt werden würde, wenn sie nur den Saum seines Gewandes berühren könnte. Sie hatte recht, aber Jesus ging danach nicht einfach weiter. Er ließ sie aus der Menge heraustreten und lobte ihren Glauben (vgl. Lk 8,43–48).” Rebecca McLaughlin, cvmd: München 2022, 336 Seiten, ca. 14,90 Euro.

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