Die unvorstellbare Kraft der Vergebung Gottes.

Kaing Guek Eav war „Folterknecht Nummer eins“ des kambodschanischen Diktators Pol Pot und seiner Roten Khmer und für den Tod von geschätzten 16.000 Männern, Frauen und Kindern verantwortlich, die unter seiner Aufsicht auf bestialische Weise zu Tode gefoltert wurden. Nach dem Ende der Terrorherrschaft bekehrt sich Kaing Guek Eav. Er ist überzeugt: Gott hat ihm vergeben. Als seine Bekehrungsgeschichte bekannt wird, ist die Entrüstung groß. Kann Gott einem 16.000-fachen Mörder vergeben?”

Kommentare

  1. Hans

    Dass die Läuterung schon zu Lebzeiten durchlebt wird, muss ich auch ganz stark bezweifeln, der Verbrecher am Kreuz hat zwar sicher extrem gelitten,
    wir wissen aber nicht wie lange er nach seiner Bekehrung noch leiden musste, bis er ins Paradies eingehen durfte, aus Gnade!
    [Lk 23,39-43] Einer aber der gehängten Übeltäter lästerte ihn und sagte: Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns! Der andere aber antwortete und wies ihn zurecht und sprach: Auch du fürchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist? Und wir zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan. Und er sprach zu Jesus: Gedenke meiner, Herr, wenn du in deinem Reich kommst! Und er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.

    Wer dann zum Beispiel das Todesurteil bekommt durch erschießen, wo bleibt da die Qual der Läuterung??

    • Herr S.

      .
      Übrigens kennen wir Jesu zeitliche Zusage an den reuigen mitgekreuzigten Schächer:

      “HEUTE noch wirst Du mit mir im Paradies sein.”

      Was ist das Verdienst dieses Schächers?
      Er hat bereut und gesühnt mit seinem Kreuzestod.

      Und er hat Jesus Christus öffentlich in dieser verzweifelten Lage als Sohn Gottes angerufen und ihn um Erbarmen gebeten.

      Er hat also Jesus damit öffentlich vor allen Umstehenden als Gottessohn bekannt!!!

  2. Hans

    Herr S.
    andere Frage,
    WO hört die Gnade Gottes auf?
    10 Morde sind gerade noch drin, aber der 11.????
    10000 Morde sind grade noch unter der Gnade, aber für 10001 ist dann die Luft raus? Das könnte man jetzt beliebig weiter spinnen….
    NEIN GOTTES GNADE IN JESUS CHRISTUS IST UNENDLICH, UNBEGRENZT!

    • Herr S.

      .
      Jenseitiges gerechtes Gericht durch Gott ist notwendig, schließt aber eben gerade nicht die Gnade und Barmherzigkeit Gottes aus – vorausgesetzt der Sünder hat bereut und ist umgekehrt..

  3. Hans

    Herr S.
    …ich vertraue darauf…
    [Mich 7,18-19] Wer ist ein Gott wie du, der die Ungerechtigkeit vergibt und die Übertretung des Überrestes seines Erbteils übersieht?
    Er behält seinen Zorn nicht auf ewig, denn er hat Gefallen an Güte.
    Er wird sich unser wieder erbarmen, wird unsere Ungerechtigkeiten niedertreten; und du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.

    Tiefen des Meeres – hatte ich mit dem löschen dieser Daten interpretiert, also nie wieder zurück holbar!

  4. Hans

    Herr S.
    ich möchte mal in einem Bild sprechen, alle Flugzeuge sind mit einer so genannten Blackbox ausgestattet, da wird alles Flugtechnisch relevante aufgezeichnet, wir Menschen haben ähnlich auch so eine Blackbox in unserem Herzen eingebaut, da wird alles, jede Sekunde, jeder Gedanke exakt gespeichert, in der Regel wird diese Blackbox, beim Endgericht ausgelesen und dem entsprechend verurteilt, mit einer großen Ausnahme, wer Jesus zu Lebzeiten allerdings sein Leben persönlich übergeben hat, diesen wird die Blackbox versiegelt und das Besitztum geht auf den Sohn Gottes Jesus Christus über, die Blackbox wird von IHM überarbeitet, die schlechten und bösen Taten werden gelöscht, die Guten kommen in das Preisgericht, da auch der Lohn dann gewertet wird.
    Entschuldigung, dass ich keine so perfekten Texte schreibe, hoffe, dass es trotzdem richtig verstanden werden kann.

    • Herr S.

      .
      Nein, so einfach ist das m.E. eben nicht mit dem jenseitigen Gericht, dass unterbelichtet Umständen die früheren bösen Taten einfach ungelesen gelöscht werden.
      Meine Ausführungen hierzu s.u.

  5. Hans

    Herr S.
    1Kor 3,13-17 darf natürlich auch nicht mit dem Fegefeuer von der Kath. Kirche in Verbindung gesetzt werden. Ich glaube auch nicht, dass unser Herrlichkeitsleib angeschmort wird. Nein damit werden unsere Werke geläutert, wenn unsere Werke halt im Vergleich zum Gold nur Heu waren, dann geht die Sache in Rauch auf, also es bleibt nichts zu loben, aber trotzdem verliert diese Person nicht die Heilsgewissheit, ähnlich wie ein ertrinkender der sich auf ein Floß hat retten lassen.

    • Herr S.

      .
      Jesus Christus sagt von sich selbst im Evangelium:
      “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben – Niemand kommt zum Vater, außer durch mich!”
      Ich verstehe diese Selbstoffenbarung des Herrn universell für jede Menschenmenge nach dem Tode geltend – d.h. NIEMAND, egal welcher Weltanschauung vorher, kommt an Jesus Christus vorbei. ER ist der wahre und einzige gerechte Richter nach unserem irdischen Tod.
      Insbesondere 1Kor3,15 lese ich als einen durchaus (seelisch) höchst schmerzhaften Prozess der Seele im jenseitigen Licht Gottes – Jesus Christus selbst – , das/der ähnlich wie Feuer von der geprüften und dadurch geläuterten Seele empfunden wird.
      Allerdings im Fall von vorheriger Umkehr und Reue zu irdischen Lebzeiten mit gutem Ausgang.
      Solch ein Prozess ist m.E. auch nicht etwa “eine Hölle auf Zeit”, sondern eher ähnlich einer seelisch schmerzvollen Therapie auf Erden.
      Zugegebenermaßen ist auch dieses eine meinerseitige Vorstellung vom jenseitigen Gericht, allerdings mit biblischer Grundlage.
      Und zudem befriedigt es mein Gerechtigkeitsempfinden, dass der umgekehrte und reuige einstige schwere Sünder hier nicht einfach völlig ungeschoren ins Himmelreich eingeht, sondern auch in dem Prozess bezahlen muss.

  6. Hans

    Herr S.
    ich denke Gott kennt ja jedes Haar auf unserem Haupt, also weiß ER auch wie wir uns IHM gegenüber entscheiden, leider ist das eine verschwindend kleine Menge, die Gott wirklich aktiv gehorsam sind, den meisten Menschen ist es doch total wurst, oder sie zeigen sogar ihren Hass IHM gegenüber, also meine ich, dass da kein Mensch durch so einen Tyrannen verloren geht, der nicht eh Gott schon in seinem Herzen abgeschrieben hat. Die Gerechtigkeit Gottes liegt nun mal in der Gnade Gottes. Ich finde das ist gut so, ich würde sicher auch Ungerecht entscheiden, da gäbe es viele berechtigt Enttäuschte.

  7. Hans

    Herr S,
    Gott hat vor ca. 2000 Jahren die Gerechtigkeit zu 100,0000unendlichZeichen% Vollbracht auf Golgatha, Jesus Christus hat für gar ALLES Bezahlt, in dem er nicht nur seinen Kopf, sondern sein göttliches Leben am Kreuz hingehalten hat.
    Bestätigt hat ER seine Tat, dass ER nicht im Grab geblieben und dort verfault ist, (wie ALLE Religionsstifter), ER ist Auferstanden und wurde so auch von über 500 Menschen gesehen, wirklich wahrgenommen und erlebt.

    • Herr S.

      Hans, Ihre Antwort befriedigt mich nicht.
      Ich bin zwar ebenso wie Sie davon überzeugt, dass der reuige Sünder auch nach schwersten Verbrechen gerettet wird, wenn er sich Christus anvertraut, sich bekehrt und bereut.
      Aber einfach dann Schwamm drüber bei einem 16000fachen Folter und Mörder?
      Nein, denn wo bleibt denn da die Gerechtigkeit einer adäquaten Sühne gegenüber den Opfern und deren Familien?
      Entweder wird diesen ihr auf Erden erfahrenes Leid von Gott gegen ihre Sünden zumindest anteilig aufgerechnet oder der Täter muss doch noch irgendwie im Jenseits sühnen, bis der göttlichen Gerechtigkeit Genüge getan ist.
      Alles andere kann ich nicht glauben oder mir vorstellen.
      Soweit ich weiß, hat der KZ-Kommandant von Auschwitz Rudolf Höß vor seiner Hinrichtung beteut und wieder zum Christentum bekehrt.
      Glauben Sie wirklich ernsthaft, das habe genügt, dass er anschließend sofort und gleich in den Himmel kam und dort fröhlich und friedlich neben vielen seiner Opfer Gott lobt und preist?
      Ich kann mir zwar vorstellen und auch glauben, dass auch er letztlich gerettet wird, wenn seine Reue und Umkehr ehrlich war. Und zwar durch des Herrn Erlösung am Kreuz.
      Aber er wird m.E. im Jenseits warten müssen, bis der Gerechtigkeit auch gegenüber dem letzten seiner Opfer Genüge getan ist, bevor er selbst der himmlischen Freuden teilhaftig wird.

  8. Hans

    Herr S. zu unserem Glück müssen wir nicht über Gottes Gerechtigkeit Urteilen.
    Ich denke, Gott wird diese Opfer genauso beurteilen und für jedes Opfer den verdienten Lohn erteilen, sei es gut oder böse gewesen…
    Im Himmel gibt es nur Frei-willige, in der Hölle aber auch.
    Die Gnade Gottes ist unendlich, ich muss dieses Geschenk aber auch annehmen.

    • Herr S.

      .
      @Hans: Meine Überlegungen betrafen weniger die Verbrechensopfer und deren Angehörige als die bereuenden Täter.
      Wie könnte eine gerechte Sühne bei einem massenhaften Kriegsverbrecher aussehen?
      Todesstrafe oder Lebenslängliche Haft für ihn wiegt schließlich nicht sein MASSENHAFTES Töten und Foltern adäquat auf, denn er hat viele Leben zerstört und nicht nur ein einziges.
      Ihm kann man aber eben nur sein eigenes einziges Leben bzw. seine einzige Freiheit nehmen.
      Das wiegt doch nicht die vielen von ihm zerstörten Biografien auf.
      Wie stellt wohl Gott in solchen Fällen Gerechtigkeit her?
      Natürlich “wissen” wir das nicht, aber man kann ja darüber nachdenken.

        • Herr S.

          An der letztendlichen Vergebung beim umkehren den und bereuenden Sünder zweifle ich nicht.
          Ich zweifle aber ebenso wenig an der Gerechtigkeit Gottes, die eben auch den Opfern eines massenhaft sündigen den Täters Genugtuung widerfahren lassen wird.
          Möglicherweise vergeben einstige Opfer einem Täter dessen irdische Grausamkeiten, die er ihnen dereinst zufügte, wenn sie die himmlische Freude an sich erfahren, die sie all ihr irdisches Leid und Schmerz buchstäblich vergessen lässt. Dann mag vielleicht auch Gott hier in solch einem Fall nicht zurückstehen und dem Täter die betreffende Schuld an dieser bestimmten Seele erlassen.

          Aber was ist, wenn ein anderes Opfer oder dessen Angehörige durch das ihnen auf Erden von eben besagtem Täter zugefügte Leid zu irdischen Lebzeiten den Glauben an einen liebenden und gerechten Gott verloren hat, selbst dadurch vom rechten Wege abkommt und in Verbitterung und Schuld und Gottesferne stirbt?
          Nach christlichem Glauben kann so jemand in der Hölle landen und der ursprüngliche Täter trägt daran zumindest ursächlich und anteilig Mit-Schuld.
          Wird so eine Seele in der Ewigkeit, wo sie ja dann Qualen auszustehen hat, in der Lage sein dem an ihr schuldig gewordenen Täter zu vergeben?
          Wird sie ihn nicht mitverantwortlich machen für ihr Schicksal? Das wäre nur menschlich allzu verständlich und es trifft ja auch zu.
          Sicherlich hat Jesus diese ja nicht mehr gut zu machende Schuld des Täters am Kreuz auf sich genommen und gesühnt.
          Aber muss nicht doch der einsichtig und reuige Täter sich im jenseitigen Gericht Gottes dieser Schuld stellen und ihre Schwere einsehen und dafür Sühne leisten?
          Das ist nur recht und billig, und ich kann einfach nicht glauben und es widerstrebt mir diametral, dass allein durch seine Reue zu Lebzeiten und Umkehr all die vielfältigen Schulden eines zwar reuigen aber doch massenhaften Schwerstverbrechers einfach so nach dem Motto “Schwamm drüber” ausgelöscht werden und er gleich nach seinem Tod in den Himmel kommt, während manche seiner auch durch ihn auf den falschen Weg gebrachten Opfer in der Hölle schmoren.
          Das könnte ich nicht als gerecht ansehen.

      • Herr S.

        Hans, Sie haben richtigerweise an 1Kor 3,13-17 verwiesen, wo das jenseitige Gericht Gottes als “Feuer” beschrieben wird.
        Feuer ist bekanntlich schmerzhaft, wenn man ihm zu nahe kommt.
        Und hier im Korintherbrief heisst es dass der Betreffende zwar gerettet wird – aber wie durch Feuer hindurch also in einem schmerzhaften Gerichts- und Läuterungsprozess Gottes.
        Damit wäre meinem Gerechtigkeitsdurst Genüge getan.

  9. Hans

    [1. Kor 3,14-15] Wenn das Werk jemandes bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen; wenn das Werk jemandes verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.
    [Röm 8,38-39] Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Gewalten, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermögen wird von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

  10. Hans

    Ja!
    Gott hätte sogar Adolf Hitler & Co. vergeben, sie schlugen allerdings die Gnade Gottes aus, wie z.B. mit einer Kugel in den Kopf beim Adolf.
    Verstockung ist immer das Letzte, was von der Errettung abhält!

    • Herr S.

      Ich denke und glaibe, dass die 16000 Mordopfer dieses Mannes und auch deren Angehörige bei Gott auch “ein Wörtchen” mitzureden haben, WIE und in welcher Art und Weise dem für ihre Qualen und Tod verantwortlichen Täter vergeben werden wird.
      Denn Gott ist zwar barmherzig aber auch gerecht!

      • Herr S.

        .
        Ok, diese Nazi-Kriegsverbrecher haben sich zumindest zum Teil vor ihrem Tod bekehrt.

        Wie es ihnen bei Gott im Jenseits ergangen ist, wissen wir allerdings nicht.

        Manche haben ihre Schuld ja eingesehen und ihre Taten bereut und auch mit ihrem Tode geahndet bzw. “bezahlt”. Mehr geht nach irdisch-menschlichem rechtsstaatlichen Recht nicht.

        Allerdings ist ihre Schuld ebenso wie die des kambodschanischen Kriegsverbrechers geradezu monströs und unglaublich viele Menschenopfer betreffend.

        Das kann man eigentlich nicht selbst mit dem Verlust des einen einzigen Lebens ohne weiteres sühnen und an den Opfern wieder gut machen.

        Hier tritt dann der Tod des Sohnes Gottes am Kreuz als Gewicht hinzu, der die Seele des ehrlich betreuenden Sünder erlöst.

        Allerdings braucht es auch noch eine Genugtuung für die Opfer und deren Angehörige, damit der Gerechtigkeit Genüge getan ist.

        Ich kann mir hierzu Wege und Möglichkeiten Gottes vorstellen, wie ER das bewerkstelligen kann – vielleicht gerade auch durch Seine den Opfern zuteil werdende Barmherzigkeit.

        M.E. kann die Seele eines reuigen und zur Sühne bereiten Täters erst dann die Herrlichkeit des Himmels erleben, wenn allen Opfern Gerechtigkeit widerfahren ist – das ist natürlich von meiner Seite her spekulativ.

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