“Manchmal gehe ich runter vom Laster zum Gemüse. Da war mal eine Frau, die vor unseren Stand wartete. Ich habe ihr gesagt, dass wir viele frische Salatköpfe haben. Die ältere Dame winkte aber ab und sagte, dass sie kein Geld für Öl und Essig hat, um den Salat zuzubereiten. Sie meinte, bitte geben Sie es der Frau neben mir, vielleicht kann sie etwas damit anfangen. Bei der Frau war Anfang des Monats etwas in der Küche kaputtgegangen, was sie 40 oder 50 Euro gekostet hat. Sie hatte nur noch 1,80 Euro im Geldbeutel. Am liebsten hätte ich ihr zehn Euro gegeben oder besser 20. Aber das dürfen wir nicht und das ist auch nicht der Sinn unserer Arbeit. Dann ist die Frau weitergegangen.” Paul Breitner (Tafel München)
100 Millionen Ablösesumme, 100 Millionen Gehalt in 4 Jahren. Ja, das passt ganz genau zum Zustand der neuen Armut bei uns in München.
Die ersten Worte Jesus in der Synagoge von Nazareth: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen.“ (Lukas 4,18) Später wird dann wird die Gemeinde zum sichtbaren Zeichen für diese künftige Welt. In der Apostelgeschichte lesen wir, wie sehr sich die Gemeinde um die Armen kümmerte, sodass es schliesslich keine Armen unter ihnen gab. (Apg. 4,34). Lieber Jesus und seine Gemeinde, als den perversen Menschenhandel im Profisport.

