Dürfen sich Christen kritisch über den Zustand ihres Landes/ihrer Stadt informieren und die Zustände auch hinterfragen?

Wir Christen haben unsere Heimat im Himmel. Aber man darf nicht die himmlische Heimat gegen die irdische ausspielen. In Jer 29 schreibt der Prophet Jeremia einen Brief an die Verbannten in Babel. Darin wird den Exilierten ausdrücklich zugesagt, dass sie nach Jerusalem zurückkommen werden (Jer 29,10). Aber das wird noch dauern (29,10: 70 Jahre). Bis dahin gilt: “Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen” – also: “Suchet das Beste für Babel”! – “und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl” (Jer 29,7). Wenn ich das auf unsere Situation übertrage, heißt das: Unsere Heimat im Himmel ist uns fest zugesagt – aber da sind wir noch nicht. Bis dahin ist auch Deutschland unsere Heimat. Und was Jeremia an die Verbannten schreibt, gilt auch uns. Wir sollen das Beste für unser Land suchen, für das Land beten und, da wir in einer Demokratie leben, uns politisch einbringen. Ja, schon damals saßen die Verbannten und warteten nur auf die Rückkehr. Gott ermahnt sie für die Gegenwart zu arbeiten. Ja, wir haben hier keine bleibende Stadt, aber wir leben noch hier. Und wir müssen für unser Land, unsere Stadt sorgen. Wir könnten schon sagen: ach, wir sind so alt, das alles erleben wir dann nicht mehr. Auch das ist falsch, denn wir sollen für Kinder und Enkel usw. mit entscheiden. Christen sind mit ihrem Herzen schon im Himmel, aber mit den Füßen noch auf der Erde. S.Sch.

Sind solche Fragen für Christen erlaubt? Ja, sie sollten laut gestellt werden:

1.) Warum sind solche Menschen noch hier?

2.) Warum müssen wir sie alimentieren?

3.) Was unternimmt die Regierung konkret, um zu verhindern, dass abgelehnte Asylbewerber, die sich der Abschiebung entziehen, erneut straffällig werden?

4.) Wie kann es sein, dass jemand, der illegal ins Land gekommen ist und untertaucht, trotzdem Schutzstatus erhält?

5.) Warum versagen die Behörden so oft dabei, die Abschiebung von Personen durchzusetzen, die keine Bleibeperspektive haben?

6.) Was für konkrete Maßnahmen plant die Regierung, um ähnliche Tragödien wie in Solingen künftig zu verhindern?

7.) Wie wird gewährleistet, dass Behörden nicht weiterhin so fahrlässig mit Fällen von abgelehnten Asylbewerbern umgehen?

8.) Warum ist es in Deutschland politisch inkorrekt, berechtigte Fragen zur Sicherheit und Asylpolitik zu stellen?

9.) Warum wird man für solche Fragen als „Rechter“ (=Nazi) diffamiert?

10.) Wie viele solcher Fälle wie in Solingen gibt es, bei denen abgelehnte Asylbewerber trotz fehlender Berechtigung bleiben durften und straffällig wurden?

11.) Welche Verantwortung tragen die politischen Entscheidungsträger für die andauernden Versäumnisse in der Asyl- und Sicherheitspolitik?

12.) Wann und wie werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen? Wann traut sich eine Staatsanwaltschaft, zu ermitteln?

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