DER UMGANG MIT GEGENSÄTZLICHEN ZIELEN

Barmherzigkeit und Zielstrebigkeit sind nicht immer leicht unter einen Hut zu bringen. Entweder man ist barmherzig und widmet sich der Person, die in Not ist, oder man verfolgt zielstrebig, ohne Wenn und Aber, sein gestecktes Ziel. So könnte man das Wegblicken des Priesters und des Leviten ja auch als „zielstrebig“ deuten. Zudem waren sie auf dem Weg von Jerusalem „hinab“ nach Jericho, einer damals berühmt-berüchtigten Stadt, was nichts Gutes vermuten lässt.Nun, wir tadeln ihr Verhalten als herzlos und sind froh, dass sich der Samariter des unter die Räuber Gefallenen annimmt und ihn versorgt. So bringt er ihn schließlich auch noch in die Herberge und sieht zu, dass er gesund gepflegt wird. Doch sein eigentliches Ziel – Jerusalem – hat er über alldem nicht vergessen. Dort hat er eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Barmherzigkeit und Zielstrebigkeit widersprechen sich keinesfalls. Alles hat seine Zeit. Wer sein Ziel klar vor Augen hat, der kann auch eine andere wichtige, momentan aber dringendere Sache einschieben. Aber klar ist, dass er es nur solange tun wird, wie dies unbedingt erforderlich ist. Danach wird er sich unverzüglich auf den Weg machen, um sein Werk auszuführen. ob

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